Tipps für gesundes Essen mit Kindern

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Guten Appetit!
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 04.10.2019Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie

Gesundes Essen mit Kindern muss gar nicht so anstrengend und nervenaufreibend sein, wie man das im ersten Moment denkt. Wichtig ist, dass Kinder von ihren Eltern einen gesunden Umgang mit dem Essen lernen, wie das geht, dass erfährst du hier in diesem Artikel.

Was du hier lesen kannst:

  1. Gesundes essen will gelernt sein
  2. Muss der Teller wirklich leer sein?
  3. Eltern als Vorbilder
  4. Selber kochen
  5. Helfen lassen
  6. Wer sagt, das Gemüse langweilig sein muss?

1. Gesundes essen will gelernt sein

Wie so ziemlich alles andere im Leben muss auch das gesunde Essen von den Kindern erst einmal gelernt werden. Es ist utopisch zu glauben, dass Kinder aus irgendeinem Grund etwas anderes lernen würden, als wir ihnen zeigen oder wir ihnen beibringen. Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, dass du deinem Kind beibringst, wie ein gesundes Essen aussehen muss. Hierbei geht es nicht nur darum, dem Kind zu sagen, was gut und was schlecht ist, sondern dieses Wissen auch praktisch anzuwenden, damit dein Kind tatsächlich in der Lage ist, dieses auch zu erlernen.

2. Muss der Teller wirklich leer sein?

So ziemlich jeder von uns kennt sicher noch die Anweisung, dass der Teller aufzuessen ist und man erst dann aufstehen darf. In einer Zeit, wo Nahrung knapp war und es nicht sicher gewesen ist, wann das nächste Mal etwas auf dem Tisch landet, ist dies durchaus ein korrektes Vorgehen gewesen. Doch in der heutigen Zeit, wo Nahrung in der Regel im Überfluss vorhanden ist und sich kaum jemand darüber Gedanken machen muss, wann er seine nächste Mahlzeit zu sich nehmen kann und wir im Gegenteil eher das Problem haben, dass wir zu viel Essen, ist es nicht besonders sinnvoll Kinder dazu anzuhalten, mehr zu essen, als sie es möchten. Wer ständig mehr isst, als er unbedingt eigentlich braucht, verliert das natürliche Sättigungsgefühl, was nicht selten zu Übergewicht führt. Aus diesem Grund sollte man tunlichst vermeiden, Kinder dazu anzuhalten, ihre Teller immer aufzulisten.

3. Eltern als Vorbilder

Was auch von vielen Eltern extrem unterschätzt wird, ist ihre Vorbildfunktion. Es reicht nicht, den Kindern zu erklären, was sie tun und was sie lassen sollen und dann darauf zu vertrauen, dass sie dies als richtig erkennen und tatsächlich auch umsetzen. Vielmehr lernen unsere Kinder von uns, wie sie sich im Leben zu verhalten haben und wir nehmen für sie eine starke Vorbildfunktion ein. Ist man sich hierüber im Klaren, wird deutlich, wie wichtig es ist, dass man selbst gesund isst und all die Dinge nicht tut, von dem man dem Kind erzählt, dass sie nicht gesund sind. Auf der einen Seite dem Kind zu erklären, dass Chips, Fastfood und Süßigkeiten schlecht für seine Gesundheit sind und dann selbstverständlich diese Dinge zu konsumieren, führt in der Regel nicht zum gewünschten Erfolg, dass das Kind weniger Chips und Süßigkeiten konsumiert, sondern begünstigt im Gegenteil die Tatsache, dass das Kind beginnt, mehr zu essen, da du dies ja auch tust. Denn es eifert in dem Falle seinen Eltern nach, die ihm vorleben, wie es richtig funktioniert. Aus diesem Grund ist es bei allem, was du mit deinem Kind tust wichtig, als gutes Vorbild voranzugehen und ihm zu zeigen, wie es richtig geht. Erklärungen reichen hier nicht aus, geh du vorweg, dein Kind wird dir folgen.

4. Selber kochen

In fertig verarbeiteten Lebensmitteln stecken in der Regel eine ganze Reihe an Zusatzstoffen drin, die man eigentlich gar nicht unbedingt mit konsumieren möchte. Auch signalisiert es den Kindern, dass diese Art der Ernährung richtig ist und so erziehst du die nächste Generation an Fertiggericht Konsumenten, mit all den negativen Aspekten, die Fertiggerichte so mit sich bringen. Viel besser ist es, dem Essen eine gewisse Wertschätzung beizumessen und dem Kind zu zeigen, dass man das Essen auch selber kochen kann. Dies hat in der Regel auch noch einige andere interessante Vorteile, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es günstiger ist und in der Regel deutlich besser schmeckt, als das fertige Kram aus dem Supermarkt. Darüber hinaus sorgt, das „selber Kochen“ dafür, dass man sich mehr mit dem auseinandersetzt, was man zu sich nimmt, und ein besseres Gefühl für Geschmack und Kombinationen entwickelt. Des Weiteren lernen Kinder durch das Zusehen schon einiges, was sie im späteren Leben brauchen können. Wenn sie alt genug sind, kann das gemeinsame Kochen, zu einem schönen Ritual werden, das die Bindung zu deinem Kind deutlich stärkt.

5. Helfen lassen

Um den Umgang mit Nahrungsmitteln sinnvoll zu lernen, ist es wichtig, dass du deinem Kind Zeit gibst, diese Dinge zu erlernen. Dies kannst du am einfachsten machen, indem du dein Kind wann immer es um das Essen geht, einfach helfen lässt. Zum Essen und für einen sinnvollen Umgang mit dem Essen kann hierbei alles gehören, was rund um das Essen so anfällt. Die Auswahl der Speisen, das Besorgen der Vorräte, das Achten auf gute Qualität bei den Zutaten, der eigentliche Einkauf, die Zubereitung, das gemeinsame Essen, die Art des Essens und natürlich auch die Verwertung der Reste und das Aufräumen hinterher. Wenn du dein Kind bei all diesen Dingen helfen lässt, beginnt es einen Bezug zu seiner Nahrung aufzubauen und zu dem eigentlichen Vorgang des Essens wird hierdurch ein besseres Verhältnis und ein sinnvollerer Umgang mit Nahrungsmitteln aufgebaut werden.

6. Wer sagt, das Gemüse langweilig sein muss?

Viele Kinder mögen kein Gemüse und das wundert auch nicht wirklich, wenn es ja schon vielen Eltern schwerfällt dem Gemüse irgendetwas abzugewinnen. Sinnvoll ist es hier, dafür zu sorgen, dass das Gemüse gar nicht mehr so langweilig ist. Mit verschiedenen frisch aufgeschnittenem Gemüse lassen sich lustige Gesichter auf Teller legen, Bilder bauen und mit ein bisschen Übung lassen sich optisch sehr ansprechende Leckereien zaubern. Schon kleine Änderung können hier einen großen Erfolg haben und manche Kinder, die mit einer Karotte nichts anfangen können, finden plötzlich Karottenstreifen oder handliche Minikarotten unglaublich interessant und spannend. Grundsätzlich solltest du mit den Dingen, die dein Kind nicht so wahnsinnig gern mag einfach einmal etwas experimentieren. Es kann manchmal erstaunlich sein, wie eine andere Art der Optik sich plötzlich auch auf das Geschmacksempfinden deines Kindes auswirkt.

 

[KaKra]

 

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