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Wie kann ich Weihnachtsstress vermeiden?

Weihnachtseinkäufe
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AutoreninfoMag. Carina Runge-Mathis
aktualisiert: 05.12.2019Gründerin von Mamiweb, Mehrfache Mutter
Gesundheit, Familie, Soziales

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Jesuskind, sondern auch der typisch vorweihnachtliche Stress. Doch wie schafft man es, dass die Vorweihnachtszeit nicht zu einem einzigen Desaster wird? Auf diese Frage findest du hier im Artikel eine Antwort.

Inhalt des Beitrags:
  1. Alle Jahre wieder...
  2. Stress, Frust und schiefhängender Haussegen
  3. Besinnlichkeit gesucht
  4. 9 Tipps für weniger Stress

Alle Jahre wieder...

Jedes Jahr wieder wird man, kaum ist man aus dem Sommerurlaub zurück, vom einsetzenden Weihnachtswahnsinn überrascht. Obwohl schon Ende August die meisten großen Discounter auf Weihnachtsstimmung umstellen, vergeht die Zeit zwischen August und Dezember doch so schnell, dass bevor wir uns richtig versehen, wir schon wieder mittendrin im Weihnachtsstress sitzen. Egal was auch immer wir uns im letzten Jahr auch vorgenommen haben mögen, früher oder später holt uns der Stress ein und wie jedes Jahr sind wir dann spätestens nach der ersten oder zweiten Dezemberwoche froh, wenn der Irrsinn endlich ein Ende hat und das neue Jahr vor der Tür steht.

Stress, Frust und schiefhängender Haussegen

Die Adventszeit sollte eigentlich die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe und des Friedens sein, aber wenn man diese Idealvorstellung einmal mit der Realität vergleicht, stellt man sehr schnell fest, dass das was tatsächlich Fakt ist, Stress, Frust und ein schiefhängender Haussegen sind. In den meisten Familien ist so viel in der Adventszeit zu tun, dass es kaum möglich erscheint, dies alles in den vier Wochen vor Weihnachten noch zu erledigen. Hierdurch hängt natürlich in vielen Familien auch der Haussegen entsprechend schief, da alle Beteiligten gereizt und gestresst sind. Die vorweihnachtliche Zeit ist in den wenigsten Familien wirklich harmonisch, da der Arbeitsaufwand und der damit verbundene Druck einfach zu hoch sind.

Besinnlichkeit gesucht

Das Interessante ist zu beobachten, dass die meisten Dinge, die man tut, und die letztendlich dazu führen, dass es zu Stress, Frust, Tränen und dem schiefhängenden Haussegen überhaupt erst kommt, alles Dinge sind, die man eigentlich tut, um Besinnlichkeit, Harmonie und ähnliche Dinge in der Vorweihnachtszeit zu etablieren. Doch je stärker die Menschen offensichtlich nach diesen Dingen wie Besinnlichkeit, Ruhe und Frieden suchen, desto stressiger, frustrierender und unangenehmer scheint die Weihnachtszeit zu werden. Die wenigsten Menschen sind in dieser Zeit in der Lage sich einfach mal zurückzulehnen, die Füße hochzulegen und die Weihnachtszeit, Weihnachtszeit sein zu lassen.

9 Tipps für weniger Stress

Tipp eins: Wer sich viel Frust und Stress ersparen möchte, der sollte dafür sorgen, dass es zu einer Arbeitsteilung innerhalb der Familie kommt. Weihnachten ist schließlich nicht das Fest eines einzelnen, sondern es ist ein Familienfest und von daher sollte auch jeder einen Teil der anfallenden Aufgaben übernehmen. Je nach seinen Möglichkeiten sind selbst Kinder schon in der Lage kleinere oder größere Aufgaben zu erledigen und tun dies in der Regel auch sehr gerne. Egal, um welche Kleinigkeiten es sich handelt, lagere sie ruhig einmal aus und lass auch den Rest der Familie an den Vorbereitungen des Weihnachtsfestes teilhaben. Vielleicht wirst du sehen, dass der Rest der Familie auch Spaß daran haben wird, Weihnachtsvorbereitungen zu treffen.

Tipp zwei: Weihnachten ist traditionell der Tag, an dem es einen Weihnachtsbraten gibt. Doch der Weihnachtsbraten ist häufig mit einem ganzen Tag kochen verbunden, und da man hierbei in der Regel nicht viel vorbereiten kann, muss das Kochen zusätzlich zu all den anderen Dingen passieren, die an diesen Tagen ebenfalls passieren müssen. Hier kann es durchaus interessant sein, anstelle eines dicken Weihnachtsbratens einfach ein leckeres kaltes Buffet mit verschiedenen Köstlichkeiten aufzufahren und dir so jede Menge Arbeit zu ersparen. Dies sorgt im Endeffekt dafür, dass du in der Regel deutlich flexibler sein kannst und es erspart in der Regel sehr viel Stress.

Tipp drei: Gerade im Dezember sollte man seine Einkäufe sehr gut planen, denn es gibt nichts Ätzenderes, als in dieser Jahreszeit in einen Supermarkt zu müssen. Das absolute Highlight ist hierbei natürlich der 24. Dezember, wo man in der Regel im total überfüllten Supermarkt sich mit Dutzenden anderen Menschen, um die letzten Reste der Regalinhalte streiten muss. Hier ist es durchaus klug, sich schon im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was man über die Feiertage hinweg braucht und dieses idealerweise frühzeitig genug einzukaufen. Gerade bei all denjenigen Dingen, die sich hervorragend und ohne größere Probleme über einen längeren Zeitraum hinweg lagern lassen, sollte man darauf verzichten, diese kurzfristig zu kaufen. Das Glas Preiselbeeren, dass man womöglich zum Weihnachtsmenü braucht, ist in der Regel auch zum darauffolgenden Weihnachtsfest im nächsten Jahr noch haltbar und genießbar und somit ist es kein Problem, dieses womöglich schon 14 Tage vor dem eigentlichen Weihnachtsfest einzukaufen. Das geht natürlich nicht mit allen den Sachen, die du nur frisch aus dem Supermarkt besorgen kannst, aber wer hier schon mal günstig plant, erspart sich jede Menge Stress und Frust beim Einkaufen.

Tipp vier: Ebenfalls eine Sache, die viele Menschen in den Vorweihnachtstagen noch unbedingt erledigen wollen ist ein gründlicher Hausputz. Es ist nicht so, als ob diese Menschen nicht schon genug mit all den anderen Dingen zu tun hätten, die rund ums Weihnachtsfest so anfallen, doch in der Regel kommt hier ein regelrechter Putzwahn auf und nicht wenige Menschen machen ihren Partner und ihre ganze Familie mit ihren plötzlichen Sauberkeitsorgien absolut verrückt. Natürlich muss ein Grundmaß an Sauberkeit und Ordnung herrschen, doch du solltest tunlichst darauf verzichten, dies in der Vorweihnachtszeit zu übertreiben. Der Frühjahrsputz steht erst in einigen Wochen an.

Tipp fünf: Gerade in den letzten Wochen des Jahres tendieren die Menschen dazu, mehr erledigen zu wollen, als man eigentlich in dieser Zeit schaffen kann. Genau hier in dieser Zeit will man zum Jahresabschluss noch alle möglichen Termine legen, die dann zusätzlich zu all dem anderen anfallen, was ebenfalls rund um die Weihnachtszeit so an Arbeit auf dich zukommt. Jahresabschlüsse im Job, Weihnachtsfeiern und zu alledem möchte man dann noch die schon längst überfälligen Arztbesuche, die man das ganze Jahr schon vor sich hergeschoben hat und auch in diesem Jahr noch eben erledigen. Da du dich aber nicht zerreißen kannst, solltest du die hier dringend einen Teil dieser Termine einfach in den Januar schieben und sie dann auch tatsächlich richtig wahrnehmen. Es macht keinen großen Unterschied, ob der Kalender nun Dezember oder Januar ansagt, wenn es um die Wahrnehmung der Termine geht. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollte man versuchen, so wenige Termine wie nur möglich sich aufzubürden, denn in der Regel beginnt spätestens mit dem 1. Dezember eine unglaublich stressige Zeit, in der man jegliche zusätzliche Arbeit und gerade auch zusätzliche Termine vermeiden sollte. Also, wenn es nicht lebenswichtig ist, dann verschieb den Termin in den Januar.

Tipp sechs: Sind die eigentlichen Festtage dann da, so ist auch hier nichts von Besinnlichkeit oder Harmonie zu spüren, sondern ganz im Gegenteil beginnt hier der wahre Stress erst richtig. Freunde, Bekannte, Großeltern und natürlich der gesamte Rest der Verwandtschaft, will besucht werden und so verbringen viele Menschen die Weihnachtsfeiertage im Auto. Gerade mit Kindern ist dies allerdings nicht unbedingt ratsam, da weder das Autofahren, noch der Feiertagsverkehr, noch die Hektik, die die schnell aufeinanderfolgenden Besuche mit sich bringen, etwas für Kinder sind. Vielleicht ist es an der Zeit, etwas zu ändern und die Leute einfach mal zu euch kommen zu lassen. Das bedeutet zumindest weniger Stress auf eurer Seite und auf der Seite der Kinder.

Tipp sieben: Gerade wenn man Kinder hat, ist es unglaublich wichtig, zwischendurch für Ruhepausen, aber auch für Bewegung zu sorgen. Beides bleibt in der Regel gerade in der Vorweihnachtszeit aber natürlich auch dann direkt zu den Feiertagen häufig auf der Strecke. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft bringt oftmals neue Energie, die Kinder können sich mal so richtig austoben und die frische Luft tut allgemein allen Beteiligten gut. Darüber hinaus kommt man endlich einmal dazu, etwas abzuschalten, und verlässt die eigenen vier Wände. Bewegung kann hier für Entspannung sorgen und somit den Stress und die Hektik dieser Tage mindern.

Tipp acht: Dieser Tipp ist so ziemlich einer der wichtigsten, denn die meisten Menschen in der Vorweihnachtszeit vergessen nur zu gerne, dass es wichtig ist, es sich auch selbst gut gehen zu lassen. Nur wenn man sich selbst wohlfühlt, dann kann man ein Fest auch zu einem unvergesslich schönen Ereignis machen. Je angespannte und hektischer du selbst bist und je mehr Stress es im Vorfeld des Festes gab, desto schwieriger ist es, eine schöne Erinnerung und ein schönes Fest aus dem Ganzen zu machen. Es ist also durchaus angemessen, sich selbst etwas Gutes zu tun und sich selbst auch einmal eine kleine Auszeit zu nehmen, um seine eigenen Reserven wieder aufzufüllen und ein wenig zu rekapitulieren, wieso man dies überhaupt alles tut.

Tipp neun: Der absolut wichtigste Tipp von allen und das, was den meisten Menschen am meisten Stress bereitet, ist die leidige Frage nach den Geschenken. So sollte schon früh im Vorfeld anfangen, sich Gedanken darüber zu machen, wem du was schenken möchtest und diese Geschenke frühzeitig zu besorgen und irgendwohin zu legen, auf das du sie zum Fest dann bereits fertig liegen hast. Auf keinen Fall solltest du den Kauf der Geschenke bis kurz vor das Weihnachtsfest aufschieben und du solltest es auch vermeiden, die Geschenke nicht direkt zu verpacken. Je eher die Geschenke wirklich fix und fertig in einer Ecke liegen, desto eher hast du Zeit und den Kopf frei, um dich um die anderen Sachen zu kümmern. Es gibt nichts Schlimmeres, als permanent im Hinterkopf zu haben, dass man sich noch um dieses oder jenes Geschenk kümmern muss, den Berg an Geschenke noch verpacken muss oder sonst irgendetwas in dieser Art. Dieses erspart einem auch das letzte „in den Laden rennen“ am 24. Dezember, wenn einem gerade auffällt, dass man das Geschenk für seinen Onkel, seine Tante oder seinen Ehepartner noch gar nicht geholt hatte. Gerade im Zuge der Besorgung der Geschenke entsteht häufig ein großer Stress, den man durchaus vermeiden kann, wenn man es richtig anstellt.

 

[KaKra]

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