Geburtsbericht Lia

Tag 3

Ca 8 Uhr war wieder mal Schichtwechsel. Ich hatte also meine 4. Hebamme. Worüber ich ganz froh war, weil Nr.3 konnte ich gar nicht ab ...

Muttermundkontrolle: 0 cm und weit hinten ... SCHEISSE !!!!!! Ich wollte nicht mehr. 2 Tage und eine Nacht Wehen. Ich hatte keinen Bock mehr, ich wollte nur noch nach Hause. 8.30 Uhr hatte ich dann meine PDA bekommen. Und keine 10 Minuten später war ich schmerzfrei und im tiefen Land der Träume. Die gesamte Eröffnungsphase des Muttermundes hab ich verschlafen :O)

10.30 Uhr ... AUTSCH !!! Ich war wach ... noch mal AUTSCH !!! Auweia – es geht los. Hab mir gleich noch ne Dosis von meinem PDA-Mittel verpasst, aber das wollte den plötzlichen Schmerz der Presswehe nicht mindern. Mein damaliger Partner war Gott sei Dank ein bissel früher zurück gekommen als vereinbart und somit konnte er Händchen halten.

OK – das Spielchen kannte ich ja: also Luft holen – Klappe halten – pressen.

Irgendwann schmiss sich die eine Hebi von links auf meinen Bauch und drückte mir mein Baby mit raus. Ich war am Fluchen, wollte die Hebi auf meiner rechten Seite mittels des Fußes von mir wegstoßen – dabei wollte sie mir nur Gutes und meinen Damm schützen. Nix da, der Doc musste trotzdem einen kleinen Schnitt machen ... dann konnte ich ihre Haare berühren ....

Lia wurde am 19.Oktober 2006 um 11.12 Uhr in Berlin Pankow auf natürliche Weise geboren.

Aller Schmerz war vergessen, die Welt stand still, nur noch der Gedanke an Lia existierte – und an meine große Tochter Nele.

STOP !!! ... mein Ruf ging durch den Raum, alles blickte verwundert hoch. Bevor hier irgendwas durchtrennt wird – macht bitte ein Foto !!! Wir hatten nämlich unserer großen Tochter (damals 4 Jahre) den Sinn der Nabelschnurr erklärt. Und sie hatte es so verstanden: wenn Mama Apfel isst, dann bekommt Lia Apfelmus. Nach dem das Bild gemacht wurde, durfte der Vater die Nabelschnurr durchtrennen. Lia schaute ihn beim Hochnehmen mit einem ausgeprägten Schmollmund an – sie wusste wohl was passieren würde ... Danach wurde ihre Anstrengung mit der ersten Mahlzeit in ihrem Leben belohnt.

Während dessen wurde mein kleiner Schnitt genäht, etwas aufgeräumt, meine grüne Fruchtwassersuppe entfernt und ich wurde etwas sauber gemacht. Ich konnte mich dann ein bissel zurecht machen – immerhin wurde man an den anderen Müttern vorbei auf der Wochenstation ins Zimmer gefahren. Auf diesem Wege noch ein paar Geschenke eingeheimst und es wurde die 5. Selterflasche mitgenommen.

Zu Hause genoss ich meine Zeit mit Lia und mit Nele, mein damaliger Partner kümmerte sich sehr gut ums große Kind. Die nächsten 14 Tage waren wie der Himmel auf Erden. Das waren genau die 2 Wochen, die ich mir als Schonzeit erbeten hatte ...

... und dann war ich allein erziehende Mutter von zwei Mädchen ...

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