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Warum verrät Urin die Schwangerschaft?

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Urin verrät eine Schwangerschaft
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AutoreninfoMag. Ann-Kathrin Landzettel
aktualisiert: 30.07.2021Gesundheits- und Präventionsberaterin
Gesundheit, Prävention, Medizin und Psychologie

Der Urin verrät eine Schwangerschaft

Unser Urin verrät eine ganze Menge über uns. Neben Erkrankungen lässt sich an ihm auch eine Schwangerschaft erkennen. In den Nieren produziert, werden täglich um die 1,5-2 Liter Urin ausgeschieden.

Über die Zusammensetzung des Urins können die Nieren den Elektrolythaushalt und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers regulieren. Das Säure-Basen-Gleichgewicht hängt ebenfalls mit unserem Urin zusammen. Zudem werden mit Hilfe des Urins alle Stoffwechsel-Abbauprodukte und Fremdstoffe wie Medikamente ausgeschieden. Da Urin bei so vielen Vorgängen im Körper eine Rolle spielt, verrät er enorm viel über uns, unsere Gesundheit und sogar, ob wir Frauen schwanger sind oder nicht.


Der Schwangerschaftstest

Jetzt wird es spannend

Der Gang zur Apotheke ist schnell getan, der Schwangerschaftstest schnell gekauft und dann ist der große Moment gekommen, der zeigt: Schwanger oder nicht schwanger? Wohl kaum eine Frau wird sich in einem der spannendsten Momente ihres Lebens Gedanken darüber machen, wie genau das eigentlich funktioniert – mit dem Urin und dem kleinen Pappstreifen im Test. Ist ja auch verständlich. In diesem Moment zählt allein das Ergebnis der kleinen Apparatur. Damit zukünftig diese Frage beantwortet ist und in dem spannenden Moment auch weiterhin das Ergebnis die Nummer eins bleibt, möchten wir uns heute die Frage stellen: Warum verrät der Urin eine Schwangerschaft?

Lesetipp:Fliegen in der Schwangerschaft

Das Geheimnis unseres Urins

Das Geheimnis unseres Urins ist der HCG-Wert. Der HCG-Wert ist erhöht, wenn wir Frauen schwanger sind. HCG steht für das Hormon Humanes Choriongonadotropin. Die Plazenta schüttet das Hormon aus, sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat.

Lesetipp: Mehr zum hCG-Wert erfährst du in unserem Beitag: HCG-Wert

Etwa 14 Tagen nach der Empfängnis ist das Hormon im Urin nachweisbar. Sogenannte Früh- oder Prätests reagieren auch auf kleine Hormonmengen. Sie können bereits 4 Tage vor der ausbleibenden Regel eine Schwangerschaft anzeigen.

Die Konzentration des Hormons ist zu diesem Zeitpunkt aber noch sehr gering – es kann zu falschen Testergebnissen kommen. Tipp: Vor einem Frühtest nicht so viel trinken, sonst wird der Urin verdünnt, die Hormonkonzentration wird geringer.

Wann der Schwangerschaftstest anschlägt

Erst ab 50 Einheiten des Hormons pro Liter Urin misst der normale Schwangerschaftstest zuverlässig. Das heißt, er bringt erst ein zuverlässiges Ergebnis, wenn die Monatsblutung bereits ausgeblieben ist. Der Nachweis wird mit Hilfe einer Antigen-Antikörper-Reaktion erbracht. Der Teststreifen des Schwangerschaftstests enthält Antikörper gegen HCG. Bei Kontakt reagieren sie und der Streifen, die Verfärbung beziehungsweise das Plus-Zeichen (abhängig vom Hersteller) erscheint auf dem Teststreifen.

Wann am besten messen?

Am höchsten ist die Hormonkonzentration im Morgenurin. Die höchsten HCG-Werte sind zwischen der 7. und 12. Schwangerschaftswoche messbar. Um sicher zu gehen, empfiehlt es sich, den Schwangerschaftstest von Gynäkologen durchführen zu lassen.

Spätestens 6 Wochen nach Ausbleiben der Periode kann der Embryo mit Hilfe von Ultraschall entdeckt werden. Sinkt der Wert des Hormons während der Schwangerschaft, kann es ein Anzeichen für eine Frühgeburt oder das Absterben des Embryos sein. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist der Hormonwert meist erhöht.

[AKL]

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