Entdeckungen des 4. Entwicklungsschubs

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Alles, was in Reichweite liegt, will jetzt untersucht werden
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Alles, was in Reichweite liegt, will jetzt untersucht werden

Obwohl alle Babys die selbe Fähigkeit zur Verfügung gestellt bekommen haben, entscheidet sich jedes Kind vollkommen individuell, was ihm besonders gut gefällt. Kein Baby ist hier wie das andere und somit ist jede Entwicklungsreise vollkommen einzigartig. Genieße es, dein Baby dabei begleiten zu dürfen.

Von A wie Anfassen bis Z wie Zuhören

  • Dein Kind greift nun nicht mehr daneben, wenn es etwas anfassen will, sondern es gelingt ihm zunehmend besser, seine Hand genau dorthin zu bringen, wo sie hin muss. Die Auge-Hand-Koordination wird also immer besser.
  • Dein Kind ist sehr aktiv. Legst du es auf den Boden, bewegt sich nahezu alles an ihm und womöglich lernt dein Kind schon bald, sich zu drehen.
  • Es rollt sich selbst vom Bauch auf den Rücken. Dies lernen manche Kinder früher andere erst deutlich später. Mach dir keine Sorgen, wenn dein Kind das noch nicht auf Anhieb kann.
  • Auch vom Rücken auf den Bauch rollen klappt nun bei einigen Kindern sehr gut. Auch hier brauchst du dir keine Sorgen zu machen, wenn dein Kind das noch nicht so toll kann.
  • Die Arme kann es in Bauchlage ganz ausstrecken.
  • Es reckt den Po in die Luft, schafft es aber noch nicht, sich abzustützen. Viele Kinder strecken ihn auch in die Höhe, wenn du vorsichtig drauf klopfst und lachen dabei.
  • Es stellt sich auf Hände und Füße und versucht voranzukommen, was aber nicht klappt. Sollte dein Kind so etwas noch nicht hinbekommen, mach dir keine Sorgen.
  • Es will krabbeln und schiebt sich sogar schon vorwärts oder rückwärts. Viele Kinder erreichen diese Körperbeherrschung erst im nächsten Entwicklungsschub und lernen jetzt lieber andere Dinge.
  • Es richtet den Oberkörper auf und stemmt sich mit den Armen in die Höhe. Dies kannst du ihm erleichtern, indem du ihm ein Kissen unter die Brust legst. Dann klappt auch das Spielen und Greifen nach Gegenständen deutlich besser.
  • Es setzt sich selbstständig aufrecht hin, wenn es gegen irgendwas gelehnt sitzt. Halten kann es diese Position allerdings nur sehr kurz.
  • Es kann einen Moment lang gerade sitzten. Hierbei solltest du dein Kind aber auf jeden Fall gut festhalten, denn irgendwann lässt es sich einfach wieder hängen und fällt um.
  • Mit Stütze kann das Kind im Hochstuhl aufrecht sitzen. Als Stütze bieten sich Decken an, die du passend um dein Kind herum arrangierst.
  • Es ist stark mit seinem Mund beschäftigt, saugt an den Lippen und streckt die Zunge raus.
  • Es fasst auch dann Dinge an, wenn es nicht hinsieht und mit dem Gegenstand berührt wird. Probiere es einfach mal aus.
  • Es kann einhändig nach etwas greifen und bekommt es in den meisten Fällen nun auch gut zu fassen.
  • Es kann ein Spielzeug von einer Hand in die andere übergeben, auch wenn das manchmal etwas sehr umständlich wirkt.
  • Es macht mit der rechten Hand das, was es schon mit der linken getan hat. Vermutlich siehst du aber jetzt schon, dass es eine Hand deutlich bevorzugt.
  • Es nimmt seine Finger in den Mund und auch Spielzeuge, so sie in seiner Hand sind.
  • Es befühlt deinen Mund, wenn du sprichst und ist sehr interessiert an den Geräusche, die du von dir gibst.
  • Es versucht, seine Finger in deinen Mund zu schieben.
  • Spielzeuge und Gegenstände werden in den Mund gesteckt und mit diesem befühlt. Allgemein ist der Mund ähnlich den Fingern zum Befühlen da.
  • Es kann einen Gegenstand in den Mund stecken und darauf herum beißen. Dies tut es womöglich auch mit den Fingern oder deiner Brustwarze.
  • Dein Kind zieht ein Tuch von seinem Gesicht, wenn auch etwas schwerfällig am Anfang. Der Anfang zu allen Kuckuck-Varianten ist hiermit gemacht.
  • Wenn ein Spielzeug verdeckt ist, weiß es doch, welches Spielzeug es ist und versucht, dieses wieder freizulegen.
  • Es versucht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, gibt aber schnell auf, wenn es nicht klappt. Du musst ihm hierbei assistieren, sonst hat es schnell keine Lust mehr.
  • Es schlägt mit einem Spielzeug auf den Tisch und freut sich, weil es damit so toll Krach machen kann.
  • Es wirft Spielzeug auf den Boden und ist fasziniert davon, was mit dem Spielzeug passiert. Dies kann schnell zu einem "Mama heb´ auf"-Spiel werden.
  • Dein Kind versucht nun auch, nach Dingen zu greifen, die außerhalb seiner Reichweite liegen.
  • Es nutzt viele Funktionen eines Activity Centers, wenn auch derzeit nur sehr rudimentär.
  • Dein Baby weiß, was man mit bestimmten Gegenständen tut. Zum Beispiel auf einem Tastenfeld tippen, eine Tasse an den Mund führen und ähnliches und zeigt erste Intentionen, so etwas selbst zu tun.
  • Es untersucht Kleinigkeiten und hat für solche ein starkes Interesse. Hierbei muss man darauf achten, dass die Kleinigkeiten sich nicht lösen oder sonst irgendwie verschluckt werden können.

Die Sinne des Babys entwickeln sich weiter

  • Es beobachtet gern Ereignisse (hüpfende Bälle, Brot schneiden, Haare bürsten etc.) und kann davon nicht genug bekommen.
  • Lippen und Zunge werden fasziniert beobachtet, wenn du sprichst und womöglich will es diese auch befühlen.
  • Es sucht nach dir, wenn es dich nicht gleich sieht und schaut sich dafür um. Bist du nicht zu sehen, fängt es in der Regel an, nach dir zu rufen.
  • Dein Baby sucht auch nach einem Spielzeug, wenn dieses nicht in Sicht ist.
  • Es reagiert auf sein Spiegelbild entweder ängstlich oder begeistert und lernt schnell, dass der Spiegel unglaublich spannend sein kann.
  • Es hält ein Faltbuch fest und begutachtete fasziniert die Bilder. Machst du hierzu passende Geräusche, dann wird das Buch noch spannender.
  • Es lauscht interessiert, wenn du Geräusche mit den Lippen machst und versucht, diese teilweise zu imitieren.
  • Dein Kind fängt an, auf seinen Namen zu reagieren.
  • Es kann auf seinem Namen reagieren, auch wenn andere Geräusche im Raum sind.
  • Dein Baby kann nun einzelne Geräusche herauspicken und getrennt wahrnehmen.
  • Es versteht die ersten Wort und bringt diese mit Gegenständen in Verbindung. Damit ist ein weiterer Grundstein für den Spracherwerb gelegt.
  • Es schaut nach den Gegenständen, die du benennst, so diese einen festen Platz haben.
  • Dein Kind reagiert auf eine wohlwollende Stimme anders als auf eine verbietende.
  • Es erkennt den Anfang eines Liedes und freut sich, wenn es sein Lieblingslied ist.
  • Es erkennt, wenn ein Lied vor dessen Ende unterbrochen wird.

Sprechen und Körpersprache

  • Das Baby produziert Laute und setzt hierbei Zunge und Lippen ein. Manche Babys geben gar keine Ruhe mehr, sondern brabbeln den ganzen Tag lang.
  • Es gebraucht Konsonanten - vor allem d, b, l, m.
  • Es brabbelt Worte wie "mummum", "baba", "aba" und ähnliches.
  • Es streckt dir die Arme entgegen, wenn es hochgenommen werden möchte.
  • Es schmatzt, wenn es Hunger hat und wedelt auch mit Armen und Beinen.
  • Es macht den Mund auf und langt nach deinem Essen oder Getränken und wenn es etwas in die Finger bekommt, stopft es sich das direkt in den Mund.
  • Es spuckt, wenn es nicht mehr essen will und lässt den Mund zu.
  • Es schiebt Flasche oder Brust fort, wenn es fertig ist und versucht teilweise, mit ganzem Körpereinsatz weg zu kommen.
  • Dein Baby dreht sich von Brust oder Flasche weg, wenn es genug hat.

Verschiedenes

  • Es meckert, wenn es ungeduldig wird und hört damit erst auf, wenn sich die Situation klärt.
  • Es kreischt, wenn etwas nicht funktioniert und reagiert zunehmend frustriert.
  • Ein besonders beliebtes Spielzeug hat dein Kind nun auch.
  • Wenn es hustet und du beachtest es, hustet es direkt noch einmal und lacht dann.
Nicht jedes Baby tut dies alles. Du wirst feststellen, dass genau wie bei den vorangegangenen Entwicklungsschüben auch jetzt wieder dein Baby entscheidet, was ihm gefällt und was nicht. Beobachte dein Baby ganz genau und finde heraus, wofür es sich interessiert und was es schon kann. Respektiere auch, wenn es Dinge nicht mag, die du aber gut findest. Dein Baby ist einzigartig und genauso ist auch seine Wahl. Unterstütze es in seinen Vorlieben.
[KaKra]

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