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Endometriose und unerfüllter Kinderwunsch

endometriose
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Endometriose
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 18.05.2011Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie
Endometriose ist eine häufige Erkrankung, von der etwa zehn Prozent der Frauen im fruchtbaren Alter betroffen sind. Dabei handelt es sich um ein verirrtes Wachsen der Gebärmutterschleimhautzellen.

Da die Endometriose vielfältige und nicht immer typische Symptome zeigt, wurde ihr bis vor wenigen Jahren unzureichende Beachtung geschenkt. Fehldiagnosen waren die Folge.

Jüngere Forschungen haben jedoch das Wissen über diese Erkrankung so weit vervollständigt, dass Methoden zur Behandlung gefunden wurden.

Schleimhautzellen bilden sich überall

Normalerweise bilden und wachsen die Schleimhautzellen nur innerhalb der Gebärmutter. Bei der Endometriose können sich diese speziellen Zellen jedoch auch in anderen Gewebsarten ansiedeln, wie etwa in Darm, Blase, Muskulatur - eigentlich in allen Organen des Unterbauches. In seltenen Fällen gelangen sie bis zum Nabel, vereinzelt haben sich die Zellen sogar in der Lunge angesiedelt.

Formen der Endometriose

Es gibt unterschiedliche Formen der Endometriose, wobei man vorrangig zwischen zwei übergeordneten Kategorien unterscheidet:
  • Endometriosis genitalis interna (Verirrung der Zellen innerhalb des Gebärmuttertraktes)
  • Endometriosis genitalis externa (außerhalb der Gebärmutter oder des kleinen Beckens)

Vereinfacht dargestellt, verhärtet sich das Gewebe um die Zellenherde dort, wo sie sich ansiedeln. So kann elastisches Gewebe oder Stränge regelrecht erstarren. Die Ansiedlungen der Gebärmutterzellen außerhalb der Gebärmutter können lediglich kleine Herde bilden, die sich, im weiteren Verlauf, zu einer Art Narbengewebe entwickeln. In den Eierstöcken sind sie sogar häufig für die Zystenbildung verantwortlich.

Neue Studien

n neuesten Studien wurde ein weiteres Phänomen der Endometriose festgestellt. Während der Menstruation löst sich üblicherweise der obere Teil der Gebärmutterschleimhaut und blutet sozusagen mit ab. Die untere Schicht der Gebärmutterschleimhaut, Basalis genannt, verbleibt in der Gebärmutter. Aus ihr bildet sich während der ersten Hälfte des neuen Zyklus eine neue, obere Schleimhautschicht. Durch verschiedene biochemische Abläufe wird bereits ab dem Eisprung durch Freisetzung des Hormons Progesteron verhindert, dass die Basalis während der Menstruation “eintrocknet”. Gleichzeitig erhält das Progesteron die Basalis auch und sorgt mit dafür, dass sich die neue Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation wieder aufbaut.

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