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Sonnenschutz: Die Hauttypen nach Fitzpatrick

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Es gibt sehr unterschiedliche Hauttypen.
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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 29.02.2016Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Jede Haut ist anders

Im Jahr 1975 entwickelte der US-amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick eine Einteilung in verschiedene Hauttypen, um so eine Dosierung in der Therapie bei einigen Hauterkrankungen wie beispielsweise Schuppenflechte oder Neurodermitis zu erleichtern.

Die PUVA-Therapie, PUVA ist die Kurzform von "Psoralen plus UV-A" oder auch Photochemotherapie, werden langwellige UV-Strahlen mit aus Naturstoffen gewonnenen Psoralen kombiniert und zur Bestrahlung der Haut angewendet. Da jeder Hauttyp eine andere Eigenschutzzeit gegen UV-Licht hat, entwickelte Thomas Fitzpatrick die Klassifizierung, die anfangs nur vier weiße Hauttypen umfasste, da diese empfindlicher auf die Therapie reagieren.

Erst später wurden die Hauttypen „V“ und „VI“, dunkler und schwarzer Hauttyp, hinzugefügt. Die Einteilung in verschiedene Hauttypen erleichtert bis heute den Menschen, auch außerhalb von medizinischen Bereichen, ihren Typ festzustellen und sich entsprechend auf Aufenthalte im direkten Sonnenlicht vorzubereiten. Je dunkler der Hauttyp ist, desto niedriger kann theoretisch auch der Lichtschutzfaktor im Sonnenschutz ausfallen. Dennoch sollten alle Hauttypen grundsätzlich einen zusätzlichen Sonnenschutz wählen, denn dieser unterstützt den Eigenschutz der Haut und schont diesen.

Die Hauttypen

Der keltischer Typ / Typ I

Menschen des keltischen Typs haben in der Regel von Natur aus rote Haare oder Haare mit einem Rotschimmer. Sie können allerdings auch sehr hellblonde Haare haben.

Ihre Augenfarbe ist blau, grün oder grau. Ihr Hautbild wirkt fast durchsichtig, ähnlich Porzellan und ist sehr hell. Sommersprossen sind bei Menschen mit keltischem Hauttyp sehr häufig zu sehen.

Die Farbe der Brustwarzen ist in einem helleren Rosa. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken ist für den keltischen Typ sehr hoch. Menschen dieses Hauttyps werden nicht oder kaum braun. Normalerweise bekommen sie lediglich verstärkt Sommersprossen. Diese können jedoch in einer solchen Vielzahl, dicht an dicht, auftreten, dass es wie eine Bräunung wirkt.

Schon weniger als 10 Minuten können ausreichen, um einem Menschen mit keltischem Hauttyp einen Sonnenbrand zu bescheren. Deshalb wird ihnen geraten, die direkte Sonne möglichst zu vermeiden und sich nur dann im Sonnenlicht aufzuhalten, wenn sie ihre Haut ausreichenden in Form von Kleidung oder Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor schützen.

Auch ein Sonnenhut sollte ein unbedingtes Muss sein.

Nordischer Typ / Typ II

Als „nordischen Typ“ in der Hautbildklassifizierung bezeichnet man Menschen mit heller Haut, auf der es auch verstärkt zu Sommersprossen kommen kann. Die Augenfarbe dieser Menschen ist meist blau, grün oder grau.

Haarfarben variieren zwischen allen Blond- und Brauntönen, manchmal auch mit rötlichem Schimmer. Die Brustwarzen von Menschen des nordischen Typs sind eher hellrot oder von einem kräftigeren Rosa.

Die Gefahr einer Erkrankung an Hautkrebs ist für den nordischen Typ hoch. Menschen des nordischen Typs werden nur sehr langsam braun. Meist neigen sie dazu, sich schnell Sonnenbrände zuzuziehen. Daher benötigt ihre Haut einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor.

Maximal 10 bis 20 Minuten, reicht der natürliche Eigenschutz der Haut eines Menschen mit nordischem Typ, um die Haut vor einem Sonnenbrand zu schützen.

Daher sollten Menschen dieses Hauttyps das direkte Sonnenlicht weitestgehend meiden und sich, mit entsprechendem Schutz gegen UV-Strahlung eher im Schatten oder Halbschatten aufhalten.

Lesetipp: Hausmittel für Kinder gegen Sonnenbrand.

Mischtyp / Typ III

Menschen mit einer Haut des Mischtyps haben eher etwas hellere Haut, die allerdings dem Sonnenlicht gegenüber weniger empfindlich scheint. Sommersprossen treten bei dieser Haut weniger oft auf und dann meist auch nur geringfügiger.

Von der Haarfarbe her, kann man den Mischtyp nicht deutlich erkennen, denn von einem Hellblond bis hin zu Schwarz kann der Mischtyp alle Haarfarben haben. Auch die Farbe der Augen reicht hier zwischen blau, grün, grau oder braun. Die Brustwarzen eines Menschen des Mischtyps sind eher dunkler, beziehungsweise von einem helleren Braun.

Menschen mit Mischtyp tragen ein Risiko für Erkrankung an Hautkrebs. Die Eigenschutzzeit eines Menschen des Mischtyps im Sonnenlicht beträgt etwa 20 bis 30 Minuten. Daher sollte ein Sonnenschutz mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor ein Muss sein.

Menschen dieses Hautbildes bräunen mäßig und langsamer und neigen zu Sonnenbränden.

Mediterraner Typ / Typ IV

Als mediterranen Typ bezeichnet man Menschen, die von Natur aus eine leicht gebräunte Haut haben. Ihre Augenfarbe ist meist braun, die Haarfarbe braun oder schwarz. Manchmal auch dunkelblond. Sommersprossen findet man bei mediterranen Typ nicht. Die Farbe der Brustwarzen ist eher von einem dunkleren Braun.

Das Hautkrebsrisiko für Menschen des mediterranen Typs ist vorhanden, allerdings eher niedriger. Da Menschen des mediterranen Typs eine hohe Eigenschutzzeit der Haut haben, können sie normalerweise auch ohne speziellen Sonnenschutz 30 Minuten und länger im Sonnenlicht bleiben. Dennoch empfiehlt sich grundsätzlich ein zusätzlicher Sonnenschutz mit gutem Lichtschutzfaktor, um die Haut nicht unnötig zu belasten. Denn, wenn auch seltener, kann auch der mediterrane Typ sich Sonnenbrände zuziehen.

Dunkle Hauttypen / Typ V

Als Menschen mit dunklem Hauttyp bezeichnet man Personen, die von Natur aus eine dunkle Haut haben. Dabei reichen die Farbnuancen der Haut von einem hellen bis zu einem dunklen Braun. Menschen dieses Hauttyps haben in der Regel braune Augen und dunkelbraune oder schwarze Haare. Sommersprossen findet man bei ihnen nicht.

Das Hautkrebsrisiko für Menschen mit dunklem Hauttyp ist eher gering. Menschen des dunklen Hauttyps besitzen eine Eigenschutzzeit der Haut von 90 Minuten und mehr. Sie neigen eher selten zu Sonnenbränden, sollten jedoch auf einen zusätzlichen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor nicht verzichten, um die Haut nicht zu sehr zu belasten.

Schwarze Hauttypen / Typ VI

Als „schwarzen Hauttyp“ bezeichnet man Menschen, die bereits von Natur aus eine sehr dunkle Hautfarbe mit einem Farbton von dunkelbraun bis schwarz haben. Sommersprossen haben Menschen mit schwarzer Haut nicht. Ihre Augenfarbe ist, in der Regel, braun bis dunkelbraun und ihre Haarfarbe fast immer schwarz.

Menschen des schwarzen Hauttyps haben ein nur sehr geringes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Da Menschen mit schwarzem Hauttyp eher selten zu Sonnenbränden neigen und ihre Haut einen sehr hohen Eigenschutz besitzt, können sie in der Regel 90 Minuten und länger, auch ohne zusätzlichen Sonnenschutz, in der direkten Sonne bleiben. Dennoch gilt auch für sie, als Entlastung für die Haut, möglichst einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor zu verwenden.

[SyKo]

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