Sofía - eine Wassergeburt

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Sofía im Kreissaal
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Sofía im Kreissaal

Unsere kleine Sofía erblickte am 07. Mai 2010 das Licht der Welt. Zum Glück verbrachte sie eine sehr unkomplizierte Zeit bei mir im Bauch – die Schwangerschaft verlief sehr gut; sozusagen alles nach Plan. Das wünscht man sich natürlich immer, aber besonders beim dritten Kind. Wir wollten uns diesmal überraschen lassen, ob das Baby ein Bub oder ein Mädchen wird – die Neugierde war groß, aber Präferenz hatten wir keine, so mal wir ja bereits eine Tochter und einen Sohn haben.

Am 1. Mai war der errechnete Entbindungstermin. Keines meiner Kinder kam bisher nach dem Termin, also habe ich bereits die letzten 2-3 Wochen vor dem Termin jederzeit damit gerechnet, dass es losgehen würde. Der kleinen Sofía hat es aber bei Mami im Bauch so gut gefallen, dass sie gleich ganze 6 Tage länger blieb. Das lange Warten war vor allem für die Kinder schwierig, aber dann kam sie ja doch endlich.

In der Nacht auf den 7. Mai spürte ich bereits, dass ich leichte Wehen hatte. Mein Gynäkologe riet mir beim dritten Kind bereits bei Wehen im Abstand von 10 Minuten ins Krankenhaus zu fahren, da es bei der dritten Geburt doch etwas schneller gehen könnte. Ab 5 Uhr früh hatte ich dann alle 10 Minuten leichte Wehen, da sie aber nicht stärker oder in kürzeren Abständen kamen, wartete ich noch zu und weckte dann doch um 6 Uhr meinen Mann und rief meine Mutter an, die „Allzeit bereit“ schon seit Wochen auf meinen Anruf wartete, um die größeren Kinder während der Geburt zu betreuen. Also ab ins Auto und zum Krankenhaus. Nach Erledigung der Formalitäten wurde beim CTG festgestellt, dass alles in Ordnung war und der Muttermund hatte sich schon „etwas“ geöffnet. Ich sollte ein bisschen spazieren gehen, frühstücken und wenn sich nicht mehr tut, in drei Stunden wieder zum CTG kommen. Und es tat sich nicht mehr … Mein Mann und ich marschierten bei prächtigem Frühlingswetter kilometerlang (zum Glück ist gleich neben dem Krankenhaus ein großer Park und Wald), gingen Kaffee trinken und lasen die Tageszeitung. Diese Arten der Beschäftigung bleiben uns ja normalerweise im Alltag erspart … mit zwei Kleinkindern hat man am Frühstückstisch andere Sorgen als die Weltnachrichten. Langsam aber sicher wurden wir aber doch ungeduldig, da die leichten Wehen unverändert alle 10 Minuten kamen und wieder gingen.

Um die Mittagszeit beriet ich mich mit der Hebamme, wie man den Prozess wohl ein bisschen beschleunigen könnte. Um 13 Uhr erhielt ich dann einen Einlauf und zwirbelte ein wenig an den Brustwarzen (beides wehenfördernd) und schickte meinen Mann noch eine Runde spazieren. Ich wollte mich am Zimmer ein wenig ausruhen, da ich inzwischen doch schon ein wenig müde war. Kaum hatte mein Mann das Krankenhaus verlassen, bekam ich starke Wehen, die innerhalb kürzester Zeit in knappen Abständen kamen. Also rief ich schnell meinen Mann an und machte mich auf den Weg Richtung Kreißsaal zur Hebamme. Auf dem Ball kreisend entspannte ich mich in den Wehenpausen, die Wehen verarbeitete ich meist im Stehen, mit den Händen abgestützt. Mein Mann, der gerne helfen wollte, durfte mich - wie auch schon bei den anderen Geburten - besser nicht berühren, aber er reichte mir alle paar Minuten eine Wasserflasche. Als die Schmerzen richtig stark wurden, bekam ich eine halbe Schmerzspritze in den Gesäßmuskel, ob es wirklich was nützte, weiß ich nicht mehr.

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Baby in der Badewanne
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Baby in der Badewanne

Die Hebamme schlug mir vor, ob ich nicht vielleicht zur Entspannung in die Badewanne gehen wolle, was ich anfangs ablehnte, da ich mich bei meiner ersten Geburt in der Wanne gar nicht wohl gefühlt hatte und sie nach einigen Minuten wieder verließ. Dann ließ ich mich aber doch überreden – einen Versuch war es Wert. Und siehe da – das warme Wasser half mir sehr mich in den Wehenpausen besser zu entspannen und ich konnte nochmal Kräfte für den Endspurt sammeln. Die Austreibungsphase begann dann plötzlich in der Wanne und wir beschlossen kurzfristig, es mit einer Wassergeburt zu versuchen. Alles ging dann unheimlich schnell. Nach drei Presswehen tauchte unser Baby um 17 Uhr in die Wanne … als die Hebamme mir den kleinen Wurm auf die Brust legte, hatte ich schon gesehen – sie war ein Mädchen. Sofía kuschelte noch ganz lange an mich geschmiegt im Wasser und schien sich sehr wohl zu fühlen. Der frischgebackene dreifach-Papa durchtrennte die Nabelschnur und durfte unser kleines Mädchen dann in ein Handtuch gewickelt in Empfang nehmen. Die Nachgeburt fand auch noch in der Badewanne (ohne Wasser) statt, danach duschte ich mich und der Dammeinriss wurde genäht. Dann konnte ich im Bett Sofía endlich wieder zu mir nehmen, sie startete bereits ihre ersten Trinkversuche. Später wurde sie untersucht, gebadet und angezogen. Wir warteten im Kreißsaal noch die notwendigen Krankenhausformalitäten ab, um uns dann auf den Heimweg zu machen. Die beiden Großen erwarteten zu Hause schon sehnsüchtig ihre kleine Schwester, die stürmisch begrüßt wurde! Wir alle genossen die ersten gemeinsamen Tage zu Hause sehr und auch für mich blieb trotz dreier Kinder genug Ruhe. Wichtig: nicht alle Besucher müssen in den ersten Tagen kommen … also ruhig das Babyschauen auf später verschieben. Familie und Freunde kann man ruhig für die erste Zeit um Hilfe bitten, um mal was mit den Großen zu unternehmen, damit zu Hause nicht den ganzen Tag Trubel herrscht.


Zur Nachbetreuung kam in den ersten beiden Wochen fast täglich eine Hebamme, die Baby und Mama untersuchte.

Infos zur Wassergeburt:

Bei einer Wassergeburt ist das Baby nach der Geburt komplett unter Wasser. Babys haben den sogenannten Tauchreflex. Solange sich Babys Gesicht im Wasser befindet, verschließt sich der kindliche Kehlkopf reflexartig und es kann kein Wasser eingeatmet werden.




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