Hier zu schreiben, \"ADHS ist nicht heilbar\" ist eine maßlose Behauptung! Dabei gehen viele Psychotherapeuten von der Heilung psychischer Krankheiten, auch Persönlichkeitsstörungen aus und sie meinen auch nicht, dass AHDS angeboren oder vererbt ist, sondern wie alle psychischen Störungen auf einer Störung im Beziehungsleben basiert. Aus diesem Grund ist es notwendig, an dieser Stelle anzusetzen und zwar in dem Sinne, dass durch die Therapie ein anderes Beziehungsleben als es bisher erfahren wurde, herzustellen: durch das Gegenüber des Therapeuten, der aber eine abstinente Haltung einnehmen muss und dadurch nur zu einem besonderen Bezugspartner wird. Durch deren Beziehung verändern sich aber gleichzeitig die Bezugspersonen, indem diese durch ihn anders wahrgenommen bzw. angenommen werden.
Hier zu schreiben \"ADHS ist nicht heilbar\" ist eine maßlose Behauptung! Was soll damit erreicht werden: der Gang zum Arzt und lebenslange medikamentöse Behandlung? Diese Art von Meinungsmache entspricht nicht der Ideologie vieler Psychotherapeuten. Es ist im Sinne dieser davon auszugehen, dass Körper und Psyche nicht wirklich zu trennen sind, sondern sie sich gegenseitig beeinflussen. In meinem Sinne ist damit fast jede Krankheit als eine Erkrankung der Psyche zu betrachten deshalb muss nach dem gesucht werden, was da krankt. Ich gehe auch mit der Meinung konform, dass jeder Mensch sich verändern kann, wenn auch in kleinen Schritten und es beim Vorhandensein von einer psychischen Störung nicht ohne das Zutun eines oder mehrerer Anderen funktioniert. Dabei geht es darum, Beziehung zu leben, da psychische Krankheit immer aus einem gestörten Miteinander im Beziehungsleben resultiert.
Ganz kurz noch zum Ritalin, das in einem Beitrag angesprochen wurde. Der Sohn meiner Freundin bekam Ritalin - und es war ein Segen für sie bzw. die ganze Familie. Es gab keine durchwachten Nächte mehr, denn er schlief bereits als nicht einmal 1jähriger nie länger als 3 Stunden pro Nacht und ab ca. 1 3/4 Jahre tagsüber überhaupt nicht mehr. Das waren 21 Stunden Aktivität täglich, bis ca. zum 7. Geburtstag. Mit dem Medikament schlief er 5,5 bis 6 Stunden. Sie hat auch die ganze Familie ernährungsmässig umgestellt auf Vollkornprodukte und Bio. Geschadet hat es keinem und dem hyperaktivem Sohn war damit sehr geholfen und er war kein Außenseiter. Er hat es auch einmal geschafft innerhalb ca. 15 Minuten mehr als 1 kg Zucker zu "vernaschen", während sie Wäsche aufhing - das war vor Ritalin, danach war dieser Heißhunger auf Süsses sehr viel geringer. Aber da es sich um ein sehr starkes Medikament handelt, muss es unter Facharztaufsicht eingestellt werden. Viel Glück u. Freude allen Betroffenen
Mein Sohn, der inzwischen 28 Jahre alt ist, hat(te) auch ADHS. als es diagnostiziert wurde, war er ca. 11 Jahre alt, allerdings war es eine leichte Form. Ein sogenannter Alternativheiler (Heilpraktiker) hat mir mit meinem Sohn ausgetestet mit welchen Alpenblüten (das österreichische Gegenstück zu Bachblüten) er am besten behandelt wird. Und etwas, das mir ganz wichtig erscheint, ist, dass die Ernährung zwar nicht \"schuld\" an der Krankheit ist, aber am Verlauf sehr wohl viel bewirken kann. Keine Süssigkeiten (Schokolade absolut tabu), aber auf keinen Fall Süßstoffe, die sind schlimmer als Zucker. Keine Konservierungsstoffe, also wie in alten Zeiten alles selber kochen, am besten biologische Nahrungsmittel. Sonst viel Bewegungsraum schaffen mit wirklich anspruchsvollen Inhalten. Und strikte Konsequenz, also \"Wenn das eintritt, ist das die Folge\" auch wirklich einhalten und keine \"leeren Versprechungen\" (weder positiv = Belohnung noch negativ = Strafen, wie kein Fernsehen). Dann funkts.
AD(H)S lässt sich bei Säuglingen noch gar nicht feststellen. Das geht erst so ab dem dritten Lebensjahr. Ich möchte mich insofern auch Namaste anschließen. ADS (also ohne Hyperaktivität) fehlt in dem Beitrag und es ist schon lange keine Neuigkeit mehr, dass es vererbbar ist. Ein kleiner Absatz über Ritalin wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen, denn es ist immer noch zu wenigen Leuten bekannt, dass es sich dabei um ein Amphetamin (Doping) handelt und man am besten den Therapeuten wechselt, falls der, den man hat, Ritalin vorschlägt. Man sollte auch nicht direkt von Hyperaktivität ausgehen, falls das eigene Kind ein paar der Symptome aufweist. Oft sind die Kinder einfach nur nicht ausgelastet. Für die Diagnose sind viele Gespräche, Fragenkataloge (und das sind wirklich Kataloge) usw. nötig und nicht jedes Kind, von dem man es behauptet, hat es auch tatsächlich.
Hallo.Mein sohn ist 5einhalb und hat ADS und ist Hyperaktiv.2 Diagnosen die mehrere Ärzte nach vielem hin und her gestellt haben.Seit einer Weile nehmen wir Fischöl in hohen Dosen (zb Addy Plus Junior und Doppelherz Omega3 Junior).Meinem Sohn geht es damit viel besser und er findet sich auch besser im \"Leben\" zurecht.Vorher war er sehr aufbrausend, trat um sich und tat seinen Mitmenschen oft weh.Wenn er 20Uhr ins Bett ist hat er meist bis ca23Uhr Theater im Zimmer gemacht.Er malte Wände und sich an, schnitt Kuscheltiere durch und lag grundsätzlich neben dem Bett.Jetzt, ca8 Wochen mit den Omegas ist er relativ ausgeglichen.Er hat zwar ab und zu noch mal miese Laune und wirft die Türen zu, aber er ist wie ein fast normaler Junge.Unser Leben hat sichb ganz schön verändert seit der Diagnosen, aber man schafftes wenn man zusammen hält und mit dem kInd gemeinsam an Lösungen arbeitet.Ich wünsche allen Betroffenen ein ruhiges und schönes Leben.Ich bin froh das mein Sohn da ist und mich liebt.
Hallo, zunächst mal möchte ich sagen, dass ich es super finde, wenn möglichst viel über AD(H)S aufgeklärt wird, da leider die weitverbreitete Meinung: "AD(H)S wächst sich raus." noch immer in den Köpfen der meisten Leute verankert. ist. Dass AD(H)S vererbbar ist, ist aber keine neue Erkenntnis. Man kann es sich nicht aussuchen, genauso wenig, wie man sich aussuchen kann, welche Haar- oder Augenfarbe man bekommt. AD(H)S ist definitiv vererbt und nicht die "Schuld" der Eltern, der Lebensumstände oder der Betroffenen selbst. Wie stark die Krankheit - ich nenn es jetzt mal so - aber ausgeprägt ist, hängt schon von den Lebensumständen ab. Als selbst Betroffene Erwachsene ADHS-lerin kann ich dem voll und ganz zustimmen. Im Beitrag fehlt allerdings, dass AD(H)S zwei Seiten hat, daher klammere ich das "H" auch immer ein. Die Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität ist dieselbe Krankheit. Die sogenannten "Träumerlieschen" gehören hier dazu. Eine Vorbeugung ist aber nicht möglich!!
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