⎯ Wir lieben Familie ⎯

Das ist einfach nur Heftig ..

DASM
DASM
17.10.2014 | 35 Antworten
Hallo zusammen,

hab gerade das hier auf Facebook gefunden:

https://www.facebook.com/ulrike.sennhenn/posts/801411336587490

Was sagt ihr dazu? Ich finde es so heftig, kaum vorzustellen was die Eltern durchmachen müssen ..

Gruß Stefan
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35 Antworten

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31 Antwort
@Heviane grauenhaft : ( kann mir garnich vorstellen wie man ihr sowas antun kann ..
DASM
DASM | 17.10.2014
32 Antwort
Ich kann verstehen dass die Eltern einen Schuldigen suchen. Irgendjemand, zu dem sie sagen können: Du bist Schuld! Du bist Schuld, dass wir unsere wundervolle Tochter nicht liebevoll in die Arme schliessen können. Dass wir sie nichr aufwachsen sehen können. Dass sie nicht lebt. Ich kann das wirklich sehr gur verstehen. Denn die schreckliche Wahrheit, dass keiner Schuld hat, dass Menschen krank sein können und einfach sterben. Ohne ersichtlichen Grund. Das ist schwer zu ertragen . Aber egal wie vie Wut und Trauer da ist, dieser Prozess ist so tragisch, weil hier der Schuldige in der Person gesucht wird, die einfach nur helfen wollte und an dem schrecklichen Ende nichts ändern konnte. Es gibt viel zu viele Dinge, die für Anna sprechen und ich hoffe dass das Gericht das auch so sieht und diese Hetzjagd gegen sie und gegen Hausgeburten ein Ende hat.
Zenit
Zenit | 17.10.2014
33 Antwort
Als ich 2009 Heviane hier kennen lernte und wir uns anfreundeten, sah ich in ihr nicht primär die Hebamme, sondern eine Mami, wie viele hier, die mit Herz und Verstand, viel Humor, aber vor allem einer Bodenständigkeit, vielen werdenden Müttern Tipps und Ratschläge gab, die ihnen Ängste nehmen konnten und sie sich selbst, als Frauen, mehr vertrauen lassen konnten. Durch die Freundschaft und unsere Kontakte, unsere Treffen, lernte ich auch Menschen in ihrem Umfeld kennen. Kolleginnen, ihre Familie, alles Menschen, die eine hohe Kompetenz besitzen und der angeklagten Ärztin und Hebamme, ihr volles Vertrauen geben, da diese Ärztin sich für die Rechte der Frau einsetzt, Geburt als das anzusehen, was es ist: eine von der Natur gegebene Fähigkeit, bei der medizinisch nur dann eingegriffen werden sollte, wenn Gefahr in Verzug ist, statt, wie es so häufig, vor allem in Klinikgeburten der Fall ist, Komplikationen durch unnötiges Dazwischengehen, erst geschaffen werden. Anna ist Ärztin und Hebamme aus Berufung. Seit Jahrzehnten setzt sie sich dafür ein, dass Frauen ihre Selbstbestimmung bei der Geburt, nicht an einer Kliniktür abgeben müssen. Denn genau das passiert tagtäglich in Deutschland. Wir lesen es auch hier, bei Mamiweb, immer wieder. Wie oft erzählen Mütter von Geburten, die vorangetrieben werden sollten, von Einleitungen, weil nach Kalender gearbeitet wird, von daraus resultierenden Komplikationen, letztendlich durchgeführten Kaiserschnitten und Müttern, die mit dem Gefühl, versagt zu haben, sich nicht mehr vertrauen zu können, zurückbleiben und oft genug, später, in eine weitere Schwangerschaft gehen, in die sie keinerlei Selbstvertrauen mehr, in sich und ihren Körper mitnehmen? Statistiken zeigen, dass die Hausgeburten in Deutschland weit geringere Zahlen an Komplikationen unter Geburt nachweisen, als vergleichsweise Klinikgeburten. Unsicherer ist die Hausgeburt also keinesfalls. Aber sie könnte zur Gefahr für die Kliniken werden, die in der heutigen Zeit darum kämpfen müssen, ihre Betten voll zu kriegen, ihre Stationen nicht schließen zu müssen. Allein aus wirtschaftlichen Interessen, muss da natürlich die Hausgeburt als „Fluch“ dargestellt werden, der den „Segen“ Klinikgeburt bedroht. Warum kämpfen Hausgeburtsebammen in den letzten Jahren um ihre Existenz? Ganz sicher nicht, weil Frauen lieber in Kliniken gehen, um dort zu gebären. Ein Trend zeigt, dass immer mehr Eltern der Hausgeburt vertrauen und ihre Kinder gern zu Hause auf die Welt kommen lassen würden. In Begleitung einer erfahrenen Hebamme, die bei Komplikationen umgehend die Verlegung in die Klinik veranlasst. Aber jedes Kind, das zu Hause geboren wird, bedeutet eben auch, dass für dessen Geburt keine Klinik mit verdient. Der Berufsstand der freiberuflichen Hebamme, die auch Hausgeburten begleitet, wird systematisch zerstört. Entweder die Hebammen in die Kliniken zwingen und sie Ärzten unterstellen – die wohlgemerkt allein keine Geburt begleiten dürfen – oder ausrotten, damit von dieser Seite aus, keiner Klinik mehr Gefahr droht, Gelder aus Geburten zu verlieren. Also musste man dafür sorgen, dass die Hausgeburtshebammen daran gehindert werden, ihren Beruf auszüben. Durch Angstmache bei den Eltern schaffte man es nicht. Also musst man den Hebammen wirtschaftlich das Genick brechen. Immer wieder Erhöhungen der Haftpflichtversicherungsbeiträge und letztendlich der Wegfall dieser Versicherungsmöglichkeit. Wenn keine Versicherungsgesellschaft mehr Haftpflichtversicherungen für Hebammen anbietet, können diese sich auch nicht mehr versichern und sind gezwungen, da sie nur mit Versicherung arbeiten dürfen, entweder ihren Beruf aufzugeben oder ausschließlich Klinikgeburten zu betreuen, für die sie von den Kliniken versichert sind. Die Hexenjagd findet also schon seit Jahren statt und rottet den Berufsstand aus. Was hat das mit Anna zu tun? Wie kann man am besten dazu beitragen, dass Eltern aufhören, das Recht auf Hausgeburt einzufordern? Natürlich, man muss ihnen nur implantieren, wie gefährlich das ist. Anna wird hier von Prozessführenden und Medien vorgeführt, als sei sie eine gewissenlose Mörderin. All ihre persönlichen Statistiken, die jede noch so gute Geburtsstation in den Schatten stellt, da die Kinder unter Annas Begleitung sicherer und gesünder auf die Welt kamen, werden ignoriert. Die Presse, die eben nicht, wie beispielsweise Heviane, in der Verhandlung dabei war, stützt sich auf Hörensagen. Und der Mensch liebt in der Regel Schlagzeilen. „Böse Hebamme hat Kind auf Gewissen“ macht sich da doch weit besser als „Hebamme wird zu Unrecht angeklagt, da Kind in Hausgeburt starb“. Ich weiß, wie es für Eltern ist, ein Kind zu verlieren, in der Trauer auch nach einem Schuldigen zu suchen, weil es dann einfacher ist, mit dem eigenen Schmerz umzugehen. Aber ich muss mir auch immer vor Augen halten, dass es manchmal eben nicht nur zu Schicksalsschlägen kommt, weil jemand versagt hat. Und ich muss fair sein, meine eigene Mitverantwortung erkennen. Die Eltern des kleinen Mädchen wollten auf jeden Fall den KS vermeiden. Sie sind auf Anna zugekommen, sie sind nicht nur ein paar hundert Kilometer zu ihr gefahren, sie haben eine Entfernung von weit mehr als tausend Kilometer auf sich genommen, weil sie mit Anna entbinden wollten, einer der wenigen Koryphäen, die eine große Erfahrung bei der spontanen Entbindung einer BEL besitzt. Es war also eine bewusste und geplante Entscheidung der Eltern, die von ihnen gründlich durchdacht und geplant wurde, denn sonst hätten sie dies alles nicht so vorbereiten können. Ich sage nicht, dass damit die Eltern Schuld am Tod des Kindes haben. Damit will ich nur sagen, dass es eben von ihrer und Annas Seite nur beidseitig den Willen gab, dem kleinen Mädchen die Chance zu geben, natürlich auf die Welt kommen zu können. Die Chronologie von Annas begleiteten Geburten zeigt, dass sie keine unnötigen Risiken einging, dass sie stets richtig handelte, denn sonst wären in den Jahrzehnten ihrer Tätigkeit, gerade aus der Tatsache heraus, dass sie auch oft kompliziertere Geburten begleitete, keine Statistik entstanden, die – bis 2008 – so makellos war. Was die belastenden Gutachten im Prozess betrifft, spricht es wohl eine eigene Aussage, wenn diese von Experten getroffen wurden, die die Hausgeburt gern als Vergangenheit sehen würden. Ja, ich bin davon überzeugt, dass Anna und ihre Existenz hier stellvertretend für einen ganzen Berufsstand zerstört werden. Zugunsten der Klinikentbindungen und zum Nachteil der Eltern, die sich selbstbestimmt für eine Hausgeburt entscheiden wollen. Wir alle werden, aus wirtschaftlichen Interessen im Gesundheitswesen manipuliert, in Ängste und Fremdbestimmung getrieben, gehen dagegen nicht an, nicht auf die Straße und demonstrieren, teilen bei FB lieber Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern, als die Manipulationen und Fremdbestimmungen, unter deren Scheffel wir gedrückt werden. Und Anna, so pathetisch das nun auch klingen mag, ist für mich dabei eine Märtyrerin. Leider. Denn ich bin fest überzeugt, dass sie darauf gern verzichten würde, dafür aber immer noch Eltern und Kinder auf dem sanfteren und nicht unsichereren Weg für den Start ins Leben begleiten dürfte. Aber solange wir alle die Manipulationen akzeptieren, die uns die Hebammen von unserer Seite wegnehmen, die uns bestärken, uns selbst zu vertrauen, wird die Hexenjagd ungehindert weitergehen und sicherlich noch mehr Opfer fordern, wie hier Anna.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 17.10.2014
34 Antwort
@Heviane wie kann man denn Anna helfen?
fela2005
fela2005 | 17.10.2014
35 Antwort
@fela2005 Nur durch Gedspenden . alles andere müssen die Anwälte machen und die kosten eben viel Geld!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 17.10.2014

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