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Konkrete Anzeichen des 7. Entwicklungsschubs

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Während eines Entwicklungsschubs sind oft gute Nerven gefragt
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 27.07.2021Vierfache Mutter und Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Dein Baby benimmt sich anders als sonst und du weißt nicht so genau, was mit ihm los ist? Vielleicht ist es mitten in der 7.Schubphase. Hier kannst du lesen, woran du dies erkennst.

Bei Mama oder Papa bleiben


Einige Babys entwickeln sich in dieser Phase zu regelrechten kleinen Klammeraffen. Ihnen scheint keine Mühe zu groß zu sein, solange sie nur möglichst nah bei ihren Eltern sein dürfen. Hierbei klammern sie sich buchstäblich so sehr an ihnen fest, dass man meinen könnte eine Brechstange zu brauchen, um sie wieder loszuwerden. Dies ist auch der Fall, wenn keine Fremden in der Nähe sind. Natürlich sind nicht alle Babys so anhänglich, doch selbst bei jenen, die nicht den ganzen Tag auf dem Schoß ihrer Eltern sitzen wollen, ist zu bemerken, dass sie sich häufiger in der Nähe ihrer Eltern aufhalten. Du wirst beobachten können, dass dein Kind, egal was es tut, immer ein Auge auf dich hat. Auch gibt es Kinder, die immer wieder zu ihrer Mutter oder ihrem Vater zurückkehren, als müssten sie dort kurz erst einmal neue Energie tanken, bevor sie sich wieder den wirklich interessanten Dingen des Lebens zuwenden können.

Fremdeln

Sollte in dieser Phase ein Fremder zu Besuch kommen, so kannst du womöglich erleben, dass dein Baby noch viel anhänglicher als sonst reagiert, wenn der Fremde mit ihm redet, es anschaut oder schlimmer noch vielleicht sogar die Hand nach ihm ausstreckt.

Körperkontakt

Einige Babys wollen mit Gewalt verhindern, dass der Körperkontakt abreißt. Dies tun sie, indem sie sich so fest wie nur irgendwie möglich halten. Hierbei ist es egal, ob sie auf dem Arm sind, neben ihren Eltern stehen oder auf deren Schoß sitzen. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass dein Kind richtig böse reagiert, wenn du versuchst,es einfach auf dem Boden abzusetzen.

Beschäftigung

Nicht nur, dass dein Baby jetzt nach mehr Körperkontakt verlangt, nein, es verlangt auch noch nach mehr allgemeiner Aufmerksamkeit deinerseits. Selbst pflegeleichte Babys tun jetzt lieber gemeinsam mit ihren Eltern etwas als es allein auch nur zu versuchen. Gehört dein Kind zu den eh schon anspruchsvollen Babys, so wirst du beobachten können, dass es am liebsten Tag und Nacht jeden seiner Schritte mit dir gemeinsam tun wird. Manche sind erst dann zufrieden, wenn sich ihre Eltern voll und ganz auf sie konzentrieren und sich mit nichts anderem mehr beschäftigen als mit ihnen.

Eifersucht

Vielleicht kannst du sogar beobachten, dass dein Baby besonders launisch, ungezogen oder vielleicht sogar übertrieben lieb reagiert, wenn du dich mit etwas anderem beschäftigst. Dieses Verhalten gleicht erstaunlicherweise jenem, das kleine Kinder an den Tag legen, wenn sie auf etwas oder jemanden eifersüchtig sind. Im Rückschluss könnte man also sagen: Jetzt ist die Zeit, wo dein Baby das erste Mal wirklich eifersüchtig werden kann.

Launischer

Als wäre eine Sprungphase nicht immer schon unangenehm genug, so entwickelt dein Kind in dieser Sprungphase auch noch launische Phasen. Hierbei kann es passieren, dass dein Kind gerade noch ganz entzückt mit etwas gespielt hat und im nächsten Moment plötzlich nörgelt und quengelt, ohne dass du irgendeinen Grund für diesen plötzlichen Umschwung erkennen kannst.

Schlafen

Wieder einmal wirkt sich auch diese Sprungphase auf das Schlafverhalten deines Kindes aus. Viele Baby wollen in diesem Alter einfach nicht ins Bett, schlafen schlechter ein und wachen früher wieder auf. Es kann gut passieren, dass dein Kind plötzlich zu einer bestimmten Tageszeit gar nicht mehr ins Bett möchte und manchen Spezialisten ist die Uhrzeit vollkommen egal und sie gehen grundsätzlich nur noch unter Protest schlafen. Auch kann es passieren, dass dir auffällt, dass dein Baby wieder sehr unruhig schläft, beinahe so, als habe es Alpträume.

Stiller als sonst

Wie auch in den vergangenen Sprüngen kannst du auch in diesem beobachten, dass dein Baby zeitweise deutlich ruhiger ist als sonst. Viele Babys sind in dieser Zeit weniger aktiv und plaudern dementsprechend auch weniger, als du es von ihm gewohnt bist. Auch kannst du jetzt wieder erleben, dass dein Baby für einige Zeit herumliegt und überhaupt nichts mehr tut und nur so vor sich hinstarrt. Gerade dieses „vor sich hin starren“ wird von vielen Eltern als anormal empfunden und sie versuchen, den kleinen Träumer wieder zu aktivieren. Diese Versuche werden nicht immer gern gesehen von den Kindern und manche reagieren entsprechend ungehalten.

Saubermachen

Hattest du es gerade hinter dir, dass dein Baby ungeduldig und unruhig auf das Saubermachen und Umziehen reagiert hat, so wirst du feststellen, dass dieses Verhalten nun erneut an den Tag tritt. Wieder einmal wird dein Baby kreischen, sich winden und quengeln, sobald du versuchst, ihm die Windel zu wechseln oder es gar umzuziehen.

Essen

Auch beim Essen treten nun wieder Probleme auf. Du wirst bemerkten, dass dein Kind am Essen nun wieder deutlich weniger interessiert zu sein scheint als vorher. Es wird womöglich nur noch dann etwas zu sich nehmen, wenn es gerade Lust dazu hat. Ebenso kann es mit dem Trinken aussehen.

Babyartigeres Verhalten

Auch in dieser Sprungphase wird dein Baby wieder Verhalten an den Tag legen, das mittlerweile eigentlich schon verschwunden war. In der Regel stößt solch ein Rückfall in babyhafteres Verhalten bei den meisten Eltern auf Unverständnis und Sorge. Rückschritte in Sprungphasen sind aber völlig normal. Sie bedeuten in der Regel, dass dein Kind gerade einen enormen Schritt nach vorne macht. Lass es also einfach machen und sei gespannt, wann es dich mit einer neuen Fähigkeit überrascht.

Übertrieben liebes Verhalten

Wie schon bei der letzten Sprungphase kann es passieren, dass dein Kind herausfindet, dass es zu mehr Körperkontakt und Aufmerksamkeit kommt, wenn es sich lieb verhält. Hat es dies erst einmal erkannt, wird es dieses häufiger anwenden und stets verfeinern. Womöglich wird es mit Büchern und Spielsachen zu dir kommen, um gemeinsam mit dir damit zu spielen. Nicht selten suchen Babys Körperkontakt, indem sie die Hand auf das Bein des Anderen legen, den Kopf anlehnen oder sich sonst irgendwie bei diesen ankuscheln. Auch wirst du feststellen können, dass dein Kind dich jetzt wesentlich freundlicher anlacht und erwartet, dass du dies auch tust. Wie auf Knopfdruck wechseln einige Babys nun zwischen lästig sein und lieb sein hin und her. Das Baby probiert hierbei einfach aus, was in der herrschenden Situation am besten funktioniert, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Natürlich finden gerade Eltern von Nicht-Schmusebabys dieses Verhalten besonders angenehm, da sie endlich einmal dazu kommen, ausgiebig mit ihrem kleinen Schatz zu schmusen.

Ungezogenes Verhalten

Darüber hinaus kann es aber auch passieren, dass dein Kind nicht nur übertrieben lieb, sondern auch auffallend ungezogen reagiert. Es scheint dann so, als würde es genau das tun, von dem es genau weiß, dass es das nicht tun darf. Auffällig hierbei ist, dass es dieses Verhalten vor allem dann an den Tag legen wird, wenn du gerade damit beschäftigt bist, etwas Dringendes zu erledigen und deshalb besonders beschäftigt bist.

In aller Kürze:

  • Das Baby weint öfter, ist häufiger launisch und ungeduldig
  • In einem Moment ist es fröhlich, im anderen weinerlich
  • Dein Baby will mehr beschäftigt werden
  • Dein Baby will nicht mehr von deiner Seite weichen
  • Dein Baby verhält sich übertrieben lieb oder ungezogen
  • Es bekommt häufiger Wutanfälle
  • Du kannst Eifersüchteleien beobachten
  • Es fremdelt wieder häufiger
  • Sobald der Körperkontakt abbricht, fängt es an, zu protestieren
  • Es schläft wieder schlechter
  • Es hat womöglich Albträume
  • Das Essen wird wieder zum Geduldsspiel
  • Es redet weniger
  • Es bewegt sich weniger
  • Manchmal sitzt es still da und träumt vor sich hin
  • Es mag nicht mehr sauber gemacht werden
  • Es fängt wieder an, am Daumen zu lutschen
  • Abgelegte Verhaltensweisen treten wieder hervor
[KaKra]

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