Im Gegensatz zu früher
handelt es sich heutzutage beim Thema Fehl- oder Frühgeburt um kein
unabwendbares Schicksal mehr. Dank konstanter medizinischer
Neuerungen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Methoden, um eine
Schwangerschaft zu erhalten. Je früher mit einer Therapie angesetzt
wird, desto besser stehen natürlich die Erfolgschancen. Wobei es am
einfachsten sein dürfte, bei sich selbst anzufangen.
Mittels regelmäßiger
Selbsttests für Schwangere lassen sich beispielsweise Hinweise auf
ein mögliches Infektionsrisiko gewinnen. Hierbei wird mithilfe eines
speziell beschichteten Handschuhs (gibt’s bei der Krankenkasse) der
pH-Wert am Scheideneingang gemessen, am besten zwei Mal pro Woche.
Zwar werden die Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen, es
lohnt sich aber einfach einmal nachzufragen. Infos und
Bestellmöglichkeiten: www.saling-institut.de.
Hierbei geht es darum, dass, sobald die Schwangere eine Veränderung
im pH-Wert feststellt, sofort gehandelt werden kann, da der Prozess
von einer Infektion der Scheide zu einer Früh- oder Fehlgeburt nur
wenige Wochen dauert. Wobei es für viele werdende Mütter auf Dauer
natürlich beunruhigend sein kann, jede Woche erneut nach Keimen in
ihrem Inneren zu suchen.
Womit auch schon eine
weitere Ursache für eine Frühgeburt angesprochen wäre:
(seelischer) Stress. Vielen Schwangeren wird erst bewusst, dass sie
sich zu viel zumuten, wenn sie mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus
liegen. Und vorzeitige Wehen sind immer ein Alarmzeichen. Zwar ist
eine Schwangerschaft keine Krankheit, überfordern sollte man sich
jedoch auch nicht. Vor allem nicht mit im
Nachhinein unwichtigen Dingen, die das Leben des Ungeborenen in
Gefahr bringen. Denn auch Langsamkeit und Reflexion können ihre
Reize haben. Wenn Du also merkst, dass Dir alles zu viel wird und Du
nur noch funktionieren musst, schalte einen Gang zurück und versuche, zur Ruhe zu kommen und Dir selbst Pausen zu verordnen. Der kleine
Wurm in Deinem Inneren wird es Dir danken.
Leider kommt es auch bei
disziplinierter Selbstkontrolle und ausreichend Ruhe immer noch zu
Früh- oder späten Fehlgeburten. Gehen bei einer Frau zwei oder mehr
Schwangerschaften frühzeitig zu Ende, ergreifen Mediziner
drastischere Maßnahmen, um das Kind in der Gebärmutter zu halten: Die Rede ist hier von der Cerclage bzw. dem Totalen
Muttermundverschluss (TMV). Bei der Cerclage
wird mittels eines operativen Eingriffs der Gebärmutterhals mit
einem Faden oder einer Schlinge verengt, womit es Erregern in der
Scheide erschwert werden soll, hinaufzuwandern bzw. das Baby in der
Gebärmutter gehalten werden soll. Wie genau soll das gehen? Stell
Dir am besten einen Turnbeutel vor, den man zuzieht und so
verschließt.
Dem gegenüber steht der
Totale Muttermundverschluss, ein Eingriff, der, wenn er auch
etwas drastisch klingt, von Spezialisten durchgeführt, kaum Risiken
für Baby und Mutter mit sich bringt. Dafür aber viele
Schwangerschaften erhält. Hierbei wird der Muttermund komplett
verschlossen, also in mehreren Schichten zugenäht.
[AKH]