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Ernährungsmythos Milch: Wie gesund ist Kuhmilch tatsächlich?

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Ist Kuhmilch wirklich gesund?
Ist Kuhmilch wirklich gesund?
AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 12.09.2019Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie

Um Milch ranken sich viele Mythen und Märchen. Die einen halten sie für gesund, die anderen verteufeln sie und dazu kommen noch die Menschen, die gar keine echte Milch vertragen. Welche Rolle Milch in der Ernährung spielt, wieso Asiaten sie in der Regel nicht vertragen und was der Unterschied zwischen einer Milchunverträglichkeit und einer Milchallergie ist, dass alles erfährst du hier in diesem Artikel.

Inhalt des Beitrags:
  1. onclick="scro('ueb1')">Milch in der Ernährung
  2. onclick="scro('ueb2')">Milch für Erwachsene
  3. onclick="scro('ueb3')">Asiaten und Milch
  4. onclick="scro('ueb4')">Milch und Kinder
  5. onclick="scro('ueb5')">Milchunverträglichkeit oder Milchallergie
  6. onclick="scro('ueb6')">Ziegenmilch, Schafsmilch und Co
  7. onclick="scro('ueb7')">Milchersatzprodukte

1. Milch in der Ernährung

Über kein anderes Lebensmittel gibt es so viele Diskussionen, wie über Milch. Fakt ist, dass Milch einen hohen Anteil an Kalzium enthält, der gesund für unsere Zähne und Knochen ist. Milch ist sicher nicht alternativlos, doch das ein oder andere Milchprodukt am Tag schadet auch in der Regel nicht. Hierbei sollte man allerdings wieder auf die Qualität der Milch achten. Aufgrund der stark unterschiedlichen Haltungsweisen sollte vor allem auf bio Milchprodukte zurückgreifen, da nur hier eine sinnvolle Ernährung der Kühe gewährleistet wird. Im konventionellen Bereich werden Milchkühe in der Regel nur noch mit Kraftfutter gefüttert, da sie so den höchsten Ertrag an Milch produzieren können, der sich dann natürlich aber in seiner Zusammensetzung stark von natürlicher Milch unterscheidet. Milch die das bio Siegel tragen darf, kommt in der Regel von Kühen, die natürlicher ernährt werden und somit ist auch die Milch nachweisbar etwas anders. Sie enthält vielmehr gesunde Stoffe, als konventionelle Milch und so sollte man sich durchaus darüber Gedanken machen, ob es nicht ratsam ist, auf konventionelle Milch zu verzichten und lieber auf bio Milchprodukte zurückzugreifen. Gerade hier lässt sich ein Unterschied wissenschaftlich belegen.

2. Milch für Erwachsene

Durch den hohen Anteil an Calcium in der Milch sind Milchprodukte, vor allem dann, wenn sie ungesüßt sind, auch für Erwachsene eine wichtige Sache. Die Knochengesundheit kann bis ins hohe Alter hinein durch eine sinnvolle Versorgung mit Kalzium verbessert werden und somit lohnt es sich auf jeden Fall einige Milchprodukte in der Ernährung einzuplanen.

3. Asiaten und Milch

Bekannt ist, dass in Südostasien und China etwa 90 % der Bevölkerung an einer Laktoseintoleranz leiden. Dies bedeutet nichts anderes, als dass diese Menschen an einer Milchunverträglichkeit leiden und dementsprechend keine Milchprodukte zu sich nehmen können. In Deutschland und dem ganzen deutschsprachigen Raum ist es so, das etwa 15 % der Bevölkerung von einer Laktoseintoleranz betroffen sind. Bei vielen Menschen ist die Unverträglichkeit nur sehr schwach ausgeprägt. Der Grund für eine Laktoseintoleranz liegt in dem Enzym Lactase. Dieses Enzym ist dafür verantwortlich den Milchzucker, der ebenfalls in der Kuhmilch vorhanden ist aufzuspalten und weiter zu verwerten. Dieses Enzym ist in der Regel im Stillalter in jedem Menschen vorhanden, bleibt aber nicht bei allen Menschen aktiv. Aufgrund der Ernährungssituation in Europa kam es hier zu einer Genmutation, die in Afrika und Asien so nicht notwendig war, da dort genügend kalziumreiche Lebensmittel zur Verfügung standen. In Europa wurden Milch und Milchprodukte zu einem essenziellen Bestandteil der Ernährung und Milch gilt auch heute noch als ein wichtiger Lieferant für Calcium.

4. Milch und Kinder

Eine Zeit lang sagte man, dass Kinder im ersten Lebensjahr keine Kuhmilch konsumieren sollten. Ausschlaggebend hierfür war die Beobachtung, dass Milchallergien bei Säuglingen im Laufe der Zeit immer weiter zugenommen haben. Allerdings brachte auch das Streichen der allergieauslösenden Substanzen hier keine Besserung, denn trotz der Tatsache, dass Kinder unter einem Jahr keine Milchprodukte mehr erhielten, ging die Anzahl der Allergien nicht zurück, sondern stieg plötzlich noch deutlich stärker an. Mittlerweile ist man der festen Überzeugung, dass das Meiden der Allergene sich nachteilig auf die Entwicklung der Allergie auswirken kann. Somit sind die neueren Empfehlungen hierzulande, dass man Kuhmilch etwa ab einem halben Jahr zur Herstellung des Abendbreis verwenden kann, diese aber als Flaschenmilch erst ab einem Jahr zum Einsatz kommen sollte. Somit hat das Baby Zeit, sich an die Kuhmilch zu gewöhnen und das Allergierisiko zu minimieren.

5. Milchunverträglichkeit oder Milchallergie

Bei der Milchunverträglichkeit ist die Lactase, also des Enzyms, das für die Spaltung des Milchzuckers zuständig ist, nur noch eingeschränkt vorhanden. Die Milchunverträglichkeit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und es ist auch möglich, dass im Laufe eines Lebens sich die Milchunverträglichkeit stark verändert. Sie ist nicht gleichzusetzen mit einer Milchallergie, die letztendlich vor allem bei Babys zu finden ist. Bei einer wirklichen Milchallergie bildet der Körper Abwehrstoffe gegen das fremde Eiweiß aus der Kuhmilch. Hierbei handelt es sich also um eine Immunreaktion und nicht um Probleme, die auftauchen, weil das zuständige Enzym nicht in ausreichender Menge produziert wird, wie das bei der Milchunverträglichkeit der Fall ist. Milchallergien treten in der Regel vor allem bei Säuglingen auf.

Durch das nicht ausreichend vorhandene Enzym Lactase wird der Milchzucker nicht entsprechend zerlegt und so kommt es im Dickdarm dazu, dass Darmbakterien sich an die Arbeit machen, den Milchzucker abzubauen. Hierdurch entstehen nicht selten Blähungen, Durchfälle und Bauchschmerzen. Wer an einer Milchunverträglichkeit leidet, braucht trotzdem nicht gänzlich auf Milchprodukte zu verzichten, denn Lactase kann einfach in Tablettenform zur Mahlzeit eingenommen werden und ist in der Lage den Milchzucker entsprechend aufzuspalten, sodass gar kein Milchzucker mehr in den Dickdarm gelangt und es so auch nicht zu den typischen Problemen einer Milchunverträglichkeit kommen kann. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Lactase entsprechend der Menge an Milchzucker dosiert wird.

6. Ziegenmilch, Schafsmilch und Co.

Grundsätzlich ist der sogenannte Milchzucker auch in Ziegen- und Schafsmilch vorhanden. Es geht immer wieder das Gerücht um, dass man nur auf Schafs- oder Ziegenmilch umsteigen muss, wenn man an einer Lactoseintoleranz leidet. Dies ist so allerdings nicht ganz richtig, denn auch in dieser Milch ist der Milchzucker enthalten, der mit der Lactase abgebaut werden muss. Grundsätzlich ist es aber tatsächlich so, dass zum Beispiel Ziegenmilch etwas besser verträglich ist als Kuhmilch, da sie einen geringeren Anteil an Albumin enthält und aus diesem Grund weniger Allergien auslöst. Bei einer vorliegenden Laktoseintoleranz hilft das allerdings in der Regel nicht besonders viel weiter.

7. Milchersatzprodukte

Natürlich muss man sich nicht nur von Kuhmilch, Schafsmilch oder Ziegenmilch ernähren. Auch Pflanzenmilch enthält in der Regel viele interessante Stoffe und ist sehr gesund. Es lohnt sich mit Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch und Co. einfach einmal zu experimentieren. So schmeckt zum Beispiel der Milchreis mit Hafermilch besonders gut und man kann in der Regel auf die Zuckerzugabe vollständig verzichten. Sojamilch eignet sich recht gut zum Kochen, während man mit der Sojareismilch hervorragend Milcheis selbst machen kann. Obwohl Milch also viele Vorteile hat, lohnt es sich durchaus, ab und an auch die Milchersatzprodukte einmal auszuprobieren, da auch diese Produkte viele Vorteile für die Gesundheit haben.

 

[KaKra]

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