Warum sollten Milchzähne möglichst lang erhalten bleiben?

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Gesunde Milchzähne sind wichtig.
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Gesunde Milchzähne sind wichtig.

Ist es wirklich so wichtig, dass Milchzähne so lang wie möglich erhalten bleiben, oder dürfen sie problemlos auch früher ausfallen?

Wir schauen einmal auf eine andere Seite, warum gerade Milchzähne so lange es geht, an ihrem Platz bleiben sollten.

Möglichst lang ein tadelloses Gebiss zu haben, ist nicht nur ästhetisch von Vorteil, sondern auch gesundheitlich sehr wichtig. Dies gilt bereits für die Milchzähne. Sie fallen ab etwa dem Vorschulalter aus und werden, im Laufe der nächsten Jahre durch die Zähne des bleibenden Gebisses ersetzt. Nicht selten kommt es vor, dass bereits Milchzähne geschädigt sind, bevor sich der zweite Zahn an seine Stelle schieben kann. Zahnärzte versuchen dann, sofern die Schädigungen es noch zulassen, den Milchzahn möglichst lang zu erhalten und das hat triftige Gründe.

Milchzähne als Platzhalter

Abgesehen von ernährungsbedingter Wichtigkeit für das Kauen, sind Milchzähne auch Platzhalter der zweiten Zähne. Im Laufe der Zeit, wenn sich der zweite Zahn immer mehr aus seinem Zahnkeim entwickelt und schließlich in Richtung seines vorgesehenen Platzes schiebt, wird die Wurzel des Milchzahns nach und nach resorbiert. Dadurch verliert der Milchzahn auch seinen Halt im Kiefer, fängt an zu wackeln und fällt aus. Zurück bleibt der vom neuen Zahn benötigte freie Platz.

Zähne schieben sich so durch den Gaumen, wie sie den geringsten Widerstand haben. Bietet sich ihnen ein Platz, der großzügig und leichter einzunehmen ist, werden sie sich auch am ehesten dorthin schieben. Diese Fähigkeit behalten sie auch dann , wenn sie bereits sichtbar durch das Zahnfleisch getreten sind. Verliert ein Kind nun einen Milchzahn sehr frühzeitig, entsteht eine Lücke im Gebiss. Die benachbarten Zähne kippen langsam in diese Lücke und schieben sich unter Umständen soweit hinein, bis die Lücke fast geschlossen erscheint.

Eine Kettenreaktion entsteht

Eine Art Kettenreaktion animiert nun weitere Zähne, sich in die entstehenden Lücken zu schieben und innerhalb von Monaten oder wenigen Jahren kann ein komplettes Gebiss sich weitestgehend verschoben haben. Dabei sind es nicht nur die Zähne der Kieferhälfte, in der der Milchzahn fehlt. Auch der gegenüberliegende Zahn, aus Ober- und Unterkiefer, wächst nun weiter aus dem Zahnfleisch heraus, da ihm die Auflage des anderen Zahns fehlt. Die Gefahr, dass auch er schließlich heraus fällt, weil er zu weit aus dem Zahnfleisch herausgewachsen ist, besteht dabei in nicht unbeachtlicher Wahrscheinlichkeit.

Nun mag man denken, dass eine Verschiebung des Milchgebisses vielleicht weniger tragisch ist, solange später die zweiten Zähne ihren korrekten Platz einnehmen. Aber hier liegt ein Denkfehler vor, denn das zweite Gebiss bricht ja nicht gleichzeitig durch. So werden immer wieder zweite Zähne auf den Widerstand von noch vorhandenen Milchzähnen stoßen, sich einen möglichst leichteren Weg suchen und dann selbst schief heraus wachsen.
In einem solchen Fall ist es durchaus auch möglich, dass der zweite Zahn, aus Platzgründen, seitlich aus dem Zahnfleisch wächst und niemals von selbst einen Platz in der Gebissreihe einnehmen kann.

Endstation "Kieferfehlstellung"

Besteht dann beim zweiten Gebiss, aus der Kettenreaktion der Zahnverschiebungen, eine gravierende Fehlstellung, kann dies immer weiter reichende Folgen haben, die bis hin zu Kieferfehlstellungen reichen, die nicht selten auch mit starken, dauerhaften Schmerzen verbunden sind. Im schlimmsten Fall könnte also ein einziger, zu früh ausgefallener oder gezogener Milchzahn lebenslange Konsequenzen für das Kind bedeuten.

Der möglichst lange Erhalt der Milchzähne ist daher von großer Wichtigkeit. Dies beginnt bei der Zahnhygiene und geht, bis hin zum regelmäßigen Zahnarztbesuch, bei dem kontrolliert wird, ob das Gebiss sich richtig entwickelt.

[SyKo]

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