Wie beuge ich einem Dammschnitt vor?

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Nach dem Dammschnitt sitzen?
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Nach dem Dammschnitt sitzen?

Was ist ein Dammschnitt?

Bei einem Dammschnitt handelt es sich um eine Operation, die der Gynäkologe während der Entbindung vornimmt.

Die meisten werdenden Mütter erfahren erst kurz vor oder während der Geburt ihres Babys, ob bei ihnen ein Dammschnitt notwendig ist. Ob er nötig ist, hängt davon ab, ob der Scheideneingang der Frau erweitert werden muss. Dazu schneidet der Arzt den Damm (Zwischenraum von Scheide und After) mit einer speziellen Operationsschere ein. Damit beginnt er, wenn der Kopf des Kindes aus der Scheide hervorschaut. Nach der Geburt näht er den Schnitt wieder zusammen.

In welchen Fällen ist ein Dammschnitt sinnvoll?

Früher war diese Operation Routine bei fast jeder Geburt, doch mittlerweile sind Experten der Ansicht, dass der Dammschnitt bei den meisten Frauen gar nicht nötig ist, weil das Gewebe geschmeidig genug ist und deshalb auf den Schnitt verzichtet werden kann.

Er ist bei Frühgeburten oder bei abfallenden Herztönen des Babys sinnvoll, um die Entbindung des Kindes so unproblematisch wie möglich zu gestalten und die Austreibungsphase zu verkürzen. Auch wenn das Kind in einer ungünstige Geburtsstellung (z.B. Beckenlage) steckt, oder es zu einer Zangen- oder Saugglockengeburt kommt, ist der Eingriff nötig.

Der Dammschnitt sollte aber nur durchgeführt werden, wenn er unvermeidbar ist, denn der Schnitt kann auch noch 2-3 Wochen nach seiner Durchführung einige unangenehme Nebenwirkungen haben, wie Schmerzen beim Sitzen, Wasser lassen, oder beim Geschlechtsverkehr.

Was tun gegen Infektionen?

Um Infektionen zu vermeiden, solltet ihr unbedingt auf Sauberkeit achten. Pflegt die Dammnaht möglichst ohne Salbe und spült die Wunde mehrmals am Tag aus. In den ersten 24 Stunden helfen besonders Eispackungen gegen die Schmerzen, in den darauf folgenden Tagen Sitzbäder mit Extrakten aus Kamille und Eichenrinde. Ihr könnt auch auf homöopathische Mittel zurück greifen.

Wichtig ist vor allem, dass ihr so wenig wie möglich sitzt, denn Stehen und Liegen ist während des Heilungsprozesses einfach besser und ihr spürt weniger Schmerzen. Nach der Heilung entsteht eine Narbe, die ihr am besten mit etwas Öl oder Narbensalbe massiert. Falls es zu Entzündungen oder zu Heilungsverzögerungen kommt, unbedingt zum Arzt gehen! Allein wegen dieser Unanehmlichkeiten sollte der Schnitt nicht vorbeugend durchgeführt werden.

Er verheilt nicht besser als natürliche Dammrisse während der Geburt und beugt auch nichts tieferen Rissen vor. Darum werden mittlerweile deutlich weniger Dammschnitte gemacht als früher. Experten gehen inzwischen davon aus, dass jeder zweite Eingriff vermeidbar ist.

Tipps zur Vorbeugung

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr einem Dammschnitt eventuell vorbeugen könnt, gibt es hier ein paar Tipps:
  • Massiert euren Damm. Dadurch entwickelt ihr ein besseres Gefühl für den Beckenboden und fördert so außerdem die Geschmeidigkeit und die Durchblutung des Gewebes. Wie ihr dabei richtig vorgeht, fragt ihr am besten euren Arzt oder eine Hebamme.
  • Geht zu einem Geburtsvorbereitungskurs, in dem insbesondere Beckenbodenübungen im Vordergrund stehen.
  • Yoga-Übungen können dazu beitragen, ein besseres Beckenbodengefühl zu entwickeln.
  • Nehmt ab der 37. Schwangerschaftswoche immer mal wieder Heublumendampfbäder. Brüht dafür die Heublumen in einer Schüssel mit heißem Wasser auf. Stellt sie dann in das Toilettenbecken und setzt euch darüber.
  • Ab der 38. Woche könnt ihr auf einem aufblasbarem Ballon aus der Apotheke ('Epi-No', für ca. 75 Euro) trainieren. Dadurch stärkt ihr eure Muskeln und macht das Gewebe elastischer.
  • Während der Geburt: Wenn ihr eine aufrechte Haltung einnehmt, kann das die Geburt erleichtern. Denn der Damm wird so weniger stark belastet, als in der Rückenlage.
  • Weist euren Geburtshelfer darauf hin, dass ihr nur dann einen Dammschnitt möchtet, wenn es wirklich notwendig ist!

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