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Die Ernährung vom Baby mit hypoallergener Nahrung

ha-nahrung
Ingo-Döring/Pixelio
HA-Nahrung für das Baby
Bild: Ingo-Döring/Pixelio
AutoreninfoErnährungsberaterin Lala
aktualisiert: 07.08.2021Ernährungswissenschaftlerin
Ernährung, Gesundheit, Familie
Für Babys mit einem erhöhten Allergierisiko wurde zur optimalen Ernährung hypoallergene Nahrung (HA-Nahrung) entwickelt.

Dabei handelt es sich um Babynahrung, die möglichst wenig allergieauslösende Eiweißbestandteile enthält. Die Ernährung von allergiegefährdeten Babys mit HA-Nahrung ist in den letzten Jahren immer mehr in Frage gestellt worden. Die Zahl allergischer Babys steigt stetig und konnte nicht, wie erwünscht mit spezieller Ernährung in Form von HA-Nahrung, reduziert werden.


Was ist hypoallergene Nahrung (HA-Nahrung)?

Hypoallergene Anfangsnahrung, kurz HA-Nahrung genannt, hat aufgrund der speziellen Herstellung ein sehr geringes allergenes Potential. Dabei werden die allergieauslösenden Eiweißbestandteile hydrolysiert, das heißt zerkleinert. Somit kann der Säugling das Milcheiweiß nicht mehr als Fremdstoff identifizieren und eine allergische Abwehrreaktion bleibt aus.

In einem speziellen Herstellungsverfahren werden bei der HA-Nahrung die Eiweißbausteine der Kuhmilch, die als entscheidender Faktor für das Auslösen von Allergien gelten, in kleine Eiweißbausteine aufgespalten.

Vor- und Nachteile von HA-Nahrung

Speziell für allergiegefährdete Babys entwickelt, kann HA-Nahrung durch den hydrolysierten Eiweißanteil keine allergische Reaktion hervorrufen. Ein großer Nachteil beim Füttern von HA-Nahrung ist, dass der Darm durch die zerkleinerten Eiweißanteile weniger Fremdstoffen ausgesetzt wird. Dies wiederum hat eine negative Wirkung auf das Immunsystem. Denn das Immunsystem eines Säuglings ist für eine optimale Entwicklung auf den Kontakt mit Fremdstoffen angewiesen. Die Auswirkungen sind meist erst im Kindesalter ersichtlich, wenn diese Kinder häufig an Infekten erkranken.

Welche Säuglinge sollten HA-Nahrung bekommen?

Kann ein Baby gestillt werden, ist dies jeder anderen Ersatznahrung vorzuziehen und die beste Allergieprävention. Kann man als Mutter nicht stillen, sollten Säuglinge mit sehr hohem allergenen Potential HA-Nahrung bekommen. Ein hohes Allergierisiko liegt vor, wenn Eltern und Geschwister allergisches Verhalten zeigen. HA-Nahrung sollte nur nach Absprache mit dem Arzt gegeben werden und kann in vielen Fällen schon bald durch Pre-Nahrung ersetzt werden. Säuglinge sollten nicht das gesamte erste Lebensjahr mit HA-Nahrung gefüttert werden. Babys ohne allergisches Potential dürfen auf keinen Fall HA-Nahrung bekommen, sondern sollten stattdessen mit herkömmlicher Pre-Nahrung gefüttert werden.

Tipps für Eltern, die ihr Baby mit HA-Nahrung füttern

  • Damit sich eine gesunde Darmflora entwickeln kann, sollte HA-Nahrung mit Probiotika und essentiellen Fettsäuren angereichert sein.
  • Wenn sich das Baby gesund entwickelt, kann schon bald eine Flasche am Tag Pre-Nahrung zugefüttert werden.
  • Durch das Zerkleinern der Eiweißstoffe ist HA-Nahrung wenig sättigend. Deshalb trinken Babys in dem Fall mehr als bei herkömmlicher Nahrung.
  • HA-Nahrung schmeckt bitter und wird deshalb nicht so gerne wie andere Säuglingsmilch getrunken.
  • Der Stuhlgang bei Babys, die mit HA-Nahrung gefüttert werden, ist oft grün. Die Grünfärbung ist aber kein Zeichen für Unverträglichkeit.
Info: Probiotika sind Zubereitungen, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten, zum Beispiel Milchsäurebakterien und Hefen.

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