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Advent, Advent, die Katze brennt...

Lieben Katzen Advent?

Jahr für Jahr kicherte mein Mann, wenn ich den halben Tag damit verbrachte, alles weihnachtlich zu dekorieren und den Baum zu schmücken. Wir sind ja keine Spießer, also kommt unser Baum spätestens am 2. Advent in die Stube. Wenn Supermärkte bereits ab September Lebkuchen verkaufen und spätestens im Oktober in sämtlichen Kaufhäusern meterhohe Weihnachtsbäume stehen, kann der Moppelchen-Clan da allemal mithalten!

Unser Baum ist eh künstlich, der könnte theoretisch bis Ostern stehen, ohne das was passiert. Obwohl...Es wäre doch zu überlegen, ob wir dann nicht einfach die Weihnachtskugeln gegen Ostereier...Nein, zurück zum Thema!

 

Wegen des liebevollen Spott meines Mannes über das langatmige Schmücken, übergab ich das Zepter dieses Jahr meinen drei "Männern". Ich hatte einen absolut freien Tag. Na ja, was man "frei" nennen kann, wenn man als Mutter mutig genug ist, zu Hause zu bleiben, anstatt sich einem entspannten Überlebenstraining in der Wildnis Alaskas hinzugeben.

Pünktlich um 11:00 Uhr, am Vormittag, wurde eine Kette gebildet. Einer stand auf dem Dachboden und reichte die Kartons mit Weihnachtssachen an Innendekorateur Nr. 2 auf der Treppe, der wiederum weitergab an Dekorateur Nr.3, der es dann alles in die Stube stellte. Als dann etwa vierzehn Kartons das Wohnzimmer voll stellten, als wären wir in Umzugslaune, etwa acht davon allerdings nicht passend zur diesjährig geplanten Farbgebung, ging das große Kopfkratzen los, denn irgendwie fehlten plötzlich Kugeln. Sie fanden sich recht schnell wieder.

Man musste nur Emilys Gebrüll folgen, die wie ein Marktschreier, halb auf dem Sofa, halb in der Fensterbank hing, vor sich das gesamte Repertoire ihrer Schuhe, nett in Szene gesetzt, durch den Schmuck, der eigentlich an den Baum sollte und dabei, durch die geschlossene Scheibe brüllte "Nikosaus, komma her, Emmy hatte noch Schuhe fonden!"

Drei Stunden später stand schon einmal der Baum. Noch kahl, aber immerhin, er stand. Damit das auch zumindest vorläufig so bleibt, hatten wir unsere Deutsche Dogge, Skadi, erst einmal in der unteren Etage gelassen. Es ist ihr erster Weihnachtsbaum und sie liebt nun einmal alles Neue. Damit sie nicht in Versuchung gerät, bereits beim Aufbau die Spitze des 1,80m Bäumchen zu herzen, wollten wir sie später, wenn alles fertig ist und wir sie besser im Auge haben, dazu holen.

Skadi war beleidigt und legte sich, am Fuß der Treppe, so vor die Tür, dass man diesen zarten Hasen kaum wegbewegen konnte. Das brachte schließlich eine Warteschlange auf der Treppe ein, bei der alle Zweibeiner, mit voller Blase, auf den Hund einredeten und die größten Delikatesse versprachen, wenn er auch nur in paar Zentimeter rutschen und so den Weg zu den Toiletten freigeben würde.

Allein dies Zwangspause, brachte eine mindestens zwanzigminütige Verzögerung. Der Nachmittag ging vorbei und gegen 19:00 Uhr hatten meine Männer es dann auch geschafft, die beiden Lichterketten in den Baum zu hängen. Innerlich rechnete ich hoch, ob es überhaupt noch möglich sei, bis Heiligabend einen fertigen Weihnachtsbaum zu haben.

Jeden neckischen Kommentar meinerseits, bei dem ich auf das rasante Tempo des Schmückens anspielte, beantwortete mein Mann mit "Wir machen das nur gründlich und das braucht eben Zeit! "Na klar, lasst Euch alle Zeit der Welt, nächstes Jahr soll es, wie ich gerüchteweise gehört habe, ja auch wieder Weihnachten geben. Die Stunden schlichen dahin und ich musste mich schon sehr zwingen, komplett auf Durchzug zu stellen. Da wurde gedreht, vermessen, meterweise zurück gegangen, angepeilt, wieder auf den Baum zugestürmt...

Geduld hatte an dem Abend nur der Baum.





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Kommentare

1

HERRLICH,LACH

von Gelöschter Benutzer am 07.12.2012 18:14

2

;-) *WieImEchtemLeben*

von Gelöschter Benutzer am 23.12.2009 08:14


quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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