Ernährungstipps für mehr Wohlbefinden zu den Festtagen

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Auch so kann ein Kuchen gegessen werden:)
Auch so kann ein Kuchen gegessen werden:)
AutoreninfoErnährungsberaterin Lala
aktualisiert: 05.11.2019Ernährungswissenschaftlerin
Ernährung, Gesundheit, Familie

An den Festtagen ist das Schlemmen vorprogrammiert, doch man sollte einiges beherzigen, wenn man nicht will, dass es einem nach dem Schlemmen richtig schlecht geht. Welche Dinge, das sind, das erklären wir dir gleich hier in diesem Artikel.

 

Inhalt des Beitrags:
  1. Kleine Portionen
  2. Gesunde Zutaten
  3. Sättigende Speisen
  4. Nervosität und Stress bekämpfen
  5. Auf Frittiertes verzichten
  6. Keine Süßigkeiten auf nüchternem Magen
  7. Langsam essen

Kleine Portionen

Gerade an Feiertagen, wenn auf uns eine Schlemmerei nach der nächsten wartet, ist es wichtig, dass wir nicht der Versuchung erliegen, uns den Bauch übervoll zu schlagen. Häufig sind gerade diese Gerichte die, die an Feiertagen serviert werden, die auch besonders energie- und kalorienreich und bringen somit unser Verdauungssystem ganz schnell an die Grenzen dessen, was es zu leisten imstande ist. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, über den Tag verteilt kleinere Portionen zu sich zu nehmen. Dieses Vorgehen sorgt nicht nur dafür, dass wir weniger viel zu kalorienreiche Nahrung in uns hineinstopfen, sondern gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass der Blutzuckerspiegel den ganzen Tag über mehr oder weniger konstant gehalten wird, was in der Regel dazu führt, dass wir deutlich belastbarer sind, als wir es wären, wenn wir uns einmal am Tag den Bauch so richtig vollschlagen. Auch sollte das Frühstück nicht ausgelassen werden, da dieses in der Regel gesund sein sollte und es dir die nötige Kraft für den Tag gibt.

Gesunde Zutaten

Ein Festtagsgericht muss nicht unbedingt ungesund sein und man kann bei ihm durchaus auch auf gesunde Zutaten achten. Gerade beim Backen von Kuchen und Keksen lassen sich ganz leicht gesündere Alternativen zu dem ewig gleichen einerlei finden, die nicht nur gut schmecken, sondern in der Regel auch deutlich gesünder sind. Wenn möglich sollte man großzügig auf Nüsse zurückgreifen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man auf Haselnüsse, Walnüsse oder Mandeln zurückgreift, wichtig ist nur, dass man wirklich großzügig bei der Verwendung mit Nüssen ist. Auch Zucker lässt sich in der Regel grundsätzlich ganz einfach reduzieren, indem man einfach die Hälfte des Zuckers durch Agavendicksaft ersetzt. Dieser ist langsamer verdaulich und nährstoffreicher als reiner Industriezucker. Greift man dann anstelle von Weißmehl noch auf Vollkornmehl zurück, werden auch die Kekse nährstoffreicher und geschmackvoller. Natürlich kann man auch Weißmehl und Vollkornmehl einfach mischen und bekommt wieder eine interessante Alternative zu den üblichen Weißmehlkeksen oder Vollkornkeksen. Darüber hinaus kann man auch Butter beim Backen verwenden, da diese als Geschmacksverstärker wirkt, aber deutlich weniger auf das Gewicht Einfluss nimmt, als Zucker das tut. Wenn man also irgendwo Kalorien sparen möchte, dann sollte man dies unbedingt am Zucker tun und die Butter womöglich unangetastet lassen.

Sättigende Speisen

Gerade an den Feiertagen neigen wir dazu, vor allem solche Dinge zu uns zu nehmen, die kein bisschen satt machen und von denen wir dann im Endeffekt große Mengen essen müssen, um satt zu werden, die uns aber in der Regel nicht lange satt halten. Es ist aus diesem Grund extrem wichtig, auch an den Festtagen dafür zu sorgen, dass man sättigende Speisen zu sich nimmt. Dies können zum einen Vollkornprodukte aber auch Milchprodukte sein, vor allem dann, wenn sie mit normalen Fettgehalt zubereitet wurden und man auf die fettreduzierten Varianten verzichtet. Es sollte dringend darauf verzichtet werden, an Festtagen nur Speisen zu sich zu nehmen, die weder lange satt machen, noch sonderlich gesund sind, da dies in der Regel zu einem erhöhten Stresspensum, früherer Müdigkeit und einer deutlich gesenkten Belastbarkeit an diesen Tagen führt.

Nervosität und Stress bekämpfen

Gerade an den Feiertagen ist nicht unüblich, dass sich Nervosität und Stress bei allen Beteiligten einstellt. Ein ganz einfacher Trick, mit dieser Festtagsnervosität und diesem Festtagsstress umzugehen, ist es, ganz einfach zum Frühstück eine Haferschleimsuppe zu essen und am Nachmittag einen Tee aus Passionsblume zu trinken. Beides bekämpft die Nervosität und mildert den Stress ab, der sich im Zuge der Feiertage in der Regel bereits irgendwo einschleicht. Übrigens sind hiervon nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder betroffen, die in der Regel ebenfalls nicht besonders gut auf den Stress reagieren.

Auf Frittiertes verzichten

Wenn möglich sollte immer auf Frittiertes verzichtet werden. Es ist immer besser, eine Speise zu braten, sie zu rösten oder zu grillen, bevor man sie einfach in heißes Fett wirft und der so lange drin lässt, bis sie fertig ist und vor Fett trieft. Fette und frittierte Speisen können Sodbrennen hervorrufen und belasten in der Regel stark den Stoffwechsel. Dies hat seinen Grund in den gesättigten Fettsäuren, die in diesem Essen zu finden sind. Darüber hinaus saugen sich frittierte Dinge, mit einer unglaublichen Masse an Fetten voll, sodass es immer grundsätzlich besser ist, auf das Frittieren zu verzichten. Grundsätzlich ist Fett aber nicht gleich Fett. Wichtig ist, zu verstehen, dass die Qualität des Fettes eine bedeutende Rolle spielt. Pflanzenöle zum Beispiel werden in der Regel sehr gut vertragen und können den Organismus durchaus unterstützen. Tierische Fette hingegen, die meist in Form von Fleisch oder Wurst vorliegen Schaden unserem Körper oft mehr, als sie helfen. Aus diesem Grund sollte man gerade auch zu den Festtagen auf allzu fettes Fleisch verzichten und lieber mageres Fleisch wählen, dass mit Pflanzenölen zubereitet wird. Zu einem vernünftigen Festtagsgericht sollte auch immer eine ordentliche Portion Gemüse gehören, das möglichst frisch und Vitamin schonend zubereitet ist. Olivenöl eignet sich häufig hervorragend, um es nicht nur für Salate, sondern auch zum Braten oder Einlegen zu benutzen.

Keine Süßigkeiten auf nüchternem Magen

Süßigkeiten sind natürlich immer lecker und dabei spielt es keine große Rolle, ob man schon etwas gegessen hat oder nicht. Allerdings sollte man wissen, dass eine Süßigkeit auf nüchternen Magen eine verheerende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat und diesen enorm belastet. Leckereien auf nüchternen Magen können zu Stimmungsschwankungen und Leistungsabfall führen und so diverse Probleme auslösen. Wenn es unbedingt süße Speisen sein sollen, dann sollten sie als Nachspeise gegessen werden. Auch möglich ist es, einfach einige Nüsse wie Paranüsse oder Walnüsse zu naschen und erst dann auf etwas Süßes zurückzugreifen. Laut neuesten Studien wirken Nüsse durch ihre essenziellen Fettsäuren unterstützend auf eine Gewichtsregulation. Wer an einem empfindlichen Magen leidet, der kann morgens einfach eine Portion Müsli mit eingeweichten Leinsamen zu sich nehmen, da so die Magenwände gut eingeschleimt werden und süße und fette Speisen besser vertragen werden. Alternativ kann man natürlich auch einfach auf Süßigkeiten verzichten und auf gesunde Leckereien, wie kleine Obststückchen, Nüsse und Ähnliches zurückgreifen.

Langsam essen

Es gilt mittlerweile als belegt, dass Menschen, die besonders schnell essen und dabei wenig kauen in der Regel ein deutlich höheres Durchschnittsgewicht aufweisen, als Menschen, die langsam essen und sich für das Kauen genügend Zeit lassen. Aus diesem Grund ist es auch an den Festtagen unglaublich wichtig, lieber etwas langsamer zu essen und nicht die leckeren Gerichte nur in sich hinein zu stopfen. Was viele Menschen beim Essen häufig vergessen ist die Tatsache, dass die Verdauung schon beim Kauen anfängt und deshalb es unglaublich wichtig ist, jede Speise langsam und ordentlich durchzukauen, damit der Körper sie im Anschluss gut verwerten kann. Darüber hinaus hat der Körper bei langsamen Essen auch genügend Zeit, die entsprechenden Botenstoffe auszusenden, die dem Gehirn melden, dass der Magen voll ist und man endlich satt wäre. Bei Menschen, die alles nur in sich hineinschlingen wird dieser Moment viel zu häufig verpasst. Dies wiederum sorgt natürlich auch dafür, dass Menschen, die langsam essen deutlich weniger zu sich nehmen, da ihr Körper tatsächlich die Chance bekommt, frühzeitig ein Sättigungsgefühl an das Gehirn zu schicken, und diese aufhören können zu essen, lange bevor der Magen überdehnt ist und sie sich mit einem unangenehmen Völlegefühl herumschlagen müssen.

 

[KaKra]

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