Die Geburt eines Babys ist ein Ereignis, das mit überwiegend positiven Emotionen erlebt wird. Endlich ist das Baby angekommen! Und dann plötzlich ist dieses Gefühl da. Es überrollt uns ohne Vorwarnung und ohne dass wir es gleich erkennen: Der Baby Blues.
, wir sind gereizt, übel gelaunt, von so vielem um uns herum genervt und irgendwie gibt es nichts, was man und wir selbst uns recht machen können. Der Baby Blues - im Volksmund auch Heultage genannt - hat uns voll erwischt. Doch was ist dieser Baby Blues? Was geschieht in dieser Zeit mit uns und wie können wir diesen Zustand überwinden?
In den Monaten der Schwangerschaft hat unser Hormonhaushalt sich sehr verändert. War er zunächst auf das Austragen des Babys ausgerichtet, muss er sich dann zur Geburt schlagartig umstellen. Die Hormone, die zuvor die Schwangerschaft schützten und Komplikationen für das Heranreifen des Babys vermieden, verändern sich nun völlig um das Baby auf die Welt zu bringen.
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Kaum ist die Entbindung abgeschlossen, bekommt der Körper der Mutter die Mitteilung der Hormone, dass nun Schwangerschaft und Geburt vorbei sind. Erneut stellt sich der Hormonhaushalt um, diesmal auf die Funktionen wie vor der Schwangerschaft.
Dieser Prozess geschieht innerhalb so kurzer Zeit, dass es im Körper der Frau sehr turbulent zugeht. Die Veränderungen und Schwankungen belasten auch die Psyche, denn hormonelle Umstellungen machen vor allem dem Gemüt zu schaffen. In einem Moment möchte man lachen und singen, das Baby pausenlos küssen und im nächsten Augenblick laufen uns die Tränen herunter. Wir haben vielleicht sogar Angst, der Mutterrolle nicht gewachsen zu sein. Fühlen uns gegenüber dem kleinen Wesen, das wir in die Welt gesetzt haben, schuldig.
Auch der Partner bleibt vom Baby Blues nicht verschont. Ein einziges Wort von ihm kann von uns so falsch verstanden werden, dass die Tränen fließen oder ein Streit ausbricht. Mal möchten wir Nähe und Geborgenheit spüren, dann schieben wir den Partner wieder weg, weil wir die Zärtlichkeit nicht ertragen können.
Dauert dieser Zustand etwas länger an, kommt häufig die Frage: Habe ich eine postnatale Depression? Diese weist gewöhnlich nur wenige Ähnlichkeiten zum Baby Blues auf. Doch was genau unterscheidet den Baby Blues von der postnatalen Depression?
Der Baby Blues tritt meist um den dritten Tag nach der Entbindung auf und dauert in etwa zwei bis drei Tage. Da die Hormone nicht nach Stoppuhr laufen, ist es möglich, dass wir erst am fünften oder sechsten Tag in die Heultage rutschen. Sie können auch durchaus eine Woche anhalten.
Spätestens nach den ersten zwei Wochen nach der Geburt hat sich meist alles wieder eingependelt und die Stimmungsschwankungen werden weniger. Auch wenn die vollständige Rückanpassung des Hormonhaushalts weit länger dauert.