Kinderwunsch und künstliche Befruchtung

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Mit künstlicher Befruchtung zum Wunschkind.
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Mit künstlicher Befruchtung zum Wunschkind.

Zur Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit gibt es je nach Ursache ganz unterschiedliche Ansätze. Sollten Methoden wie der Geschlechtsverkehr zum Eisprung oder die Insemination nicht zum gewünschten Erfolg führen, ist in vielen Fällen eine künstliche Befruchtung notwendig.

Hierbei unterscheidet man, in Abhängigkeit von der Spermienqualität des Mannes, unterschiedliche Techniken um die Eizelle zu befruchten:

  • Die konventionelle In-vitro-Fertilisation (in vitro = lateinisch für „im Glas“), kurz IVF,
  • und die sogenannte Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).
Die Behandlung der Frau gliedert sich hierbei in die Behandlungsschritte Hormontherapie, Eizellgewinnung und Embryotransfer.

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei normaler oder nur schwach eingeschränkter Spermienqualität des Mannes wird die konventionelle IVF angewandt.

Hormonbehandlung der Frau

Die Hormonbehandlung der Frau hat zum Ziel, dass in den Eierstöcken viele Eizellen gleichzeitig heranwachsen. Hierbei müssen die körpereigenen Hormone der Frau reduziert werden, damit die zugeführten Hormone optimal wirken können. Über einen Zeitraum von zehn bis 14 Tagen wird nun das Wachstum der Eibläschen (Follikel) angeregt, in denen sich je eine Eizelle befindet. Dadurch reifen – je nach Ausgangsbefund der Frau und der verordneten Hormondosis - cirka acht, in manchen Fällen auch bis zu 30 Eizellen heran. Innerhalb dieses stimulierten Zyklus löst nun das Hormon hCG den Eisprung aus. Außerdem sorgt es dafür, dass die Eizelle noch einmal einen Reifeprozess durchläuft, der entscheidend für die Befruchtung der Eizelle durch das Spermium ist. Kurz vor dem Eisprung werden mittels der so genannten Follikelpunktion die Eizellen gewonnen, um sie im Labor im Brutschrank weiterzukultivieren.

Samen des Mannes

Neben den Eizellen kommen bei der IVF-Therapie nun auch die Spermien des Mannes zum Einsatz. Da es in Deutschland verboten ist, Fremd- oder Spendersamen einzusetzen (Embryonenschutzgesetz) darf lediglich der Samen des Ehemanns oder festen Partners verwendet werden. Die Samenqualität wird in einem so genannten Spermiogramm festgehalten. Hierbei gilt, je schlechter die Samenqualität im Vergleich zu bestimmten Grenzwerten, desto unwahrscheinlicher ist eine spontane Schwangerschaft.

Die Samenflüssigkeit wird im Labor aufbereitet, um die Befruchtungsfähigkeit der darin enthaltenen Samenzellen zu verbessern. Es werden dabei also die schnellsten und beweglichsten Spermien isoliert. Im nächsten Schritt bringt man Eizellen und Samenzellen in einer Nährflüssigkeit zusammen und kultiviert sie in einem Brutschrank, in dem anschließend die Befruchtung stattfinden soll.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Bei stark eingeschränkter Spermienqualität entscheidet man sich nun für das so genannte ICSI-Verfahren, bei dem man eine Samenzelle in die Eizelle einspritzt, da diese nicht allein in sie eindringen kann. Bei der konventionellen IVF können die Samenzellen aus eigener Kraft in die Eizelle eindringen und sie befruchten.

Am Morgen nach der Follikelpunktion lässt sich sehen, wie viele der Eizellen befruchtet worden sind. Bei reifen Eizellen ist eine Befruchtungsrate von cirka 80 Prozent normal, auch bei der ICSI-Methode. Schließlich werden die Eizellen mit der günstigsten Entwicklungsprognose ausgesucht und zu Embryonen weiterkultiviert, um diese dann in die Gebärmutter einzubringen. Um Risikoschwangerschaften mit mehr als drei Kindern zu verhindern, sieht das Deutsche Embryonenschutzgesetz vor, dass insgesamt maximal drei Embryonen während eines Monatszyklus transferiert werden dürfen.

Der letzte Schritt der Kinderwunschbehandlung wird oft als der schwierigste empfunden: Das ungeduldige Warten auf den Schwangerschaftstest, der hoffentlich positiv ausfällt.

[AKH]

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