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Stillen in der Öffentlichkeit

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Kinder lieben es, gestillt zu werden.
Kinder lieben es, gestillt zu werden.

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AutoreninfoMag. Valerie Dietrich
aktualisiert: 14.03.2020Online Redakteurin
Psychologie, Beruf und Karriere

Kann und darf man in der Öffentlichkeit stillen? Diese Frage stellt sich so manche frisch gebackene Mama, wenn es um die ersten Ausflüge mit dem Säugling nach draußen geht. Hier beleuchten wir das Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“ einmal genauer und erklären dir, was du dazu wissen musst.

Inhalt des Beitrags:
  1. Stillen ist ein natürlicher Vorgang
  2. Meistens trifft man auf Toleranz und Hilfsbereitschaft
  3. Selbstbewusst sein
  4. Das Alter der Kinder spielt eine Rolle

Stillen ist ein natürlicher Vorgang

So manch frisch gebackene, stillende Mutter stellt sich die Frage, ob sie ihr Kind eigentlich auch in der Öffentlichkeit stillen kann oder darf. Allein die Tatsache, dass man sich als Frau und junge Mutter solch eine Frage stellen muss, zeigt, wie weit wir uns von unseren natürlichen Vorgängen entfernt haben. Grundsätzlich kann man erst einmal sagen, dass das Stillen ein ganz natürlicher Vorgang ist und dementsprechend gibt es eigentlich auch keine Begründung, dies nur hinter verschlossenen Türen zu tun. Wenn das Baby Hunger hat, dann wird es gefüttert und dabei ist es in der Regel vollkommen egal, ob du gerade zu Hause bist oder womöglich gerade in einem Café sitzt. Den allermeisten Menschen ist es bewusst, dass man hier kaum eine andere Wahl hat, als das Kind zu füttern, wenn es hungrig ist, denn selbst wenn man sich dieses verkneifen würde, darf man sich dann in der Regel mit dem Auslaufen der Milch herumärgern.

Meistens trifft man auf Toleranz und Hilfsbereitschaft

Das Schöne ist, dass man als junge Mutter in den allermeisten Fällen, auf Hilfsbereitschaft und Toleranz trifft, wenn man einen Platz sucht, wo man das hungrige Kind stillen möchte. Auch wenn das im ersten Moment gar nicht wirklich glauben möchte, die allermeisten Cafés und Restaurants haben in der Regel keine Probleme damit, eine stillende Mutter in irgendeiner Ecke sitzen zu haben. Natürlich machen alle Jahre immer wieder einzelne, besonders unfreundliche Etablissements auf sich aufmerksam, wo dann tatsächlich die jungen Mütter verscheucht wurden, aber dies ist glücklicherweise in Deutschland eher die Ausnahme und zum Glück noch nicht die Regel. Der Shitstorm, den sich diese Gaststätten hierdurch einhandeln, schreckt in den nächsten Jahren noch weiter ab.

Selbstbewusst sein

Grundsätzlich solltest du als junge Mutter durchaus selbstbewusst auftreten und einfach dein Ding sozusagen durchziehen. Wenn das Kind Hunger hat, dann wird es gefüttert und du solltest dir angewöhnen, einzelne dumme Blicke oder Kommentare einfach zu ignorieren. Allerdings kannst du nur dann auf Toleranz hoffen, wenn du dich ebenfalls versuchst, mit deinem Stillen keine unnötige Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Ideal ist es zum Beispiel, wenn du dich zum Stillen an einen ruhigen, etwas geschützteren Ort zurückziehst. Zum einen macht das, das Stillen für dich und dein Kind deutlich angenehmer, zum anderen bekommen über diese Variante deutlich weniger Menschen mit, dass du überhaupt in der Öffentlichkeit stillst, und somit ist die Wahrscheinlichkeit noch deutlich geringer, dass du womöglich den ein oder anderen Spinner dabei hast, der sich durch dein Stillen in irgendeiner Art und Weise belästigt fühlt.

Das Alter der Kinder spielt eine Rolle

Einen besonderen Faktor hast du bei der Toleranz, die dir entgegengebracht wird, wenn du das Alter deines Kindes mit berücksichtigt. Während du davon ausgehen kannst, dass kaum jemand etwas gegen das Stillen eines sehr kleinen Babys sagen wird, dies mit zunehmendem Alter des Kindes allerdings recht schnell umschlägt. Da das lange Stillen in Deutschland quasi gar nicht verbreitet ist, musst du dann, wenn du ein Kind stillst, das schon über ein Jahr alt ist, damit rechnen, auf Unverständnis bei den Passanten zu stoßen, die das ganze sehen. D. h. hier lässt sich also eine ganz einfache Regel aufstellen, mit der du ziemlich genau abschätzen kannst, wie das Stillen in der Öffentlichkeit auf andere wirkt. Je kleiner das Baby ist, desto hilfsbereiter und toleranter sind auch die Menschen, die das Stillen mitbekommen und wahrnehmen. Ab etwa einem Alter von einem Jahr schlägt das ganze Recht schnell um und du musst damit rechnen, dass du vermehrt auf Intoleranz und Unverständnis stoßen wirst, wenn du dann noch in der Öffentlichkeit stillst, was weniger am Stillen selbst liebt, als mehr an der Tatsache, dass man hierzulande glaubt, ein Kind müsse mit 12 Monaten spätestens abgestillt sein.

 

[KaKra]

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