Den meisten Mamis liegt die gesunde Ernährung ihrer Kinder ganz besonders am Herzen. Dabei ist natürlich wichtig, dass die Mütter auch das entsprechende Wissen über Kinderernährung haben. Nicht nur über die Wahl der Lebensmittel herrscht oft Unklarheit. Sind Milch, Spinat, alternative Süßungsmittel & Co nun wirklich gesund? Auch über das Essverhalten ist oft widersprüchliches zu hören. Soll nun ein Kind selbst das Essen wählen dürfen und wie oft am Tag soll überhaupt gegessen werden?
Hier findest Du kompetente Antworten für all Deine Fragen:
1. Milch ist und bleibt ein gesundes Nahrungsmittel für Kinder. Milch liefert nicht nur lebenswichtiges Kalzium, auch die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß ist durch Milch gewährleistet. Sofern Kinder unter einer Lactoseintoleranz leiden, kann auf lactosefreie Milch zurückgegriffen werden. Bei einer Milchallergie muss diese natürlich gemieden werden. In diesem Fall ist auf eine hohe Kalziumzufuhr in der Ernährung zu achten, etwa durch Gemüse, Samen und Mineralwasser. In unserem Magazin findest Du noch mehr zum Thema, ob Kuhmilch wirklich gesund ist.
2. Das Meiden von allergenen Lebensmitteln zur Allergieprävention ist bei gesunden Kindern nicht nötig. Wie neueste Studien feststellten, ist das sogar eher nachteilig. Ab einem halben Jahr sollte einem Baby in kleinen Mengen alles zum Essen gegeben werden. Wohlgemerkt: in kleinen Mengen. Mehr zum Thema Allergien findest Du in unserem Mamiweb-eXtra: Allergie.
3. Kuhmilch darf schon ab einem halben Jahr zur Herstellung des Breis verwendet werden. Die Vermeidung von Kuhmilch im ersten Lebensjahr hat die Zahl der allergischen Kinder nicht gesenkt! Experten vermuten möglicherweise sogar erhöht. Ab einem halben Jahr sollte sich ein Baby in kleinen Mengen an das Milcheiweiß gewöhnen. Dazu kann Kuhmilch (anfangs verdünnt) für den Brei verwendet werden. Als Flaschenmilch darf Kuhmilch erst ab einem Jahr gegeben werden. Unsere Mamiweb-ErnährungseXpertin gibt Dir Tipps, wie Du eine Allergie durch die richtige Babymilch vermeiden kannst.
4. Kinder sollten Wasser trinken. Saft ist kalorienreich und zahnschädigend. Vor allem Kinder mit Tendenz zu Übergewicht sollten ausschließlich Wasser trinken. Ein Saftgetränk aus reinem Fruchtsaft mit Wasser gemischt kann zum Essen getrunken werden, aber nicht zwischendurch. Unsere ErnährungseXpertin gibt Tipps dazu, was und wieviel Kinder trinken sollen.
5. Kinder brauchen Fett. Für Kinder ist fettarmes Essen nicht nur weniger sättigend, es ist vor allem auch nährstoffarmer. Für die Gehirnentwicklung, optimale Zellfunktionen und hormonelle Abläufe ist die Versorgung mit Fett und zwar mit essentiellen Fettsäuren zwingend notwendig. Das heißt, Kindern sollten die richtigen Fettquellen zur Verfügung gestellt werden: Pflanzenöle, Nüsse, Fisch oder Samen. Gesättigte Fette in Wurst, Fleisch, Süßigkeiten und stark verarbeiteten Lebensmitteln sollten allerdings nur in Maßen gegessen werden. Mehr zum Them Fett, kannst Du unter: "Fett in der Ernährung" lesen.
6. Alternative Süßungsmittel dürfen nicht als Freibrief zum ‚süß essen’ gesehen werden. Alternative Süßungsmittel können eine gute Alternative für Zucker sein, aber sie sollten nur in Maßen gegessen werden. Sie sind genauso wie Haushaltszucker kalorienreich, zahnschädigend, rasch verdaulich und wenig sättigend. Einem Kind die Süßigkeiten ganz zu verbieten, ist aber auch keine Lösung: Wenn sich ein Kind zu 80 Prozent gesund ernährt, können die restlichen 20 Prozent ungesunde Speisen, wie Süßigkeiten, Fast Food und Co sein. Unsere ErnährungseXpertin gibt Dir genaueren Tipps zu alternativen Süßungsmitteln.
7. Light-Produkte oder mit Nährstoffen angereicherte Produkte sind für Kinder nicht notwenig. Die Zusatzstoffe und der hohe Kohlenhydratanteil dieser Produkte belasten den kindlichen Körper nur unnötig. Durch den Verzehr von frischen Lebensmitteln ist die Versorgung mit allen Nährstoffen gewährleistet. Hintergrundinformationen zu diesem Thema findest Du unter: "Das Geschäft mit den Light-Produkten".
8. Kinder brauchen keine Kinderlebensmittel, diese sind meist nur süßer, fetter, kaloreinreicher, teurer und weniger sättigend. Beim Verzehr von frischen Lebensmitteln ist der Bedarf an Nährstoffen besser gedeckt als mit speziellen Kinderlebensmitteln. Tipps zur Gesunden Kinderernährung kannst Du in unserem Mamiweb-eXtra: Gesunde Ernährung für Kinder holen.
9. Kinder brauchen häufig kleine Mahlzeiten. Wer das Gewicht des Kindes mit der Mahlzeitenhäufigkeit kontrollieren will, sollte vorsichtig sein. Denn Kinder brauchen für eine optimale Energie- und Nährstoffversorgung täglich 5 bis 6 kleine Mahlzeiten. Laut neuesten Studien haben jene Kinder weniger Gewicht, die mindestens 5 Mahlzeiten zu sich nehmen. Mamiweb gibt Dir Tipps zur Ernährung von übergewichtigen Kindern.
10. Kinder sollten nicht zum gesunden Essen gezwungen werden. So erreichen Eltern in erster Linie, dass Kinder mit gesundem Essen Zwang verbinden. Kinder wissen sehr wohl, was ihnen gut tut und was nicht. Oft steckt hinter einer Abneigung eine unerkannte Nahrungsunverträglichkeit. Laut Studien spüren Kinder intuitiv, was ihnen gut tut. Dieser Mechanismus funktioniert aber nur bei möglichst frischem Essen. Bei stark verarbeitetem Essen konnte dieses instinktive Verhalten nicht mehr festgestellt werden. Was man jedoch tun kann, um Kindern das gesunde Essen schmackhaft zu machen, kannst Du unter "Mein Kind will nicht Essen" lesen.
Hast Du Dir schon immer überlegt, welche Aussagen und Behauptungen in Sachen Ernährung tatsächlich stimmen? Alle scheinen eine konkrete Meinung, aber keine Ahnung zu haben... Was soll man also tatsächlich glauben? Ist Kuhmilch gesund? Macht abends essen dick? Soll man in der Schwangerschaft für Zwei essen? Ist Kaffee schädlich? Wie gesund sind Schokolade und Spinat? Wir geben Antworten zu Ernährungsmythen, die so im Umlauf sind...