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Der hilflose Papa

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Papa, halt mich fest!
Bild: fotolia.de - @markcarper

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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 01.07.2010Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Oftmals kann man bei Vätern eine leichte Hilflosigkeit im Umgang mit den Babys erkennen. Diese rührt meist nicht von mangelnder Bindung zu den Kindern, sondern hat häufig ganz andere, simple Gründe.

Noch immer besteht ein leichtes Klischee mit dem Jungen teilweise großgezogen werden. Sie sollen stark genug sein ihre zukünftige Familie zu versorgen. Man prägt sie also auf die Rolle des Beschützers und Versorgers.

Väter - die Beschützer und Versorger

Natürlich sind die strengen Rollenverteilungen längst nicht mehr so wie in den vergangenen Zeiten, doch ein Überbleibsel ist teilweise noch vorhanden. Diese starken Männer - Beschützer und Versorger - werden nun Vater. Nicht selten nehmen sie sich bereits während der Schwangerschaft vor, ihre Kleinen vor all den Gefahren der Welt zu behüten.

Wie auch oft Mütter, so geraten Väter allerdings nicht selten in Zweifel, ob sie dieser Rolle gerecht werden und ob sie es schaffen können, Gefahren von ihren schutzbedürftigen Kindern fern zu halten.
Lesetipp: Zum Thema "Väter" lies auch unsere Beitrag Der werdende Vater.

Distanz zwischen Baby und Vater

Diese kleinen Wesen mit ihren großen Augen schauen vertrauensvoll zum starken Papa auf und viele der Väter spüren dann vor allem eines: "Was ist, wenn ich nicht gut genug bin, dieses wunderbare Baby zu beschützen?". Genau dieser Grund verursacht oft eine Distanz zwischen Vätern und Kindern. Es ist nicht die Gleichgültigkeit, sondern die Angst Fehler zu machen, zu enttäuschen.

Die Angst vieler Väter

Mit Sicherheit kennt jeder Papa das mulmige Gefühl beim allerersten Wickeln. Ein Mann ist doch für grobe Arbeiten geschaffen, baut Häuser, Autos und repariert zentnerschwere Waschmaschinen, denkt so manch ein Vater in dem Moment, wo sein winziges, zartes Baby vor ihm liegt, so zerbrechlich wirkt und wieder kommt die Angst hoch: "Was ist, wenn ich mein Kind verletze, weil ich zu grob bin?"

In fast jedem Bereich finden sich diese Ängste, ob nun beim Wickeln, Füttern, Spielen, Baden und all den anderen Dingen, die für ein Kind zum Großwerden gehören.

Was kann/soll man tun?

Besonders die Mutter kann hierbei dem Vater helfen. Gemeinsam über die Ängste reden, dem Vater gegenüber zuzugeben wie sehr man als Mutter von den selben Gedanken geprägt wird, nimmt häufig dem Papa schon ein wenig des Gefühls, zu viele Fehler machen zu können und mit seinen Ängsten allein da zustehen.
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Papa spiel mit mir!
Bild: http://www.sxc.hu/photo/718403

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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 01.07.2010Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Unterstützt die Mutter den Vater, indem sie dabei ist wenn Papa die ersten Windeln wechselt, das Baby badet oder füttert, ohne dabei zu sehr auf ihn einzuwirken oder ihm alles aus der Hand zu nehmen, merkt der Vater sicher bald, dass er eigentlich gar nicht so viele Fehler macht. Sein Selbstvertrauen wächst und mit jedem Mal werden die negativen Gedanken, die ihn verunsichert haben weniger, bis Papa so routiniert ist, dass er gar nicht mehr darüber nachdenkt, was er alles falsch machen könnte.

Noch mehr als die Mutter hilft das Kind selbst dem Vater seine Ängste zu nehmen. Es vertraut und fordert. Dies sollten sowohl die Mutter, als auch die Familie fördern. Wird Papa erst einmal klar, dass er nicht perfekt sein muss, kleine Fehler machen darf und eben Vater und nicht "Mama Nr. 2" sein soll, wird die Hilflosigkeit, die zuvor eine augenscheinliche Distanz bereitete schon bald der Vergangenheit angehören.

[SyKo]

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