Voraussetzungen für hygienisch einwandfreies Einfrieren von Muttermilch:
1. Hände waschen vor dem Abpumpen und Einfüllen der Milch.
2. Folgende Aufbewahrungsbehälter eignen sich zum Einfrieren: frostgeeignete qualitativ hochwertige Plastikbehälter, gefriertaugliche Plastiksackerl oder spezielle Muttermilchbeutel aus der Apotheke/Drogerie. Wenn Plastikbehälter für das Einfrieren von Muttermilch verwendet werden, sollten diese nicht größer sein als die einzufrierende Milch. Ein großer Leerrzaum mit Luft zwischen Milch und Deckel vermindert die Qualität und Haltbarkeit der Muttermilch. Auch Glas kann zum Einfrieren von Muttermilch verwendet werden. Das Glas darf aber nicht zu voll gefüllt werden, denn die Milch dehnt sich beim Einfrieren aus und das Glas kann springen. Die Haltbarkeit ist bei der Verwendung von Glas ebenfalls etwas kürzer, denn durch den Deckel kann Luft eindringen.
3. Alle Gefäße sauber auswaschen. Bei Neugeborenen Einwegsackerl verwenden oder die Gefrierbehälter auskochen. Nach dem Waschen an der Luft trocknen lassen (nicht mit einem Geschirrtuch).
4. Die Aufbewahrungsbehälter mit Datum beschriften. Denn die Milch sollte in der Reihenfolge verbraucht werden, in der sie abgepumpt wurde.
Haltbarkeit von eingefrorener Muttermilch:
Bei minus 18 Grad Celsius ist gefrorene Muttermilch mindestens drei Monate haltbar, bei minus 20 Grad Celsius sechs Monate oder sogar länger. Die Temperatur des Kühlers muss konstant sein, um diese lange Haltbarkeit zu gewährleisten.
Portionsgröße der eingefrorenen Muttermilch:
Entweder die Milch wird im zuvor abgekochten Eiswürfelbehälter eingefroren und kann so nach belieben portioniert werden oder ein Beutel wird mit der gewünschten Menge befüllt. Die benötigte Menge Muttermilch setzt sich aus Alter und Gewicht zusammen. Pro Tag sollte ein Baby etwa 160 bis 180 Milliliter pro Kilogramm Milch bekommen. Meist wird die Menge in sechs Portionen aufgeteilt, das sind dann beispielsweise bei einem vier Kilogramm schweren Baby 110 Milliliter pro Flasche.
Einfrieren der Muttermilch:
Die Muttermilch sollte möglichst rasch gefrieren und während des Gefrierens nie antauen, dadurch bleibt die Qualität am besten erhalten. Das heißt, um ein Antauen zu vermeiden, sollten die Behälter beim Einfrieren nicht direkt neben bereits Gefrorenes gelegt werden. Auch das Aufgießen der Muttermilch auf bereits gefrorene Milch ist qualitätsmindernd und sollte unterlassen werden.
Auftauen der Muttermilch:
Um die Nährstoffe und Zusammensetzung der Muttermilch zu erhalten, muss sie schonend aufgetaut werden. Entweder sie wird im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur aufgetaut. Wenn es rascher gehen soll, kann die Milch unter fließendem, kaltem Wasser und allmählich wärmerem Wasser (max. 37 Grad Celsius) aufgetaut werden. Wird Muttermilch in zu warmem Wasser aufgetaut, gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren.
Einmal aufgetaute Milch kann im Kühlschrank 24 Stunden gelagert werden, vorausgesetzt die Muttermilch wurde frisch eingefroren. Die Milch sollte kein zweites Mal eingefroren werden.