Warum Rituale für Babies so wichtig sind

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Mama, was kommt als Nächstes?
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Mama, was kommt als Nächstes?

Babies haben kein Zeitgefühl. Sie können nicht in die Zukunft schauen. Sie leben im "Hier und Jetzt" und wissen nicht, was im nächsten Augenblick auf sie zukommen wird.

Sie werden einfach nur hochgehoben, herumgetragen, gewickelt, umgezogen, in die Babytrage geschnallt oder ins Bett gesteckt. Wer soll sich hier auskennen? Woher sollte man wissen, was Mama gerade vorhat?

Babies lernen Dinge zu bewerten

Babies lernen mit der Zeit gewisse Zeichen von Geschehen einzuordnen und richtig zu bewerten. Geschirrklappern? Aha. Gleich gibt´s Mittagessen. Unsere Kleinsten halten sich an den von ihnen bekannten Signalen und Zeichen fest, um zu beurteilen, was in den nächsten Minuten passieren wird. Dabei können wir ihnen mit netten kleinen Ritualen besonders viel helfen.

Was versteht man unter "Ritualen"?

Rituale in diesem Sinne sind Vorgänge, die vor bestimmten von dem Baby bekannten Ereignissen passieren und immer wieder nach gleichen Regeln ablaufen. Rituale müssen nicht kompliziert oder lang sein, es reicht, wenn sie dem Kind das Gefühl von Sicherheit geben. Ist ein Ritual zu lang und kompliziert, überfordert es das Baby um so mehr. Es genügt, wenn man beim Aufbauen von einem Ritual auf die Abläufe achtet, die sowieso jeden Tag ähnlich verlaufen und diese bewusst zu einem Ritual macht.

Bestimmte Dinge eignen sich hervorragend dafür

Es gibt natürlich Zeitpunkte, an denen ein gut aufgebautes Ritual sehr wichtig sein kann. Alle, die es schon probiert haben wissen, wie sehr ein Einschlafritual hilft, wenn es konsequent eingeführt wird. Mamis bekannte Bewegungen beim Wickeln und Umziehen, eine kleine Massage, der Schlafsack, die Milch, das Schlaflied, die Dunkelheit und Mamas und Papas Abschied. All das sind eine Reihe von Zeichen, die unseren Sprössling darauf hinweisen, dass Zeit zum Schlafen ist. Sind sie zu einem Ritual zusammengebaut, laufen also immer in der gleichen Reihenfolge und immer gleich ab, dann wirken sie um so stärker.

Alles in Maßen

Man braucht an einem Tag nicht unendlich viele Rituale, selbst dann nicht, wenn sie nicht sehr lang sind. 2-3 Rituale reichen volkommen aus und sie sollten die Grundereignisse begleiten, die auch jeden Tag passieren, wie das Schlafengehen. Aber auch andere kleine und stets wiederkehrende Zeichen und Signale helfen unserem Baby sehr, auch wenn man sie nicht unbedingt als Ritual bezeichnen würde. Beispielsweise öffnet Mama beim Heimkommen ihre Arme, lächelt dabei und sagt „Hallo, ich bin wieder da!". Auch wenn man als Baby darauf noch nicht angemessen reagieren und nicht sofort in Mamas Arme fliegen kann, weiß man trotzdem: Mama ist wieder da, und jetzt wird sie auch hier bleiben!

Bewusst Rituale aufbauen

Wenn wir bewusst darauf achten, Rituale aufzubauen und unserem Kind Signale zu senden, die unser Liebling versteht, wird die Kommunikation mit dem Sprössling wesentlich einfacher. Außedem helfen wir ihm so in einer Sache, die er sonst mangels Zeitgefühl ohne solche Hilfe noch nicht kann: Bewusst und mit Selbstsicherheit in die Zukunft schauen und sich auf das kommende Ereignis freuen!

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[mmh]

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