Alleinerziehende Mami – ein Erfahrungsbericht von Noravonschnibli

So war das bei uns!

Normavonschnibli

Hallo ihr Lieben. Ich heiße Norma bin 27 Jahre alt und bin eine 2 fache Mädels Muddi aus Berlin. Ich hab lange überlegt über was ich schreiben soll. Ja und da kam ich auf die Idee euch ein bisschen was über meine Patchworkfamilie zu erzählen.

Ich bin mit 19, fast 20 Jahren Mutter meiner großen Tochter Taylor geworden. Sie ist jetzt 7 Jahre alt. Tja, was soll ich sagen?; die Schwangerschaft kam etwas überraschend. Doch schnell hab ich mir in meinem Kopf ein Bild von einem perfekten Familienleben ausgemalt.

Ja doch es kommt anders als ursprünglich ausgemalt! Ich wurde schnell eines besseren belehrt, dass ein Kind kein Garant dafür ist die Beziehung aufrecht erhalten zu können. Also waren Taylor und ich schneller alleine als wir gucken konnten. Viele Gedanken gingen mir damals durch den Kopf. Gedanken wie: „Werd ich jemals wieder einen Typen (ja so Gedanken hat man mit Anfang 20) finden?“, „Wer nimmt mich denn mit einem Kind?“.

Trotz dessen ich Taylors Vater jetzt total kacke finde, muss ich dennoch weiterhin regelmäßig mit ihm Kontakt haben? Alles absolute Horror Vorstellungen! Zumindest damals. Das es sowas wie Patchworkfamilien gibt und es heute teilweise normal ist, kam mir garnicht in den Sinn. Bis ich meinen jetzigen Freund Nils kennenlernte. Als ich ihn kennenlernte war er junge 24 Jahre alt.

Ich war total überrascht, denn es kristallisierte sich ganz schnell heraus das dieser Mann sich nicht nur in mich, sondern auch in meine Tochter verliebte. Ich war überwältigt, alle Ängste die ich hatte waren vollkommen umsonst?! Jetzt gab es uns 3, naja eigentlich 4 denn wie schon erwähnt gab es da ja noch einen anderen Mann und zwar Taylors Papa, der ein Recht auf sein Kind hatte und auch immer noch hat.

Aber soll ich euch was sagen? Durch mein neues Glück war das alles nicht mehr schlimm. Er holt sie einmal die Woche ab und unternimmt was mit ihr. Für Taylor ist das ihr Papa und Nils ist halt „Ihr Nils“… ok manchmal rutscht ihr auch ein Papa bei Nils raus, aber das ist vollkommen ok. So da waren wir also; wir 3. Doch mit einem neuen Partner kommt irgendwann auch mal die Frage: „Wie sieht es aus mit einem gemeinsamen Kind?“… Puuuuuh, ein Kind?

Im schlechtesten Falle, stünde ich bald alleine da mit 2 Kindern, von 2 verschiedenen Vätern. Was für eine Horror Vorstellung. Doch wir lieben uns, und was das Highlight einer Liebe? Ja natürlich ein gemeinsames Baby. Also auf ins Abenteuer. Es dauerte nicht lange und ich wurde schwanger. Im Dezember 2014 kam unsere Tochter Matilda zur Welt, gesund und munter und vor allem wunderschön. Trotzdem hatte ich viele Ängste. „Wird er sein eigenes Kind anders behandeln oder vielleicht bevorzugen“? Wird es Probleme geben weil Matilda Papa sagt und Taylor nicht? Oder wird es Stress mit Taylor’s Papa geben der vielleicht Dinge raushaut wie „Das ist doch garnicht deine richtige Schwester!“

Ja mir gingen die unmöglichsten Sachen durch den Kopf. Doch wisst ihr was? Alle Bedenken waren umsonst ich habe die aller tollste Patchworkfamilie. Für Taylor ist Matilda ihre Schwester, es ist hier nie die Rede von Halbgeschwistern. Doch was für mich das aller schönste ist; keiner macht hier einen Unterschied zwischen den Mädels, weder Papa, Oma , Onkel, Tante. Niemand wird bevorzugt und alle pflegen einen entspannten Umgang. Früher hätte ich mir das nicht im entferntesten vorstellen können, also das sowas so toll funktionieren kann. Doch das tut es und ich bin unglaublich stolz auf meine kleine Patchwork Familie.

Das ist ein Gastbeitrag von „normavonschnibli„, vielen Dank!