Masern (Morbilli) bei Kindern

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Masern (Morbilli) bei Kindern
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Masern (Morbilli) bei Kindern

Masern sind eine weit verbreitete Viruserkrankung und hochansteckend, verursacht werden sie durch den Masern-Virus.

Gut 98 Prozent der Personen, die nicht dagegen geimpft sind oder diese Krankheit bereits gehabt haben, erkranken daran. Die Krankheit wird beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch übertragen.

Inkubationszeit bei Masern

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Masern beträgt zwischen acht und vierzehn Tagen. Fünf Tage bevor der Hautausschlag auftritt, besteht bereits Ansteckungsgefahr. Diese bleibt bestehen, bis der Ausschlag verschwunden ist. Masern kann jeder nur einmal bekommen, sie hinterlassen eine lebenslange Immunität.

Verlauf der Krankheit

Am Anfang der Krankheit steht meist eine Erkältung, die drei Tage anhält.
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Fieber bis zu 39 Grad
sind die Anzeichen. Begleitet wird das Ganze von einer Bindehautentzündung, dadurch sieht das Kind verheult und verschwollen aus.

Ein typisches Anzeichen für Masern sind weißliche Flecken an der Schleimhaut im Mund. Sie ähneln Kalkspritzern und werden als Koplik-Flecken bezeichnet. Meist tritt für kurze Zeit eine Besserung ein, bevor das Fieber auf bis zu vierzig Grad ansteigen kann und der typische Hautausschlag auftritt. Er fängt an den Ohren an und verbreitet sich über Arme und Beine über den ganzen Körper. Fußsohlen und Handflächen werden davon nicht betroffen. Die zu Anfang hellroten Flecken werden später dunkelrot und fließen oftmals auch ineinander. In den folgenden vier bis sieben Tagen verblasst der Ausschlag und das Fieber geht zurück. Teilweise kann eine Schuppung zurückbleiben.

Behandlung von Masern

Das Kind braucht vor allem Bettruhe und sollte sich unbedingt schonen. Die Bindehautentzündung macht die Augen lichtempfindlich, am besten ist ein abgedunkeltes Zimmer. Das Kind muss viel Flüssigkeit, wie Tee, Wasser oder Saftschorle zu sich nehmen. Meist fehlt der Appetit, wenn Hunger eintritt, sollten leichte Speisen wie Kompott und Kartoffelbrei auf dem Plan stehen. Fieberkrämpfe lassen sich durch Fieberzäpfchen oder -saft lindern, Wadenwickel sind ebenfalls hilfreich. Der juckende Hautausschlag kann mit einem kühlen Waschlappen abgewaschen werden, das mildert den Juckreiz.

Komplikationen eher selten

Verzögert sich die Entfieberung, so ist Aufmerksamkeit geboten. Lässt die hohe Temperatur nach dem achten und zehnten Tag nicht nach, können Komplikationen auftreten. Diese sind zwar selten, nur bei einem von hundert Kindern treten diese ein. Diese können sich als Kehlkopf-, Mittelohr- oder Lungenentzündung entwickeln. Ganz selten, aber sehr gefährlich, ist die Masern-Enzephalitis, die sich mit Fieberanstieg, starken Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und in schlimmen Fällen sogar mit epileptischen Anfällen äußert. Eine ebenfalls seltene Spätfolge ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis. Diese chronische Gehirnentzündung tritt sieben bis zehn Jahre nach der Infektion durch Masern auf. Bisher ist noch unbekannt, warum diese auftritt, sie ist nicht behandelbar.

Den Arzt aufsuchen

Ein Kind bei dem Verdacht auf Masern besteht, sollte vom Arzt untersucht werden. Nur so ist eine einwandfreie Diagnose möglich. Ein Arztbesuch ist auch unabdinglich, wenn es nicht mehr ansprechbar ist oder benommen erscheint, die Atmung sich verändert, dunkelrote Flecken an Schleimhäuten und der Haut auftreten.

Schutz gegen Masern

Eine Impfung gegen Masern bietet einen sicheren Schutz für das Kind. Dabei werden lebende, abgeschwächte Masernvieren verabreicht. Der Wirkungsgrad der Impfung liegt bei über neunzig Prozent. Nebenwirkungen sind grippeähnliche Beschwerden mit einem leichten Ausschlag. Bereits Babys können ab dem 12. Monat gegen Masern geimpft werden.

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