Mit Kindern Winterfutter für das Wild sammeln

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Das Wild braucht Winterfutter
Das Wild braucht Winterfutter
AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 07.12.2019Mehrfache Mutter
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Wenn der Herbst Einzug hält und die Kastanien beginnen, zu fallen, dann ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um Winterfutter für die Tiere zu sammeln. Was du beachten solltest, bevor du losziehst, um Kastanien und Eicheln zu sammeln, das erfährst du hier im Artikel.

Inhalt des Beitrags:
  1. Futterbedarf vorhanden?
  2. Schilder beachten
  3. Nichts beschädigen
  4. Förster, Tierpark und Co.

Futterbedarf vorhanden?

Es ist immer eine gute Idee, Wildtiere über den Winter helfen zu wollen. Doch wie bei vielen guten Ideen ist es unglaublich wichtig, dass man hier seine Energie nicht in unnütze Bahnen lenkt, sondern das Ganze mit Sinn und Verstand angeht. Aus diesem Grund ist es auch beim „Winterfutter sammeln“ absolut erforderlich, dass als erstes herausgefunden wird, ob überhaupt ein Bedarf für Winterfutter besteht. Das einfachste, um dieses zu ermitteln, ist einfach mit dem örtlichen Förster und der Verwaltung von Wildgehegen, Tierparks und Ähnlichem kurz zu telefonieren und diese über das Vorhaben zu informieren, dass ihr Tierfutter zu sammeln wollt, um es dann zur Verfügung zu stellen. Der große Vorteil bei diesem Vorgehen ist, dass zuerst einmal geklärt wird, ob überhaupt ein Bedarf besteht, denn nichts ist enttäuschender, als stundenlang Dinge gesammelt zu haben, die dann hinterher keiner mehr haben will. Darüber hinaus ist beim Gespräch mit den Verantwortlichen auch in Erfahrung zu bringen, was diese besonders gern sehen oder noch brauchen können. Somit ist eine gezielte Absprache dessen, was gesammelt werden soll auch möglich. Es kann gut sein, dass man mehrere Stationen durch telefonieren muss, bis man jemanden findet, der Interesse hat. Hat man jemanden, der Interesse hat, gefunden und weiß was diese gerne haben würden, dann steht eigentlich dem Sammeln nichts mehr im Wege.

Schilder beachten

Auch wenn es selten vorkommt, so gibt es doch tatsächlich Orte, an denen das Sammeln von Baumfrüchten nicht so gerne gesehen wird und vielleicht sogar untersagt ist. Hier sollte man auf jeden Fall dafür sorgen, dass man dies im Vorfeld auch schon einmal in Erfahrung bringt und vor allem vor Ort auf Hinweisschilder achtet. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass wenn nirgendwo ein Schild steht, dass niemand etwas sagt, wenn jemand beginnt Kastanien und Eicheln auf zu sammeln und man davon ausgehen kann, dass dies auch nicht verboten ist. Aufpassen muss man hier vor allem bei privaten Anlagen, hier sollte man den Besitzer am besten fragen. Gerade in den meisten Parkanlagen wird das Sammeln von Kastanien und Ähnlichem gerne gesehen, denn dies reduziert stark den Wildwuchs, der womöglich sonst zu größeren Kosten und Arbeiten im Frühjahr führen kann.

Nichts beschädigen

Gerade beim Kastaniensammeln oder Eicheln sammeln ist es allerdings ganz wichtig, zu verstehen, dass man nur das sammeln darf, was auf dem Boden liegt und man nichts aus den Bäumen herausreißen darf. In der Regel sehen es die Stadtverwaltungen und die zuständigen Behörden, die für die Gesundheitserhaltung der Bäume zuständig sind nicht besonders gern, wenn die Kastanien aus den Bäumen herausgeschlagen werden. Natürlich machen sich Kinder in der Regel keine Gedanken darüber, dass ein starker Ast, den sie in die Blattkronen der Bäume werfen, dort womöglich starke Schäden anrichten kann. Kinder sehen in der Regel nur, dass durch das Werfen von dicken Ästen weitere Kastanien herunterfallen und sie so besser und mehr sammeln können. Allerdings können durch dieses werfen von großen Ästen gesunde Zweige verletzt werden und durch diese Verletzungen eine Angriffsfläche für verschiedene Baumerkrankungen und Pilze entstehen. Auch plötzlicher Frost kann durch die Wunden, die den Bäumen durch das Werfen von großen Stöcken zugefügt worden, leichter ins Holz eindringen und kann hier zu großen Schäden bis hin zum Absterben des Baumes führen. Es ist dementsprechend unglaublich wichtig, den Kindern schon möglichst früh zu verdeutlichen, dass sie auf keinen Fall ein derartiges Vorgehen an den Tag legen dürfen, da sie so im schlimmsten Fall vielleicht im nächsten Jahr keinen Baum mehr haben, der neue Kastanien produziert. Natürlich reizen die Früchte, die Kinder denn schließlich würden sie auch die, die noch in den Bäumen hängen sehr gerne einsammeln. Aber vielleicht hilft es ja einfach, wenn du versuchst, deinen Kindern klarzumachen, dass wenn die Früchte wirklich reif sind, sie irgendwann schon herunterfallen und das man halt etwas Geduld braucht, aber so sie auch häufiger hier zum sammeln herkommen können.

Die Kastanien und Eicheln sollten übrigens nicht einfach in irgendwelche Plastikbeutel geworfen werden, sondern am besten in atmungsaktive Beutel aus Stoff oder Jute. Perfekt wäre es natürlich, wenn man die eingebrachte Beute zu Hause irgendwo zum Trocknen ausbreiten könnte, sodass nicht möglich ein Schimmelbefall die ganze Arbeit zunichtemacht.

Förster, Tierpark und Co.

Hat man genug gesammelt, bringt man das gesammelte Futter einfach zum Förster oder zum Wildpark, wo die Kinder vielleicht sogar bei einer Fütterung zusehen dürfen oder ein paar weiterreichende Informationen über die Tiere und den Winter bekommen können. Vielleicht erfahren sie auch, welche Tiere überhaupt zusätzlichen im Winter gefüttert werden müssen und warum das so ist. In manchen Bereichen hat man es hier sogar mit ganz netten Menschen zu tun, die vielleicht sogar bereit sind, die Kinder mal zu einer Fütterung mitzunehmen. Grundsätzlich ist das Sammeln für eine winterliche Tierfütterung in der Regel für die meisten Kinder ein großer Spaß und du solltest dies mit allen Kindern ab und an einmal tun, denn neben der Tatsache, dass sich die Tiere in der Regel über das zusätzliche Futter freuen werden, zeigst du deinen Kindern auch gleichzeitig etwas Verantwortungsgefühl und bringst die Flora und Fauna etwas näher.

 

[KaKra]

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