Homöopathie als Ergänzung zu anderen Medikamenten

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Homöopathie - unterstützend eingesetzt
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Homöopathie - unterstützend eingesetzt

Nach wie vor sind homöopathische Heilmethoden bei Schulmedizinern nicht unumstritten und tatsächlich ist die Wirksamkeit vieler Mittel aus der homöopathischen Praxis nicht hinlänglich erforscht. Gerade bei leichteren Erkrankungen wie Erkältungen oder Kreislaufbeschwerden stellt Homöopathie jedoch für immer mehr Menschen eine echte Alternative zu herkömmlichen Medikamenten dar, die den Körper häufig unnötig stark belasten. 

Zudem wird Homöopathie gerne ergänzend zu einer ärztlichen Behandlung eingesetzt. Doch ist dieses Vermischung von zwei so unterschiedlichen Heilmethoden völlig unbedenklich? Was sollte man dabei auf jeden Fall beachten?



Viele Ärzte mit schulmedizinischer Ausbildung nehmen inzwischen selbst davon Abstand, bei jedem Schnupfen ein Antibiotikum zu verschreiben. Sie wissen, dass sie damit langfristig einerseits das Immunsystem des Kranken und seine Selbstheilungskräfte schwächen, andererseits dessen Arzneimittelresistenz erhöhen, was im akuten Ernstfall von Nachteil sein kann. 

Manche Mediziner lassen sich heute zusätzlich zu ihrer ärztlichen Ausbildung in Homöopathie schulen und können so qualifiziert zwischen der Notwendigkeit einer herkömmlichen Behandlung und der Möglichkeit einer alternativen Herangehensweise entscheiden. Zwar würde eine solche Vermischung zweier völlig gegensätzlicher Heilungsphilosophien den ursprünglichen, ganzheitlichen Lehren der klassischen Homöopathie widersprechen, doch sollten verantwortungsvolle Heilpraktiker eben auch ihre Grenzen kennen: Ernsthafte Krankheiten wie Krebs oder einen Herzinfarkt alleine mit pflanzlichen Arzneikügelchen behandeln zu wollen, wäre eine grob fahrlässige Selbstüberschätzung der Homöopathie, die sehr schnell den Tod des Patienten zur Folge haben kann. 

Bei leichteren Erkrankungen wie einer Erkältung oder leichten Kreislaufbeschwerden kann Homöopathie dagegen eine durchaus sinnvolle Alternative darstellen. Dabei gilt: Auch pflanzliche Mittel können Wechselwirkungen haben, auf die man achten muss.

So sagt man allen ätherischen Ölen wie Pfefferminz, Kampfer oder Menthol nach, die Wirkung homöopathischer Stoffe negativ zu beeinflussen. Auf Tees, Kaugummis oder Zahnpasta mit diesen Inhaltsstoffen sollte daher während einer homöopathischen Therapie besser verzichtet werden. Auch Kaffee kann die Wirksamkeit homöopathischer Mittel herabsetzen und sollte daher vermieden werden. Da man Metall nachsagt, die Wirkung homöopathischer Mittel zu neutralisieren, sollten entsprechende Tropfen lieber auf Holz- oder Plastiklöffeln eingenommen werden. Wenn bei der Einnahme allergische Reaktionen wie Ausschlag oder Unwohlsein auftreten, muss diese sofort abgebrochen werden.

Über die gemeinsame Einnahme von homöopathischen und chemischen Wirkstoffen zur Behandlung einer Erkrankung herrschen allgemein geteilte Meinungen. Kritiker raten davon ab, pharmazeutische Präparate wie Aspirin & Co während einer homöopathischen Behandlung einzunehmen, da diese die Wirkung der homöopathischen Mittel überdecken, verfälschen oder unterbinden könnten. 

Andererseits finden sich aus schulmedizinischer Sicht kaum Hinweise darauf, dass homöopathische Mittel die Wirksamkeit chemischer Wirkstoffe herabsetzen können. So dürfte es vermutlich kein größeres Problem darstellen, bei Kopfschmerzen zunächst die Einnahme eines sanften homöopathischen Mittels wie Chamomilla auszuprobieren, um schließlich doch zur herkömmlichen Kopfschmerztablette zu greifen, wenn dessen Wirkung keine ausreichenden Erfolg erzielen konnte. Außerdem kann man die Heilung von Krankheiten wie Grippe oder Blasenentzündung, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen, zusätzlich mit homöopathischen Mitteln wie Aconitum napellus oder Cantharis vesicatoria unterstützen. Im Zweifelsfall sollte zu Wechselwirkungen homöopathischer Mittel mit chemischen Arzneimitteln ein Arzt oder Heilpraktiker befragt werden.

[BS]

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