Gefährliche Dinge, die mit 21 Monaten faszinieren

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Gefahrenzone Herd
Gefahrenzone Herd
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 11.04.2019Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Auch mit 21 Monaten gibt es wieder einige Dinge, die dein Kind unglaublich spannend findet, die aber nicht geeignet sind, um es damit spielen zu lassen.
Was du hier lesen kannst:
  • Abfalleimer
  • Treppen
  • Steckdosen
  • Autos und Trecker
  • Toilette
  • Stäbe oder Stöcke
  • Herd
  • Kühlschrank
  • Elektrogeräte

Abfalleimer


Auch im 21. Lebensmonat unseres Kindes üben die Abfalleimer noch immer eine unglaubliche Anziehung auf aus. Du kannst es eigentlich nie unbeaufsichtigt in einem Raum mit einem Abfalleimer alleine lassen, da du immer davon ausgehen musst, dass es den Abfalleimer ausräumen könnte oder irgendwelche Dinge hineinwirft, die gar nicht in den Eimer hinein gehören. Hierbei spielt es keine große Rolle, um welchen Abfalleimer es sich in deinem Haushalt überhaupt handelt. Kinder in diesem Alter spielen genauso gerne mit Biomülleimern wie sie es das mit Restmülleimern und Papiertonnen tun. Um das Problem ein bisschen in den Griff zu bekommen, bietet es sich an, dem Kind einfach einen eigenen kleinen Mülleimer zur Verfügung zu stellen, bei dem es nach Herzenslust Dinge ein- und ausräumen darf. Dies sorgt im Normalfall dafür, dass die anderen Mülleimer nicht mehr ganz so reizvoll sind und sich dein Kind an das Mülleimerverbot hält.

Treppen

Auch Treppen sind immer noch ein Problem für die meisten Kinder. Hierbei geht es mit 21 Monaten nicht unbedingt darum, dass das Kind nicht in der Lage ist, eine Treppe hinauf oder hinunter zu gehen, denn man muss festhalten, dass die allermeisten Kinder in diesem Alter schon sehr geschickt darin sind, Treppen zu überwinden. Das Problem, das sich auf Treppen ergibt, ist die Tatsache, dass Kinder sehr leicht die Gefahr vergessen und sich selbst überschätzen. Ist das Kind gerade aufgeregt und will schnell irgendwo hin, musst du jederzeit damit rechnen, dass es einfach losrennt und dadurch unaufmerksam sein wird. Ein unaufmerksames Kind verliert schnell den Halt und segelt so die Treppe ungebremst hinab. Von daher sollten Treppen in diesem Alter immer noch gesichert sein und ein Kind diese nur dann erklimmen oder hinabgehen dürfen, wenn ein Erwachsener dabei ist, der das Schlimmste verhindern kann, sollte dies nötig sein.

Steckdosen

Auch Steckdosen werden ihren Reiz auf das Kind einfach nicht los. Ein Hauptgrund dafür, dass Steckdosen so hartnäckig interessant bleiben, liegt einfach in der Tatsache begründet, dass dein Kind dich regelmäßig dabei sieht, wie du irgendwelche Dinge mit einer Steckdose verbindest und diese Dinge dann wie von Zauberhand Dinge tun. Zum Beispiel steckst du den allseits beliebten Staubsauger ebenfalls in eine Steckdose und bevor dies nicht getan ist, gibt der Staubsauger keinen Ton von sich. Zwar kann man Steckdosen ohne viele Umstände in der Regel gut sichern, doch man darf nie vergessen, dass ein Kind mit 21 Monaten sehr einfallsreich ist, wenn es darum geht, eine Sicherung aus der Steckdose wieder herauszubekommen. Darüber hinaus besteht natürlich auch das Problem, dass nicht überall, wo du mit deinem Kind hinkommst die Steckdosen auch tatsächlich gesichert sind, sodass es gut passieren kann, dass ein Kind, das es gewohnt ist, mit Steckdosen spielen zu dürfen, schnell auch an unbekannten Orten an den Steckdosen spielt, die dort womöglich nicht gesichert sind. Man denke hierbei nur an öffentliche Stellen, Restaurants, Ärzte und dergleichen.

Autos und Trecker

Der Freiheitsdrang des Kindes, der Wunsch alles selbst zu machen und die Faszination für Sonderfahrzeuge können ebenfalls schnell zu einem großen Problem werden. Die meisten Kinder wollen in diesem Alter am liebsten gar nicht mehr an die Hand und so kommt es zu großen Problemen, wenn das Kind plötzlich irgendwo etwas Interessantes sieht, was es gern näher betrachten möchte. Hier hilft eigentlich nur, das Kind an der Hand zu haben, auch wenn es dieses vielleicht nicht mehr möchte oder das Kind sicherheitshalber an ein Geschirr zu binden. Natürlich sieht es etwas komisch aus, wenn man mit dem Kind quasi Gassi geht, aber in dem Moment, wo das Kind plötzlich einfach lossprintet, weil es irgendetwas gesehen oder gehört hat, was es interessiert und dabei in die Gefahr gerät, dass es auf eine Straße läuft, spielt es plötzlich keine so große Rolle mehr, wie es aussieht.

Toilette

Nicht wenige Kinder zeigen in diesem Alter schon ein erstes Interesse an der Toilette. Von daher verwundert es wohl niemanden, wenn das Kind an dieser auch sehr gerne spielt, wenn gerade niemand genau hinsieht. Neben der Tatsache, dass Toiletten für die meisten Kinder irgendwie interessant sind, kommt hinzu, dass sich in der Toilette frei zugängliches Wasser in einer Höhe befindet, an die das Kind ohne größere Probleme herankommt. Dass es dies in dem Falle nicht soll, interessiert die meisten Kinder leider überhaupt nicht. Und so ist die Toilette gleich doppelt interessant. Wenn es deinem Kind gelingt, allein in die Toilette zu kommen, musst du immer damit rechnen, dass es ihm ebenso gelingt, mit dem Toilettenwasser zu spielen.
Vielleicht hast du, wie viele andere auch, Putzmittel zur Toilettenreinigung ebenfalls im Badezimmer, was das Problem direkt noch ein wenig verschärfen würde. Im Falle der Toilette bzw. des Badezimmers sollte es keinerlei Kompromisse geben und dein Kind sollte den Raum nur dann betreten dürfen, wenn eine Aufsichtsperson dabei ist. Dies ist gerade mit 21 Monaten ein Problem, da viele Kinder jetzt anfangen, sich mit Händen und Füßen gegen die ständige Hilfe und Überwachung zu wehren. Die meisten Kinder sind spätestens jetzt an einem Punkt angekommen, wo sie erkennen, dass sie viele Dinge alleine tun können und dies auch umsetzen möchten. Viele Kinder reagieren unglaublich ungehalten, wenn man versucht, ihnen dies zu verwehren und lassen sich auf Grenzen und Verbote in diesem Alter nur sehr schlecht ein. Hier hilft nur eine ganz konsequente Schiene, die das Badezimmer zur Tabuzone erklärt.

Stäbe oder Stöcke

Alles was irgendwie lang und unhandlich ist, interessiert die meisten Kinder auch mit 21 Monaten wieder ganz besonders. Stäbe oder Stöcke, egal um was es sich hierbei genau handelt, lassen quasi kein Kind kalt. Mit Besen wird herumgefummelt und versucht zu fegen, mit Stöcken wird stolz durch die Gegend gelaufen und auch schon mal nach Dingen geangelt, an die man sonst nicht herankommt. Neben der Tatsache, dass gerade längere und unhandliche Stöcke schnell Dinge demolieren können, gibt es aber auch einen Haufen anderer Probleme, die diese mit sich bringen. So können Dinge, die das Kind heruntergerissen hat, auf dessen Kopf fallen, es kann so in den Besitz von Dingen kommen, die von sich aus gefährlich sind, aber es kann auch andere Mitbewohner mit dem Stock verletzen. Als wäre dies alles nicht schon Grund genug, dem Kind den Zugang zu Stöcken nur im Ausnahmefall zu gewähren, kann es ebenso passieren, dass das Kind mit dem Stock nach anderen Leuten schlägt. Dies ist für die meisten Erwachsenen recht unangenehm, doch wenn im Haushalt noch andere Kinder oder Haustiere sind, kann dies schnell gefährlich werden.
Ist der Stock nicht ganz so groß, dass es damit etwas herunterreißen oder jemanden damit schlagen kann, heißt das aber nicht, dass der Stock ungefährlich wäre. Viele Kinder neigen gerade in diesem Alter dazu, den Stock in den Mund zu stecken, um dann einfach loszulaufen. Dies ist schnell eine gefährliche Situation, denn die Kinder können dabei schnell hinfallen. Genauso unangenehm ist es aber auch, wenn ein Kind, das seinen Stock im Mund hat, mit diesem vor eine Wand läuft. Dies kann ganz schnell zu ernsthaften Verletzungen führen und deshalb sollte das Spiel mit Stöcken und Stäben grundsätzlich nur unter aktiver Beobachtung stattfinden dürfen und am besten an Orten, wo das Kind möglichst wenig herunterreißen oder demolieren kann.

Herd

Dinge, die wahrscheinlich bisher kein Problem dargestellt haben, werden nun im Laufe der nächsten Wochen und Monate plötzlich sehr interessant. Gerade noch kann das Kind quasi nirgendwo heran und jetzt plötzlich sieht die Welt ganz anders aus. Ein großes Problem, das sich gerade in diesem Alter oft ergibt ist die Tatsache, dass viele Kinder ein großes Interesse am Herd, aber auch an Dingen wie dem Wasserkocher entwickeln. Das Interesse ist so groß, dass dein Kind jede Gelegenheit ergreift, um an den Wasserkocher oder Herd zu kommen. Hierbei besteht natürlich die Gefahr, dass es etwas Heißes herunterreißen könnte, was schnell zu sehr heftigen und gefährlichen Verbrennungen führen kann. Gleichzeitig besteht so aber natürlich auch die Möglichkeit, dass es auf eine heiße Herdplatte oder an einem heißen Topf fasst. Auch hier besteht natürlich wieder die Gefahr, dass sich das Kind verbrennt. Gerade beim Kochen hat man womöglich nicht nur heiße Töpfe und Wasserkocher um sich, sondern auch scharfe Messer und andere gefährliche Küchenutensilien können in Reichweite des Kindes liegen. Um zu verhindern, dass ein Kind an diese Dinge herankommt, gibt es Sicherungen für die Küche, die verhindern, dass das Kind mit der Hand irgendetwas erreichen kann.

Kühlschrank

Auch aufpassen muss man jetzt bei Kühlschränken, denn auch diese sind natürlich interessant, können aber auch zu einem Problem werden. Nicht wenige Kinder haben einen riesigen Spaß daran, einen Kühlschrank zu öffnen und auszuräumen. Auch hierbei kann es natürlich passieren, dass das Kind an Dinge, an die es eigentlich nicht herankommen sollte, plötzlich kommt, aber es besteht auch die Gefahr, dass das Kind womöglich in den Kühlschrank hineinklettert und die Tür hinter sich zuzieht. Nicht immer gelingt es den Kindern, in solch einem Szenario die Tür wieder zu öffnen und aus ihrem Gefängnis herauszukommen. Neben der Tatsache, dass ein Kühlschrank recht kalt ist, besteht natürlich aber auch die Gefahr, dass das Kind im Kühlschrank irgendwann keine Luft mehr bekommt. Kühlschränke sollten also ebenfalls immer so stehen, dass das Kind nicht unbeaufsichtigt mit ihnen spielen kann. Auch für Kühlschränke gibt es übrigens Sicherungen, die verhindern, dass ein Kind diese öffnet.

Elektrogeräte

Wie auch schon in den vergangenen Monaten interessiert sich dein Kind sehr stark dafür, was es so alles im Haushalt gibt, was sich bewegt oder vielleicht sogar Töne von sich gibt. Es versteht immer mehr Zusammenhänge und wird auch schnell erkennen, dass sich das Bild auf dem Fernseher verändert, sobald es einen Knopf auf der Fernbedienung drückt. Während dieses Spiel in der Regel noch relativ harmlos ist, finden viele Kinder aber auch recht schnell andere Dinge heraus, die durchaus problematischer sein können. So kann es schnell passieren, dass der Herd eingeschaltet wird, der Backofen anfängt zu heizen oder der Wasserkocher plötzlich läuft. Die sich hieraus ergebenden Probleme muss man in der Regel nicht näher ausführen, denn jedem sollte klar sein, welchen Schaden ein nicht ordnungsgemäß verwendetes Elektrogerät anrichten kann. Von der Tatsache, dass sich das Kind daran verletzen kann bis hin zur Tatsache, dass womöglich das Haus hinterher brennt, ist die Spanne der Dinge, die passieren können, recht groß. Von daher ist es unbedingt notwendig, dass du ein Auge darauf hast, dass dein Kind nicht einfach so an Elektrogeräten herankommen kann.
[KaKra]

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