Es weihnachtet - und die Mutterrmilch ist weg!

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Mama, bitte nicht zu viel Streß!
Mama, bitte nicht zu viel Streß!
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 15.03.2020Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie

Weihnachten ist für die meisten Menschen eine problematische Zeit und so wundert es sicher niemanden, dass auch stillende Mütter in dieser Zeit so ihre Probleme haben. Doch nicht nur Weihnachten, auch zu anderen Anlässen kann die Muttermilch plötzlich weg sein. Warum das so ist, das erfährst du hier in diesem Artikel.

Inhalt des Beitrags:
  1. Das Phänomen
  2. Auswirkung auf das Stillen
  3. Die Ursache
  4. Erste Hilfe

Das Phänomen

Es ist ein Phänomen, das bei stillenden Müttern gerade zu Weihnachten häufig zu beobachten ist. Es kommt nicht nur zu Weihnachten vor, sondern auch nach dem Wochenende kann das folgende Phänomen auftreten. Grundsätzlich ist alles in Ordnung, aber plötzlich nach den Feiertagen oder nach dem Wochenende ist plötzlich die Muttermilch einfach weg. Während bei Weihnachten sicher auch der Stress eine große Rolle spielt, den sich viele Menschen in der Weihnachtszeit machen, ist gerade an den Wochenenden dies häufig nicht der Fall, also warum ist die Muttermilch plötzlich verschwunden? Fragt man einmal nach, so kann man häufig feststellen, dass die junge Mutter einige Tage zuvor Besuch gehabt hat und während der Besuch von der lieben Verwandtschaft für Mutter und Kind natürlich eine wichtige Sache ist, kann man doch beobachten, dass gerade nach dem Besuch plötzlich die Milch wegbleibt. Der Grund hierfür ist meistens darin zu finden, dass die meisten Verwandten und Bekannten gerade zum Anfang einer Stillbeziehung mit Fragen aber auch guten Ratschlägen zur Seite stehen wollen. Dies ist im Prinzip eine sehr schöne Sache, doch leider führen die Aussagen häufig, gerade bei stillenden Müttern, die dies noch nicht allzu lange tun zu Verwirrungen und Unsicherheiten. Dies fällt meistens, wenn der Besuch da es, gar nicht wirklich auf, aber sobald der Besuch von dannen gezogen ist und wieder der Alltag einkehrt, denken viele Mütter häufig noch einmal über die Dinge nach, die am Wochenende passiert sind.

Auswirkung auf das Stillen

Die Verunsicherung, die dies ausgelöst hat, resultiert dann meistens darin, dass durch die Unruhe die Milchbildung tatsächlich nennenswert beeinträchtigt wird. Allerdings muss man hier fairerweise dazu sagen, dass es nicht immer wirklich ein Fehlen der Muttermilch ist, dass die Stillprobleme in diesem Zeitfenster auslösen. Häufig kann man beobachten, dass die Kinder selbst unruhig und zappelig sind. Zum einen liegt das häufig daran, dass wenn Besuch da war, die Kinder in der Regel auch viel mehr zu verarbeiten haben und dass sie womöglich sogar herumgereicht wurden und sich mit vielen Leuten und Eindrücken auseinandersetzen mussten. Hierdurch kommt es zu einer gewissen Unruhe des Kindes, was bedeutet, dass sie zappelig an der Brust liegt und irgendwie unzufrieden wirkt. Hier ist dann meist gar nicht unbedingt mangelnde Muttermilch das Problem, sondern die Unruhe des Kindes selbst. Da es schwer ist, festzustellen, wie viel Milch das Kind schon getrunken hat, wird häufig ein Milchmangel für die Unruhe verantwortlich gemacht, doch in Wahrheit verarbeitet das Kind womöglich einfach nur die Dinge, die es an den Tagen zuvor erlebt hat. Natürlich ist nicht jeder Milchmangel auf die Unruhe zu schieben, auch Stress kann ein Auslöser für fehlende Muttermilch sein. Das Problem was ich hier meistens entwickelt, ist die Tatsache, dass das Ausbleiben oder das vermeintliche Ausbleiben der Muttermilch zu weiterer Unsicherheit führt, was nicht selten darin endet, dass man in einen Teufelskreis gerät, der das Stillen zusätzlich erschwert. Das Wichtigste beim Stillen allgemein ist es, einfach ruhig und gelassen zu bleiben und sich nicht so schnell durch irgendetwas aus der Ruhe bringen zu lassen. Nur weil es einmal zu Stillschwierigkeiten kommt, heißt das noch lange nicht, dass es jetzt vorbei ist mit dem Stillen.

Die Ursache

Stillprobleme entstehen ganz häufig entweder durch Stress oder durch Unsicherheiten. Hier kann man hervorragend sehen, wie selbst kleinste Verunsicherungen eine Auswirkung auf unseren Körper haben können. Aber nicht nur auf unseren Körper, sondern natürlich auch auf das Kind, denn gerade Babys merken es deutlich, wenn du angespannt oder verunsichert bist, und nehmen diese Verunsicherung und Anspannung in der Regel auf und sind dann ebenfalls nicht mehr besonders gut gelaunt. Je entspannter und selbstsicherer du selbst mit dem Thema Stillen umgehst, desto problemfreier kannst du damit auch über die schwierigen Phasen kommen. Stress und Leute, die dich allzu sehr verunsichern, solltest du gegebenenfalls einfach meiden. Auch wenn die meisten Ratschläge, die ein Verwandter gibt, nur gut gemeint sind, solltest du trotzdem auch deinen Besuch sagen, dass du keine guten Ratschläge oder derartiges hören möchtest. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, den Mund aufzumachen und Leuten zu sagen, was du willst oder was du nicht willst. Auch dies reduziert in der Regel den Stress und die Unsicherheiten und wird auf lange Sicht dazu führen, dass es dieses merkwürdige Phänomen in Zukunft nur noch selten bei dir geben wird.

Erste Hilfe

Zuerst einmal ist wie bei allem anderen auch: Es ist immer besser, einem Problem vorzubeugen, als ein entstandenes Problem aus der Welt zu schaffen. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, schon im Vorfeld mit dieser Problematik zu rechnen und hier vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Eine Möglichkeit, dem Problem vorzubeugen, ist es, einfach weniger zu planen bzw. sich selbst weniger Stress mit Besuchen und Feiertagen zu machen. Grundsätzlich konzentrierst du dich nur auf eine einzige Sache und das ist dein Kind. Auch wenn du damit vielleicht Bekannten oder Verwandten vor den Kopf stößt, wenn du sagst, dass es genug ist, solltest du dieses tun. Du solltest beim Besuch immer vorrangig für dein Kind da sein, denn dieses braucht dich, wenn Besuch da ist, ganz besonders. Das Kind muss auch nicht herumgereicht werden, wenn du den Eindruck hast, dass es dadurch unruhig und weinerlich wird. Grundsätzlich kannst du am besten entscheiden, was deinem Kind guttut und was nicht. Immer dann, wenn du bemerkst, dass irgendetwas dein Kind verunsichert oder unruhiger werden lässt, dann es ist dein Job als Mama, genau dies zu unterbinden. Natürlich kann das dazu führen, dass du von der Verwandtschaft als oberpingelig und schwierig angesehen wirst, aber wenn du dir damit die Probleme damit ersparen kannst, ist dies durchaus gerechtfertigt.

Das Stillen selbst solltest du nicht als lästige Pflicht ansehen, sondern es als Auszeit betrachten. Es ist die Zeit, wo du dich gemütlich irgendwohin setzen kannst und mit deinem Kind Zeit verbringst. Du solltest nicht versuchen, während du stillst einfach mit dem weiterzumachen, dass du bis gerade getan hast, sondern du solltest die Stillzeit als etwas ganz Besonderes wahrnehmen und dementsprechend auch zu würdigen wissen. Es spricht nichts dagegen, sich während des Stillens durchaus auch mit dem Besuch zu unterhalten, wenn es nicht gerade eine hitzige Diskussion ist, aber vielleicht könnte es ja auch so einrichten, dass der Besuch beim Stillen einfach ruhig daneben sitzt und zuschaut. Macht dich persönlich oder das Kind diese Tatsache nervös, so ziehe dich zum Stillen ruhig einfach zurück und betrachte es einfach wirklich als Auszeit, die du dir nimmst, um die Füße hochzulegen, und einfach für dein Kind da zu sein.

Gerade dann, wenn es um die Weihnachtszeit oder Besuch geht, kann man häufig beobachten, dass die Stillzeiten sich stark verschieben und das Kind ungewöhnlich unruhig ist. Dies liegt letztlich daran, dass das Baby auch von dem was um es herum passiert abgelenkt ist und sich so teilweise einfach zu spät meldet, wenn es Hunger hat. Reicht normalerweise ein geringes Hungergefühl, um das Kind unruhig werden zu lassen, so vergisst es dies womöglich bis der Hunger eine entsprechende Größe erreicht hat und es dann dementsprechend ungeduldig und ungehalten reagiert, wenn man dieses unangenehme Gefühl nicht sofort beseitigt. Aus diesem Grund kann es durchaus interessant sein, gerade bei solchen Tagen darauf zu achten, dass du die Stillzeiten einhältst und dem Kind die Brust entsprechend anbietest.

Ebenfalls wichtig ist, dass ihre eure Stillroutine auch dann beibehalten, wenn gerade Weihnachten vor der Tür steht oder in dem Moment Besuch anwesend ist oder auch gleich ankommt. Wenn du zum Beispiel nach dem Stillen dein Kind noch etwas kuschelst oder irgendwas besonderes machst, dann solltest du dies auch auf jeden Fall dann machen, wenn gerade Weihnachten ist oder gerade Besuch kommt. Niemals, wirklich niemals solltest du ein Ritual unterbrechen, das so normalerweise immer stattfindet. Kinder lieben Rituale denn diese helfen ihnen, zu verstehen, wo am Tag sie sich befinden und den Tag für sie zu strukturieren. Lässt man ein Ritual aus, so ist das Kind meistens verwirrt und unruhig darüber und bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, Rituale auch gerade dann einzuhalten, wenn sich etwas ändert.

Dies waren bisher immer Dinge, die man tun kann, damit es gar nicht erst zu Problem beim Stillen kommt, nun schauen wir uns noch einmal ganz kurz an, was du als erste Hilfe Maßnahmen tun kannst, wenn die Milch tatsächlich ausbleibt. Grundsätzlich ist Ruhe und Entspannung in dein Leben zu bringen das absolut Wichtigste. Trinke Fencheltee, suche dir zum Stillen einen ruhigen Platz aus und ziehe dich an diesen zurück. Nimm einfach hin was passiert. Versuche, dich selbst dabei zu entspannen und wenn du an diesem Tag das Kind doppelt so oft an die Brust legst wie sonst, ist das auch nicht schlimm. Das Einzige was du versuchen musst, zu vermeiden, ist übermäßig nervös zu werden, wenn irgendetwas anders läuft, als es das sonst normalerweise tun würde. In der Zeit fahre den Stress idealerweise gerne auf null herunter und Pflege die Rituale mit deinem Kind. Wenn dieses besonders aufgedreht ist, kannst du auch versuchen ihm zu Helfen etwas zur Ruhe zu kommen. Meistens ist nach ein bis zwei Tagen der Spuk wieder vorbei und alles läuft wieder ganz normal. Ähnliche Phänomene kann man übrigens auch beobachten, wenn man krank ist und auch hier kannst du diese Erste Hilfe Maßnahmen anwenden.

 

[KaKra]

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Hast du nach Feiertagen oder Wochenenden gelegentlich schlechter stillen können?


Nein, bei mir hat sich das nicht auf die Milchproduktion ausgewirkt.

Ja, den Stress habe ich bemerkt, es war dann aber schnell wieder in Ordnung.

Ja, ich hatte zum Teil erhebliche Probleme, die ich aber in den Griff bekommen habe.

Ja, ich habe nach so einem Anlass auch abstillen müssen.

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