Chaoshormon Östrogen?
Kaum hat sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet, da passiert es: Das Hormongleichgewicht läuft aus dem Ruder. Der Embryo sendet das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) in den Blutkreislauf der Mutter, um die Bildung der Plazenta anzuregen. Der normale Menstruationszyklus wird gestoppt und die Hormone Östrogen und Progesteron überschwemmen den weiblichen Körper, mit dem Ziel, das neue Leben bestmöglich wachsen und gedeihen zu lassen. Und das bekommt Frau zu spüren. Meist ist das erste Anzeichen ein Spannen in der Brust.
Östrogen begleitet die Frau ihr Leben lang. Es mischt bei der Menstruation mit, sorgt während der Pubertät für meist ungeliebte Kurven und Fettpölsterchen, beeinflusst das Haarwachstum und während der Schwangerschaft ist es für die Ausbildung der Gebärmutter zuständig. Auch an den Wechseljahren ist es nicht ganz unschuldig – da arbeitet es nämlich nur noch Teilzeit und das führt ebenfalls zu unerwünschten Nebenwirkungen. Aber wir sehen: Ohne Östrogen geht es nicht.
Tipps
Tendenziell wird die Haut
während der Schwangerschaft empfindlicher und neigt auch eher zu
Allergien. Am besten bei bekannten Produkten bleiben, da spielt die
Haut nicht gleich verrückt. Kosmetik-Experimente sind nicht zu
empfehlen. Bei fettiger Haut ein mildes Gesichtswasser ohne Alkohol
verwenden und eine leichte Feuchtigkeitspflege auftragen. Bei
trockener Haut eine reichhaltigere Pflege benutzen. Solarien und
starke Sonneneinstrahlung meiden, Haare wegen der Chemikalien nicht
färben und milde Shampoos verwenden. Da die Nägel oft weicher werden
und schnell brechen können, sollten sie am besten kurz geschnitten werden.
Und nach der Schwangerschaft?
Mit dem Ende der Schwangerschaft fällt der Östrogenspiegel ziemlich schnell wieder ab. Das führt zu einem erneuten Durcheinander im Hormonhaushalt. Es ist gemein, aber viele Frauen leiden nach der Geburt unter Depressionen, psychischen Verstimmungen und Haarausfall. Bis sich alles wieder eingependelt hat, vergehen meist 3 bis 6 Monate.
(Schwangerschafts- bzw. Wochenbett-) Depressionen sind eine sehr starke Belastung. Es gibt Mamis, für die Selbstmord der einzige Ausweg aus ihrem Gefühlschaos war. Dabei sollte und möchte sich die frisch gebackene Mami doch über ihren Winzling freuen und die Zeit mit allen Sinnen genießen. Spielen die Hormone verrückt, ist das aber gar nicht so einfach. Die Mami muss die Depressionen aber nicht hilflos über sich ergehen lassen. Ein Besuch beim Arzt und die richtige Behandlung können helfen, das Hormonungleichgewicht zu überstehen. Wichtig: Nicht aushalten, sondern die Depression eingestehen und darüber mit dem Partner, Familienangehörigen oder einem Arzt reden.
Die Haare sind für die Mehrheit der Frauen neben den Brüsten das Symbol für Weiblichkeit schlechthin. Haarausfall führt zu Ängsten und Frust. Aber: Meist ist der Haarausfall ein vorübergehendes Phänomen, das meist problemlos verschwindet, sobald der Hormonhaushalt wieder im Lot ist. Ist nach einem halben Jahr immer noch keine Besserung in Sicht, muss der Arzt den Hormonspiegel gründlich durchchecken und individuell behandeln. Gegebenenfalls werden Hormone verabreicht.
[AKL]

oh mein Gott, ich will aber nicht an Selbstmord denken, wenn die Kleine da ist. O.o