Ein Vater erlebt die Geburt

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Du bist also mein Papa!
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Du bist also mein Papa!

Für jeden Mann, der zum ersten Mal eine Geburt erlebt, ist es ein unvergessliches Erlebnis, das große Eindrücke hinterlässt.

Sicher etwas anders als das, was die Frau erlebt, aber dennoch tief und prägend. Da ich eher schreibfaul bin, habe ich meine Frau gebeten meine Geschichte aufzuschreiben und ich hoffe damit jemandem Mut machen zu können: den werdenden Vätern, die ängstlich dem "Abenteuer Geburt" entgegen sehen.

Wir wollten ein gemeinsames Kind, das war uns klar und wir "übten" fleißig, um dann Monat für Monat enttäuscht zu werden, dass wieder kein Baby unterwegs ist. Eigentlich glaubten wir kaum noch daran, dass es eines Tages funktionieren würde und es war schon fast Routine, die uns sagen ließ "Das wird schon noch klappen!".

Es war Anfang Januar als meine Frau mit sehr ernstem Gesichtsausdruck das Gespräch mit mir suchte und sagte "Weißt Du noch, wenn wir meinten, dass wir langsam die Hoffnung auf ein gemeinsames Kind verlieren, wir uns gleichzeitig auch wieder aufbauten? Naja, wir hatten recht!" und mit diesen Worten hielt sie mir einen positiven Schwangerschaftstest unter die Nase.

So sehr ich diesen Augenblick herbeigesehnt hatte, so sehr war es auch ein unerwartetes Erschrecken. Tausende Gedanken wirbelten in meinem Kopf herum, sagten mir, dass sich nun so vieles ändern würde und ich brauchte ein paar Tage, um dieses Kopfchaos zu sortieren und hauptsächlich die Freude zu empfinden.

Es war in den ersten Monaten, schwierig mich mit all den neuen Eindrücken identifizieren zu können. Meine Frau veränderte sich im Wesen, war manchmal reizbar, dann wieder dem Wasser sehr nah gebaut. Den ganzen Tag liefen Sendungen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt, Babykataloge stapelten sich in jeder Ecke des Hauses und manchmal war ich einfach nur überfordert, weil ich das alles wie eine fremde Welt empfand. Es war als habe ich nicht teil an dem, was sich im Körper meiner Frau tat, als sei sie ganz in sich allein ohne mich wahr zu nehmen oder zu brauchen.

Das änderte sich erst als ich verstand, dass sie mich mit all der Euphorie anzustecken und nicht zu überrumpeln versuchte. Gemeinsam gingen wir dann fürs Baby shoppen, suchten Kleidung aus, testeten Kinderwagen und auch wenn ich mir anfangs einredete, das ich mich dagegen sträubte, verfiel ich immer mehr dem Rausch meiner Frau eine Stütze beim Nestbau zu werden. Als ich dann etwa 2 Monate vor der Geburt das Babyzimmer in einer Nachtschicht renovierte und einrichtete, war jede Spur von Ausgeschlossen sein verschwunden und ich freute mich auf den Moment unser Baby im Arm halten zu dürfen.

Früher hatte ich immer gesagt, ich würde im Leben keinen Säugling auf den Arm nehmen, denn ich könnte ihn ja verletzen und auch in den Kreißsaal würde ich niemals mitgehen. So dachte ich bevor ich zum ersten Mal aktiv eine Schwangerschaft miterlebte. Nun stand für mich fest, dass ich meine Frau nicht allein bei der Geburt lassen würde. Ich wollte dabei sein, sie und unser Baby beschützen, sie stützen wenn ich konnte und natürlich war ich auch neugierig. All die Angst, die ich sonst verspürt hatte, ging unter in dem Gefühl Papa zu werden.

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Jede Geburt ist anders, jede Mami hat ihre eigene und ganz individuelle Geschichte über ihre Geburt. Manche haben es schnell hinter sich, andere kriegen nach stundenlangen Wehen einen Notka ..
Bild: Réka Schausberger
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