⎯ Wir lieben Familie ⎯

Gummibären, Lutscher & Co

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pixabay.com - @Daria-Yakovleva
Gummibären und Süssigkeiten liebt jedes Kind.
Bild: pixabay.com - @Daria-Yakovleva

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AutoreninfoMag. Carina Runge-Mathis
aktualisiert: 24.05.2011Gründerin von Mamiweb, Mehrfache Mutter
Gesundheit, Familie, Soziales
Ist es wirklich so schlimm, wenn wir in das Essen von unserem Kind Kristallzucker tun? Oder wenn wir ihm hin und wieder mal ein Keks in die Hand drücken?

Oder ist es erst dann schlimm, wenn unser Kind schon gar nichts mehr von Obst und Gemüse hören will und sich regelmässig vor dem Essen mit Süßigkeiten vollstopft?


Süßigkeiten sind grundsätzlich kein Tabu

Im Gegenteil: sind sie komplett verboten, werden sie umso interessanter und dann geht es richtig los, wenn Mama und Papa nicht hingucken oder nicht zu Hause sind. Da aber die Essgewohnheiten der ersten Lebensjahre ein Leben lang maßgeblich sind, ist es auch in Sachen Süßigkeiten nicht egal, ob unser Kind den richtigen Umgang damit gelernt hat, oder nicht. Ganz darauf zu verzichten ist oft unrealistisch, statt einem Verbot kann es sinnvoll sein gemeinsam Naschregeln aufzustellen. Diese sollten dann allerdings auch die erwachsenen Familienmitglieder einhalten. Solche Naschregeln können z.B. so aussehen:
  • Kein naschen am Vormittag
  • Vor dem Essen gibt es keine Süssigkeiten
  • Es wird bewusst am Tisch genascht und nicht nebenbei beim Spielen.
  • Nach dem Naschen werden die Zähne geputzt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es "gute" und "schlechte" Süssigkeiten gibt. Letztere sollten besser aus der Vorratskammer verbannt werden, da sie für die Zähne besonders gefährlich sind.

Dazu gehören Süßigkeiten, die hauptsächlich aus Zucker bestehen wie Gummibärchen, Lutscher und Bonbons, vor allem, wenn sie klebrig sind wie Karamell oder Gummizucker. Diese werden vom Speichel bzw. von den Mikroorganismen im Mund sofort abgebaut, und die freigesetzten Kohlenhydrate können sofort ihre negative Wirkung auf die Zähne entfalten.

Die Häufigkeit des Verzehrs von Kohlenhydraten, also auch von Zucker korreliert mit der Häufigkeit des Auftretens von Karies.

Mund ausspülen, nach dem Verzehr von Süssigkeiten

Kleiner Tipp: Unmittelbar nach dem Essen von Süssigkeiten sollte der Mund mit klarem Wasser ausgespült werden, dies hilft ein wenig, die Zähne zu schützen. Noch besser ist natürlich Zähne putzen.

Naschereien die zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden sind also viel ungesünder als ein leichter Kuchen nach der Hauptmahlzeit – und nicht nur aus zahngesundheitlichen Gründen! Wenn Süßigkeiten auf keinen Fall fehlen dürfen, dann lieber Schokolade.

Schokolade hat nämlich einen relativ hohen Fettgehalt, und Fett hat im Mund eine leicht schützende Wirkung gegenüber Karies. (Was aber Schokolade in Sachen späterer Gewichtsprobleme und falscher Ernährungsgewohnheiten immer noch nicht entlastet!)

Grundsätzlich gilt

Was in den ersten Jahren nicht in unserem Einkaufskorb landet, wird auch nicht von unserem Kind gegessen. Das betrifft sowohl gesundes Obst und Gemüse als auch Gummibärchen. Wir können vor dem Einkaufen mit unserem Sprössling besprechen, was gekauft wird und was nicht und uns konsequent daran halten, egal welche Trotzanfälle und Wutausbrüche dann letztendlich vorgeführt werden.

Haben wir es tatsächlich geschafft keine Süßigkeiten gekauft zu haben, werden wir auch keine Diskussionen zu Hause führen müssen, ob und wann unser Kleines Gummibärchen essen darf.

Faustregel für Süsses im Alltag

Experten sagen: Eine Portion Süßes am Tag ist zwar in Ordnung, solange sie für Kinder nicht größer als 50 Gramm ist und nicht mehr als 150 Kilokalorien enthält.

Das empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund. "Viele Schokoriegel haben zum Beispiel bereits 250 Kilokalorien", sagt die Ernährungsberaterin.

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