Die Gruppe bietet Orientierung und Zugehörigkeit und damit gehen Gefühle der Stabilisierung und Sicherheit einher.
Und Sicherheit ist genau das, wonach sich der Jugendliche sehnt. Die Gruppe gibt ihm Stärke und Halt. Hier kann er sich ausprobieren. Und: Hier kann er viel leichter Kontakt zum anderen Geschlecht knüpfen.
Wechsel zwischen verschiedenen Peergroups
Nicht jeder Jugendliche ist nur einer Peergroup zugehörig. Viele gehören zu verschiedenen Peergroups und zeigen – das ist spannend – oft verschiedene Verhaltensweisen. Das Gefüge der Gruppe bestimmt also das eigene Verhalten. Dieses Ausprobieren verschiedener Rollen ist ein wichtiger Teil der Identitätsfindung. Das selbst gestaltete Bild von der eigenen Person wird durch den Kontakt mit anderen bestätigt oder korrigiert. Zudem hat jeder eine eigene Wunschvorstellung, wie er sein möchte.
Auf der Suche nach Vorbildern
Vorbilder spielen in dieser Phase eine sehr bedeutende Rolle. Oft werden Stars angehimmelt, die dieses Wunschbild verkörpern. Der Jugendliche feilt an seinem Wunschbild und muss lernen, sich selbst zu akzeptieren – mit all seinen Stärken und Schwächen.
Erfährt er die Bestätigung, fällt ihm das wesentlich leichter. Also sucht er Gruppen, in denen er Bestätigung und Orientierung zu finden hofft. Diese Zeit ist sehr
charakterbildend.
[AKL]