Mutterschutz bei Zwillingen

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Mutterschutz bei Zwillingen
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Mutterschutz bei Zwillingen

In jeder Schwangerschaft und bei jeder Geburt wird das Leben eines Paares vollkommen auf den Kopf gestellt. Die Nacht wird zum Tag. Windeln und Babybrei bestimmen den Alltag und trotzdem kann man sich bald ein Leben ohne diese neuen Aufgaben nicht mehr vorstellen. Was passiert aber, wenn auf einmal gleich zwei kleine Menschen in Dein Leben treten? Theoretisch müsste sich dann doch auch alles andere verdoppeln. Wie ist es dann mit dem Mutterschutz und dem Mutterschaftsgeld - verdoppeln sie sich auch? Das Mutterschutzgesetz in Deutschland sieht vor, dass jede Frau sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in den Mutterschutz gehen kann. Das ändert sich auch bei einer Mehrlingsschwangerschaft nicht. Jedoch könntest Du, wenn bei Dir ein individuelles Beschäftigungsverbot vorliegt, weil Du beispielsweise Bettruhe halten musst, früher in die Schutzzeit gehen. In dieser Zeit muss Dein Arbeitgeber Dir den Lohn weiterzahlen, da Du von Deinem Arzt für arbeitsunfähig erklärt wurdest. Nach der Entbindung verlängert sich der Mutterschutz um weitere vier Wochen auf insgesamt 12 Wochen. Auch hier gilt, dass die Schutzzeit um die Tage, die wegen einer frühzeitigen Entbindung nicht in Anspruch genommenen werden konnten, verlängert wird.

Zwillinge beanspruchen ihre Eltern doppelt. Du kümmerst Dich nicht nur um ein kleines Baby, sondern um zwei. Das bedeutet auch, dass Windeln, Kleidung, Schnuller und Spielzeug gleich zwei Mal so viel gekauft werden müssen. Nun stellt sich die Frage, ob sich dann nicht auch das Mutterschaftsgeld erhöhen müsste?

Das Mutterschaftsgeld ist eine Lohnfortzahlung während des Mutterschutzes. Sie berechnet sich aus dem Verdienst der letzten drei Monate vor dem Mutterschutz. Solltest Du in dieser Zeit auf Grund der Schwangerschaft weniger verdient haben, werden die Monate in die Rechnung mit einbezogen, in denen Du Dein volles Gehalt erhalten hast. Mutterschaftsgeld bezieht sich nicht auf die Anzahl der geboren Kinder. Deshalb bekommst Du auch bei einer Mehrlingsschwangerschaft bzw. Geburt nicht mehr Geld. Lediglich die Zeit, in der das Mutterschaftsgeld gezahlt wird, verlängert sich von 8 auf 12 Wochen.

Viele Frauen bräuchten in der ersten Zeit dringend Unterstützung von ihrem Partner. Ist es also auch möglich, dass Väter in den Mutterschutz gehen? Nein, leider geht das nicht. Das Mutterschutzgesetz gilt nur für Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Sollte sich der Vater jedoch trotzdem mit seiner Frau gemeinsam um die Kinder kümmern wollen, kann er sich für diesen Zeitraum Urlaub nehmen.

Anders ist es jedoch mit der Elternzeit. Sie ist geschlechtsneutral und kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater in Anspruch genommen werden.

[MM]

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