Eier sind schlecht für den Cholesterinspiegel?

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AutoreninfoErnährungsberaterin Lala
aktualisiert: 16.09.2019Ernährungswissenschaftlerin
Ernährung, Gesundheit, Familie

Immer wieder stößt man auf die Warnung, dass Eier sehr viel Cholesterin enthalten und aus diesem Grund von Menschen, mit einem sowieso schon erhöhten Cholesterinspiegel, gemieden werden sollte. Hier klären wir die Frage, ob Eier wirklich so schlecht für den Cholesterinspiegel sind, wie angenommen.

Was du hier lesen kannst:

  1. Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin
  2. Leber-Darm-Kreislauf
  3. Cholesterinspiegel senken
  4. Eier und Cholesterin
  5. Fazit

1. Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin

Um die Frage beantworten zu können, ob Eier schlecht für den Cholesterinspiegel sind, muss man erst einmal verstehen, dass Cholesterin nicht gleich Cholesterin ist. Es ist richtig, dass Eier einen sehr großen Anteil an Cholesterin enthalten, aber bei diesem Cholesterin handelt es sich nicht um das Cholesterin, welches in unserem Körper Probleme macht. Auch wenn ein Ei durchaus viel Cholesterin enthält, wird dieses jedoch nicht eins zu eins einfach unserem Cholesterinspiegel hinzugefügt, sondern verstoffwechselt, was in der Regel keinen allzu großen Einfluss auf unseren eigenen Cholesterinspiegel hat. Wichtig beim Cholesterin ist es zu wissen, dass der Körper diesen Stoff selbst in der Leber produziert und der Haupteausscheidungsweg dieses Cholesterins über den Darm läuft.

2. Leber-Darm-Kreislauf

Der Großteil des Cholesterins wird von der Leber zu Gallensäure umgewandelt, die wiederum für die Fettverdauung wichtig ist. Etwa 90 % der Gallensäure werden vom Darm wieder aufgenommen und zurück zur Leber transportiert. Hierdurch vermindert sich natürlich der Bedarf an neu zu produzierender Gallensäure ganz enorm. Dies geht in aller Regel mit einer verminderten Cholesterinproduktion der Leber einher. Durch verschiedene Erkrankungen kann es bei diesem Kreislauf nun zu Problemen kommen. So kann zum Beispiel Übergewicht aber auch Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel eine Typ zwei Diabetes dafür sorgen, dass die Leber verstärkt Cholesterin produziert. Ist die Kapazität der Speicherzellen aufgebraucht, kann das Cholesterin nicht mehr aufgenommen werden und somit erhöhen sich die Cholesterinwerte im Blut. Es handelt sich hier also im ersten Moment gar nicht um ein Problem von zu viel zugeführtem Cholesterin, sondern um eine Störung im eigenen Körper.

3. Cholesterinspiegel senken

Wer Probleme mit seinem Cholesterinspiegel hat, kann diesen ganz einfach in den Griff bekommen, indem er viele Ballaststoffe zu sich nimmt. Ballaststoffe sind in der Regel unverdauliche Pflanzenfasern, die wiederum Gallensäure im Darm binden können und die so nicht mehr zur Leber zurückzuführen sind. Diese Gallensäure wird dann über den Stuhl ausgeschieden, was den Körper dazu bringt erneut Gallensäure aus Cholesterin zu bilden. Hierdurch wird dann das Cholesterin aus dem Blut quasi verbraucht. Gerade Hafer bietet sich für diese Art der Cholesterinspiegelsenkung an.

4. Eier und Cholesterin

Für unseren eigenen Cholesterinspiegel ist die Anzahl an Eiern, die wir täglich konsumieren eigentlich relativ egal. Eier sind eine kostengünstige Variante, um viele lebenswichtige Nährstoffe und viel hochwertiges Eiweiß zu konsumieren. Darüber hinaus haben Eier eine sehr gute Sättigungswirkung, was ebenfalls sehr positiv ist. In Deutschland wird ohne sinnvolle Begründung immer noch empfohlen, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu konsumieren. Amerika scheint uns hier ein Schritt voraus zu sein. In neueren amerikanischen Ernährungsrichtlinien wird explizit darauf hingewiesen, dass das Nahrungscholesterin keinen relevanten Einfluss auf das Cholesterin in unserem Blut hat und eine Studie zeigt, dass bis zu drei Eier am Tag sogar positive Wirkungen auf unseren Körper haben können. So zeigt sich, dass Eier das gute HDL Cholesterin, dass das Herzinfarktrisiko senkt, erhöht wird und sich gleichzeitig auch das Plasma-Chollin ebenfalls erhöht, was die Leber vor einer Verfettung schützt.

5. Fazit

Das bedeutet also, dass der hohe Cholesteringehalt in Eiern kein wirkliches Problem darstellt. Man hat festgestellt, dass durch eine cholesterinarme Ernährung man den körpereigenen Cholesterinspiegel nur um maximal 2 % beeinflussen kann. Dies zeigt, wie wenig Auswirkung unserer Ernährung gerade im Bezug auf fremdartiges Cholesterin auf unseren eigenen Cholesterinspiegel hat. Eier können also trotz hoher Cholesterinwerte in der Regel bedenkenlos konsumiert werden. Trotzdem gilt im Zweifelsfall immer einen Arzt zu konsultieren.

 

[KaKra]

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