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Kindspech (Mekonium)

herz
Kindspech. Babys erster Stuhlgang
Kindspech. Babys erster Stuhlgang
AutoreninfoMag. Ann-Kathrin Landzettel
aktualisiert: 03.05.2011Gesundheits- und Präventionsberaterin
Gesundheit, Prävention, Medizin und Psychologie
Von einem Mekoniumaspirations-Syndrom (MAS) wird gesprochen, wenn Kindspech in die Lunge des Neugeborenen eindringt.

13 Prozent der Föten werden aus mekoniumhaltigem Fruchtwasser geboren. Zwischen 5 und 12 Prozent entwickeln ein MAS. Oft ist Sauerstoffmangel der Auslöser.


Potentielle Schocksituation

Wird der Fötus nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt, führt diese Schocksituation zu vermehrter Darmaktivität mit anschließender Erschlaffung des Schließmuskels – Mekonium tritt aus. Der Sauerstoffmangel führt wiederum zu Schnappatmungen von Seiten des Fötus. Er atmet das Mekonium ein. Es kann tief in die Atemwege gelangen. Das MAS steht oft in Verbindung mit einem langen und schwierigen Geburtsverlauf, einer Infektion des Fötus, einer Übertragung der Mutter von mehr als 42 SSW, Nikotin-, Alkohol- und Kokainkonsum während der Schwangerschaft, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Veränderungen in der Nabelschnur sowie Wachstumsretardierung beim Fötus.

MAS erkennen

Zeigt das Baby nach der Geburt kaum Muskelaktivität, keine oder keine normale Atmung, ist die Haut bläulich verfärbt, die Haut mekoniumverschmiert und Mekonium in den Körperöffnungen zu finden, muss von einem MAS ausgegangen werden. Mund und Rachen müssen sofort ausgesaugt und die Atmung streng überwacht werden. Normalisiert sie sich nicht, muss ein Beatmungsschlauch eingesetzt werden. Unter Umständen wird eine Spülung der Bronchien durchgeführt. Alle Maßnahmen haben ein Ziel: Es wird versucht, möglichst viel Mekonium abzusaugen. Kreislaufstabilisierende Maßnahmen werden hinzugezogen und das Baby zur Untersuchung auf die Intensivstation gebracht. In schweren Fällen kommt das Baby ohne Lebenszeichen auf die Welt und muss sofort an eine Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaschine angeschlossen werden. Je länger der Sauerstoffmangel anhält, desto dramatischer sind die Auswirkungen. Nicht selten treten danach Lungenentzündungen auf. Sie können für das Neugeborenen lebensbedrohlich sein.

[AKL]

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