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5 Barrieremethoden zur Verhütung

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Kondom - Barriere für die Spermien
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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 22.11.2010Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Als Barrieremethoden bezeichnet man Verhütungsformen, bei denen die Spermien daran gehindert werden, die Eizelle zu befruchten. Dies geschieht entweder durch Abtöten oder durch Blockade des Weges zur Eizelle.

Man unterscheidet bei der Verhütung zwischen hormonellen Methoden, die durch ihre hormonelle Einwirkung auf den Körper Einfluss nehmen, um den Eisprung oder eine Einnistung der befruchteten Eizelle zu verhindern und Barrieremethoden. Letztere beziehen ihre Wirkung direkt auf die Spermien, indem sie sie von einer möglichen Befruchtung abhalten, sei es einfach als Wegsperre oder auch abtötend. Die Frage, welches Verhütungsmittel sich am, besten eignet, ist meist nicht pauschal zu beantworten. Kein Körper ist wie der andere, jede Frau reagiert unterschiedlich und so kann eine Verhütungsmethode für die eine Frau die optimale Lösung sein, während sie für eine andere nicht in Frage kommt. Grundsätzlich sollte mit einem Arzt abgeklärt werden, welches Verhütungsmittel sich im Einzelfall am besten eignet.

Das Präparat der Wahl sollte möglichst zuverlässig sein. Die Verlässlichkeit des jeweiligen Verhütungsmittels wird mit dem Pearl-Index angegeben. Dies ist ein statistischer Wert, bei dem 100 Frauen ein Jahr lang dieses Verhütungspräparat nutzten. Liegt der Pearl-Index bei 2, so sagt dies aus, dass in diesem Jahr zwei der Frauen, die ausschließlich das Verhütungsmittel anwendeten, schwanger wurden (Verwendungsfehler ausgenommen).

1. Kondom für den Mann
Das Kondom gehört zu den ältesten, bekannten Verhütungsmitteln der Menschheit. Auch wenn sich seit der Antike das Material verändert und die Methode damit an Sicherheit gewonnen hat. Üblich sind heute vor allem Kondome aus Latex- und Kautschuklegierungen. Es gibt eine Bandbreite an verschiedenen Modellen mit unterschiedlichen Beschichtungen und Oberflächen. Das Kondom wird über den erigierten Penis gestreift und fängt den Samenerguss auf, so dass das Sperma nicht in die Scheide gelangt. Außer vor ungewollter Schwangerschaft kann das Kondom auch vor einigen Geschlechtskrankheiten schützen. Grundsätzlich sollte ein Kondom nur dann als Verhütungsmittel verwendet werden, wenn es ein Prüfsiegel trägt, was bei vielen, so genannten "Fun-Kondomen", nicht der Fall ist.

Kondome sind vielerorts erhältlich, bei Automaten, Drogerien, Apotheken, Supermärkten oder auch Katalogen und Internet.
Die Verlässlichkeit des Kondoms, bei vorausgesetzter korrekter Anwendung und geprüfter Qualität, liegt bei einem Pearl-Index von ca. 2,0 bis 12,0. Geprüfte Kondome gibt es in unterschiedlichen Preisklassen, beginnend ab etwa 0,50 Euro pro Stück.

2. Zäpfchen, Gel, Creme
Diese spermiziden Präparate zählen zu den chemischen Verhütungsmitteln. Sie setzen sich aus Sperma abtötenden Wirkstoffen zusammen und werden vor dem Geschlechtsverkehr möglichst tief in die Scheide eingebracht. Dies kann bereits 10 bis 20 Minuten vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr nötig sein, um die volle Wirksamkeit zu entwickeln. Durch sehr häufige und langfristige Anwendung dieser Verhütungsmittel ist eine Veränderung der Vaginalschleimhaut möglich. Ebenfalls kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Da die Zuverlässigkeit der chemischen Verhütungsmittel lediglich bei einem Pearl-Index von 3,0 bis 21,0 liegt, wird eine Kombination aus chemischen Verhütungsmittel und beispielsweise Diaphragma empfohlen. Die Kosten der chemischen Verhütungsmittel belaufen sich auf etwa 5,- bis 15 Euro, je nach Packungsgröße und Stückzahl.

In diesem Artikel:

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