Neurodermitis Prävention

AllergieNeurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, die nicht ansteckend ist und als multifaktoriell bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass viele Faktoren die Krankheit in Form von Schüben, die sich zumeist durch intensiven Juckreiz und trockene Haut äußern, beeinflussen. So werden genetische Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse und Stresssituationen für die Krankheit verantwortlich gemacht.
Symptome der Neurodermitis sind rote, schuppende und nässende Ekzeme auf der Haut, sowie ein lokal auftretender Juckreiz, zumeist in Armbeugen, Kniekehlen und am Hals. Neurodermitis ist zudem Teil der atopischen Trias, was bedeutet, dass viele Neurodermitiker auch unter Allergien und Heuschupfen leiden. Viele Eltern, die in ihrer Kindheit selbst unter Neurodermitis gelitten haben, fragen sich, ob es bereits vor und nach der Geburt präventive Maßnahmen gibt, um der Neurodermitis beim Baby entgegenzuwirken. Wir listen in diesem Beitrag einige Maßnahmen auf, die Eltern während der Schwangerschaft und nach der Geburt treffen sollten, um das Risiko der Neurodermitis beim Baby weitestgehend zu reduzieren.

Während der Schwangerschaft:

  • Vermeidung von Nahrungsmittelallergien: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Allergene in Form von Nahrungsmitteln, z.B. Nüsse, gemieden werden sollten. Dies sind meist die Allergene, gegen die die Mutter ebenfalls allergisch reagiert oder in der Vergangenheit reagiert hat. Vermeiden Sie aber auf jeden Fall eine Mangelernährung.
  • Einnahme von Probiotika: Die Einnahme von Probiotika (Milchsäurebakterien) durch die schwangere Mutter kann helfen, das Immunsystem des Babys resistenter zu machen. Dies belegen inzwischen diverse Studien. Probiotika sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Auswahl des richtigen Produkts sollte aber ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden.
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin: Beides wirkt sich negativ auf den Organismus des Babys aus und sollte während der Schwangerschaft unbedingt gemieden werden. Auch Passivrauchen kann für das Kind bereits im Mutterleib schädlich sein.

Nach der Geburt:

  • Mindestens 6 Monate Stillen: Das Baby wird dadurch so spät wie möglich mit externen Allergenen konfrontiert. Ist Stillen nicht möglich oder nicht gewollt, kann hypoallergene Säuglingsnahrung verwendet werden. Auch dies sollte vor mit dem Frauenarzt besprochen werden.
  • Reduzierung von Hausstaubmilben: Diese sind in jedem Haushalt zu finden und nisten sich vor allem in Bettwäsche und Teppichen ein. Die Bettwäsche sollte sehr regelmäßig gewaschen werden. Die Wohnung ist regelmäßig zu lüften. Teppiche sind ein weiterer Brutplatz für die kleinen Tierchen und sollten im Idealfall gegen Laminat oder Parkett ausgetauscht werden.
  • Meiden von Tierhaarallergenen: Tierhaare, vor allem von Hunden, Katzen und Pferden lösen ebenso Allergien aus. Falls der Verdacht besteht, dass das Baby auf Tierhaare allergisch reagiert, sollte unbedingt ein Allergietest durchgeführt werden. Wenn sich der Verdacht danach bestätigt, hilft nur, auf Haustiere zu verzichten.

Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Ein Kommentar

  1. Die Medizin steht nicht still. Die Studien laufen, um ein Mittel zu entwickeln welches – wirklich – den Neurodermitispatienten dauerhaft Linderung bringt. Die Erkrankten sind über jedes neue Medikament dankbar, welchhes sie geben können um die Symptome zu bändigen. Unsere Nutzer im Neurodermitisportal.de haben Erfahrungen in der Therapie und Bhandlung gesammelt. Es muss nicht immer Cortison sein.

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