Spielideen für Babys ab 15 Monaten

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Besonders beliebt im Herbst: Kastanientiere basteln
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Besonders beliebt im Herbst: Kastanientiere basteln

Mit 15 Monaten hat dein Kind in der Regel seinen nächsten Entwicklungsschub hinter sich. Höchste Zeit also, einmal die Spiele und Beschäftigungsstrategien zu überarbeiten. Was deinem Kind in dieser Zeit gefällt und worauf du achten solltest, erfährst du hier.
Was du hier lesen kannst:
  • Bewegungsspiele
  • Gespräche
  • Abenteuerspielplatz draußen
  • Rollenspiele
  • Zeigespiele
  • Verstecken spielen
  • Kurze Zeichentrickfilme
  • Kinderreime und Kinderlieder
  • Dem Kind die Natur näher bringen

Bewegungsspiele

Alles, was irgendwie mit Bewegung zu tun hat, finden Kinder in dieser Phase ganz toll. Hierbei ist es vollkommen egal, ob es darum geht, mit anderen Kindern zusammen zu spielen, zu balgen, Treppen hinauf- und wieder hinabzusteigen, auf einer kleinen Mauer zu balancieren und hinunterzuspringen oder über Tische und Bänke zu gehen. Alles was irgendwie mit Bewegung zu tun hat, interessiert dein Kind und viele Dinge, wie zum Beispiel die Couch, eine Treppe oder Ähnliches, laden dein Kind regelrecht dazu ein, sie als Klettergerüst zu benutzen. Da dein Kind in diesem Alter einen enormen Bewegungsdrang hat, solltest du ihm helfen, diesen auch tatsächlich auszuleben, indem du mit deinem Kind regelmäßig auf einen Spielplatz gehst oder dort, wo es sich sonst draußen wirklich austoben lässt.

Gespräche

Wann immer dein Kind dich anspricht und irgendetwas versucht, dir klarzumachen, solltest du dir die Zeit nehmen herauszufinden, was dein Kind dir sagen möchte. Natürlich ist dies zu Anfang nicht ganz einfach, da sich die meisten Kinder auf wenige Worte und das grob in die Richtung zeigen beschränken. Trotzdem wirst du feststellen können, dass dein Kind viel Spaß daran hat, dich auf Dinge aufmerksam zu machen oder zu versuchen, dir Sachen begreifbar zu machen.
Der einzige Haken an dieser Geschichte ist, dass dein Kind noch nicht die nötige Geduld hat, um sich in langen Erklärungen zu ergehen. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass dein Kind relativ schnell ungeduldig reagiert und auch frustriert darüber ist, dass du es nicht verstehst. Hier hilft nur, sich Mühe zu geben und jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um das Verständnis zwischen euch beiden zu fördern. Wann immer möglich, solltest du dein Kind ansprechen und mit ihm über bestimmte Dinge reden. Auch solltest du immer alles erklären, was du tust und auch hin und wieder deinem Kind einfach einmal sagen, was es selbst gerade macht, damit es lernen kann, wie die dafür notwendigen Worte sind und wie man sich am besten ausdrückt. Du wirst feststellen können, dass dein Kind viel Spaß daran hat, mit dir über die ersten kleinen Begebenheiten zu reden.

Abenteuerspielplatz draußen

Kinder lieben es, im Freien zu sein. Darüber hinaus wirst du vermutlich schon festgestellt haben, dass der Bereich, in dem sich dein Kind bewegt, nun Stück für Stück größer wird. Meist bleibt es trotzdem noch in Sichtweite und geht vielleicht nur wenige Schritte von dir weg, doch das wird sich in der nächsten Zeit ändern. Grundsätzlich solltest du deinem Kind viel Möglichkeit geben die Umgebung zu erkunden und an einem nicht gefährlichen Platz auch einmal allein auf Entdeckungsreise gehen zu können. Hierzu bietet es sich an, in einen Park oder auf einen großen Spielplatz zu gehen und dein Kind einfach laufen zu lassen. Natürlich musst du es weiterhin im Auge behalten, damit ihm nichts passiert, doch du musst nicht mehr permanent hinter deinem Kind stehen und auf jeden seiner Schritte aufpassen. Lass es den Spielplatz erkunden ohne, dass du direkt hinter oder neben ihm stehst. Wenn dein Kind Hilfe braucht oder vor etwas Angst bekommt, wirst du dies sicher sehen oder dein Kind kommt vielleicht sogar zu dir zurück.

Auch kannst du deinem Kind eine wirkliche Freude bereiten, wenn du es in einem Tragerucksack oder einer Karre auch über eine größere Strecke durch einen Zoo oder einen Tierpark beförderst. Meistens gibt es hierbei so viel zu sehen, dass sich das Kind gar nicht daran stört, dass es gar nicht herumlaufen kann und vollkommen fasziniert von all den Dingen ist, die es zu sehen gibt. Nicht wenige Kinder können so über Stunden hinweg beschäftigt werden, indem sie einfach nur herumsitzen und die Welt bestaunen. Wenn du dein Kind zwischendurch dann auch noch ein wenig frei laufen lässt, dann hast du am Abend ein wahnsinnig zufriedenes und vor allem müdes Kind, das den Tag in der Regel sehr genossen haben sollte.

Rollenspiele

Noch immer sind Rollenspiele eine sehr beliebte Tätigkeit für dein Kind. Hierbei ist es egal, ob es mit seinen Puppen und Stofftieren dich oder seinen Vater imitiert oder ob es darum geht, Haushaltstätigkeiten nachzustellen. Du wirst feststellen können, dass dein Kind unglaublich kreativ darauf reagiert, sich Dinge auszudenken, die das Nachstellen von einfachen Tätigkeiten erleichtern.

Doch du kannst auch einfach dafür sorgen, dass du die Rollenspiele in produktivere Bahnen lenkst. So ist es durchaus möglich, das Kind tatsächlich beim Staubsaugen, Staub wischen, Kochen und Betten machen mithelfen zu lassen. Diese Tätigkeiten schulen sowohl die Grob- als auch die Feinmotorik deines Kindes und sind eine ganz eigene Dimension des Rollenspiels.

Um das Rollenspiel ganz allgemein zu unterstützen, kannst du natürlich auch in den diversen Spielwarenläden nach passendem Equipment suchen. So gibt es unter anderem Staubsauger für Kinder, die einem echten Staubsauger nachempfunden sind, Kinderküchen samt Zubehör, wie Töpfen, Pfannen, Pfannenwender, Besteck, Geschirr, Lebensmittel und sogar einem Spülbecken. Es gibt sogar Rasenmäher für Kinder und viele andere Dinge, die das Rollenspiel deines Kindes unterstützen. Ob es all diese Sachen nun wirklich braucht oder man dem Kind es einfach selbst überlässt, sich seiner Fantasie zu bedienen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vermutlich ist der beste Weg, wie so ziemlich immer, die goldene Mitte. Unterstütze dein Kind mit einigen Dingen in seinen Rollenspielen, lasse aber genug Freiraum, dass dein Kind sich hier oder da einmal anstrengen muss und mithilfe seiner Kreativität und seiner Fantasie sich eigene Möglichkeiten schaffen muss, um ein Rollenspiel passend mit Equipment auszustatten. Vermutlich wirst du überrascht sein, wie mühelos dies deinem Kind gelingt.

Zeigespiele

Da dein Kind von Tag zu Tag mehr Worte versteht und nun auch beginnt, Stück für Stück selbst zu sprechen, bietet es sich an, diese Fähigkeiten in einem Spiel weiter zu schulen. Wann immer ihr unterwegs seid, sei es im Haushalt oder draußen, kannst du dein Kind animieren, auf Dinge zu zeigen und diese zu benennen oder es dazu zu bringen, dass es dir Dinge zeigt, die du dann benennst. Hierbei könnt ihr euch ganz flexibel abwechseln und du solltest darauf achten, was dein Kind genau von dir möchte und seinen Wissensdurst als Geschenk des Himmels ansehen. Solche Momente werden dein Kind viel mehr Wörter lehren als alle inszenierten Unterrichtsversuche, die du womöglich schon unternimmst. Grundsätzlich sollte die Sprachentwicklung spielerisch unterstützt werden und du solltest Situationen, die sich dir bieten grundsätzlich immer ausnutzen.

Verstecken spielen

Auch das Versteckspiel wird eigentlich nie langweilig. Ihr könnt es einfach immer weiter mit neuen Regeln versehen, euch abwechseln und die Möglichkeiten, sich zu verstecken verändern, indem ihr einfach den Ort, an dem ihr Verstecken spielt, ändert. Auch ist es durchaus möglich, nicht sich selbst zu verstecken, sondern einfach irgendwelche Gegenstände, die der andere dann suchen muss. Der Kreativität und dem Einfallsreichtum sind hier weder deinem Kind noch dir irgendwelche Grenzen gesetzt. Je ausgefallener und lustiger das Spiel ist, desto begeisterter wird dein Kind mitspielen. Sollte es doch einmal keine Lust mehr haben, kannst du dein Kind einfach fragen, was es denn ansonsten tun möchte und auf seine Wünsche und Bedürfnisse eingehen.

Kurze Zeichentrickfilme

Da dein Kind in diesem Alter schon in der Lage ist, kurzfristig seine Aufmerksamkeit auf ein Medium zu richten, kannst du ihm durchaus den ein oder anderen kleinen Zeichentrickfilm zeigen. Die Zeitspanne sollte hierbei allerdings nicht allzu lang sein. Fünf bis zehn Minuten sollten vollkommen ausreichend sein, um dein Kind mit diesem Medium in Kontakt zu bringen. Den meisten Kindern macht das Fernsehen sehr viel Spaß, doch du solltest dich nicht dazu verleiten lassen, den Fernseher als Babysitter anzustellen. Gegen ein kurzes, kontrolliertes Programm ist nichts einzuwenden und es kann durchaus sehr positive Auswirkung auf neue Ideen deines Kindes haben. Vielleicht löst ein kurzer Film ganz neue Interessen bei deinem Kind aus, von denen es bisher gar nicht wusste, dass es sie hat.

Grundsätzlich lässt sich zum Medienkonsum nur sagen, dass er unter vernünftigen Gesichtspunkten und in einem vernünftigen Rahmen mit Sicherheit nicht schädlich ist. Du solltest dir aber tunlichst nicht angewöhnen, mit deinem Kind jeden Tag zu einer bestimmten Zeit ein Programm zu schauen, denn sonst wird dies zu einer Gewohnheit, die sich schwer ändern lässt. Darüber hinaus wirst du feststellen können, dass dein Kind immer fordernder werden wird, sobald das Fernsehen etwas Alltägliches geworden ist und versucht, die Zeit vor dem Fernseher immer weiter auszudehnen. Um dies zu verhindern, sollte der Fernseher nur hin und wieder zum Einsatz kommen, zu verschiedenen Tageszeiten und mit verschiedenen Dingen, die ihr euch anseht. Es ist durchaus möglich, auch ein kurzes Video mit Tieren zu sehen, denn es muss nicht immer ein richtiger Zeichentrickfilm sein. Auch das kannst du natürlich auf die Interessen deines Kindes abstimmen. Wenn du merkst, dass dein Kind unglaublich fasziniert von einem seiner Stofftiere ist, das vielleicht ein Affe oder ein Koalabär ist, dann könntest du deinem Kind doch einfach mal ein kurzes Video zeigen, in dem ein Affe oder ein echter Koala zu sehen ist. Hierzu bietet sich die Plattform YouTube geradezu an, da man dort haufenweise kurze Videos zu so ziemlich allem findet.

Kinderreime und Kinderlieder

Auch dies ist weiterhin ein Dauerbrenner in der kindlichen Entwicklung. Kinderreime und Kinderlieder gerade dann, wenn sie verbunden sind mit Bewegungen, finden fast alle Kinder ganz toll. Die meisten Bewegungen, der ihm schon lange bekannten Kinderreime und Kinderlieder sollte dein Kind mittlerweile im Schlaf beherrschen. Darum ist es an der Zeit, etwas Abwechslung ins Haus zu bringen. Es lohnt sich durchaus, nach neuen noch unbekannten Kinderliedern und Kinderreimen oder Bewegungsspielen zu suchen. Das Internet ist voll davon und meist reicht schon ein kurzer Besuch bei Google aus, um die gewünschten Ergebnisse zu finden. Sollte dein Kind zu den wenigen gehören, die keinen Spaß an Kinderliedern haben, so ist dies auch nicht schlimm. Du solltest ihm trotzdem hin und wieder eines dieser Kinderlieder anbieten. Anbieten heißt nicht, es versuchen zu zwingen. Wenn du merkst, dass dein Kind keinerlei Interesse hat, bei dem Lied oder Reim mitzumachen, dann solltest du diese Versuche kurz halten. Mit Druck erreicht man im günstigsten Fall gar nichts und im ungünstigsten Fall genau das Gegenteil von dem, was die ursprüngliche Intention war. Womöglich braucht dein Kind noch etwas länger, bevor es wirklich Interesse an dieser Art von Spielen findet und vielleicht wird es nie ein Interesse daran entwickeln. Ein möglicher Grund hierfür wäre, dass dein Kind womöglich in anderen Bereichen als der sprachlichen und motorischen Entwicklung gerade enorme Fortschritte macht.

Dem Kind die Natur näher bringen

Grundsätzlich solltest du die Neugier deines Kindes direkt dafür nutzen, um ihm Dinge aus der Natur näher zu bringen. So kannst du zum Beispiel im Herbst mit deinem Kind Kastanien sammeln gehen. Die werden dann mit nach Hause genommen und ihr könnt gemeinsam lustige Figuren aus Kastanien und Zahnstochern bauen. Vielleicht nehmt ihr die Kastanien allerdings auch mit und fahrt am Wochenende in einen Tierpark, wo ihr die Kastanien womöglich schon bald an ein paar Tiere verfüttern könnt. Du kannst dein Kind ebenfalls Erdbeeren sammeln lassen und womöglich kannst du ihm sogar zeigen, dass man diese direkt vom Strauch essen kann. Hierbei solltest du natürlich darauf achten, dass dein Kind nicht zu viel isst und die Erdbeeren an einem geschützten Ort stehen und nicht mit Pestiziden behandelt worden sind. Ebenso verhält es sich mit Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und was man sonst so draußen in der Natur finden kann. Wie gesagt sollte man immer ein wenig darauf schauen, wo man die Sachen findet und durch was sie womöglich belastet sind. Unter Umständen bietet es sich auch eher an, sie in eine kleine Schale zu tun, mit nach Hause zu nehmen, dort abzuwaschen und erst dann zu verzehren. Dies muss im Einzelfall entschieden werden.

Bei allem, was du sammelst und verzehrst, musst du aber unbedingt darauf achten, dass du dir auch ganz sicher bist, dass es auch tatsächlich essbar ist. Im Zweifelsfall bitte lieber stehen lassen und es nicht essen. Es bringt niemanden etwas, wenn du versuchst, Bärlauch zu sammeln. dabei aber die giftigen Schneeglöckchenblätter erwischst, da diese den Bärlauchblättern recht ähnlich sind. Es gibt einige Pflanzen in Deutschland, die leider nicht ganz einfach zuzuordnen sind und von diesen sollte man grundsätzlich, wenn man nicht die passende Ausbildung hat, die Finger lassen. Auch wichtig hierbei ist es übrigens, dass du deinem Kind erklärst, dass es nicht alles, was irgendwie interessant aussieht, in den Mund stecken darf. Je früher du mit dieser Ausbildung deines Kindes beginnst, desto besser ist es. Gerade wenn du deinem Kind zeigst, dass es Beeren gibt, die man essen kann, solltest du deinem Kind auch ganz deutlich machen, dass es auch Beeren gibt, die man nicht essen kann. Es bringt hierbei übrigens nichts, wenn du deinem Kind erklärst, dass Beeren, die nicht essbar sind einfach eklig schmecken. Das mag bei einigen Beerensorten tatsächlich der Fall sein, doch wenn wir uns die Tollkirschen ansehen, dann stimmt dies nur bedingt. Tollkirschen sehen aus wie leckere kleine Snacks und wer schon einmal eine Tollkirsche probiert hat der weiß, dass diese recht gut schmecken. Dummerweise reichen schon wenige Tollkirschen aus, um eine ernste Vergiftung zu erleiden. Übrigens sind bei Tollkirschen nicht nur die Früchte giftig. Die gefährlichen Stoffe befinden sich in allen Pflanzenteilen.

Im Spätherbst lassen sich in der Regel auch sehr gut Tannenzapfen sammeln, mit denen man wiederum entweder Tiere füttern oder für Weihnachtsdekoration nutzen kann. Eigentlich lässt sich so über das ganze Jahr hinweg das Kind gut beschäftigen und gleichzeitig lernt es viel über seine Umwelt. Solltest du selbst hierbei nicht ganz sicher sein, so gibt es Kurse und Bücher, die auch der jungen Mutter oder dem jungen Vater Einblicke in die Natur geben und helfen, dem Kind seine Umgebung näherzubringen. Es lohnt sich auf jeden Fall und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja selbst noch etwas, was dir so viel Spaß macht, dass du es von nun an jedes Jahr tun möchtest.
[KaKra]

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