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Babys Entwicklung

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Neugierig auf das Leben
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AutoreninfoMag. Ann-Kathrin Landzettel
aktualisiert: 15.12.2019Gesundheits- und Präventionsberaterin
Gesundheit, Prävention, Medizin und Psychologie

Die Entwicklung gerade in den ersten paar Monaten geht unglaublich rasant vonstatten. Welche zwei Entwicklungsphasen man hier unterscheidet und was es sonst noch zu der Entwicklung eines Kindes in den ersten Monaten zu sagen gibt, das erfährst du hier in diesem Artikel.

Inhalt des Beitrags:
  1. Die Geburt
  2. Das Säuglingsalter
  3. Phase 1
  4. Phase 2

Die Geburt

Nachdem man viele Monate auf das neue Familienmitglied hat warten müssen, ist es plötzlich da. Nach der Geburt sind die Säuglinge erst einmal vollkommen hilflos und für alles auf Hilfe angewiesen. Sie brauchen eine Weile, um nach der Geburt tatsächlich im Leben anzukommen und sich an die veränderten Gegebenheiten in ihrem Leben anzupassen. Mit der Geburt beginnt der Startschuss zu einer Entwicklung, die etwa 24 Monate benötigt und in der sich das Kind so schnell weiterentwickelt, wie sonst niemals wieder in seinem Leben. Hierbei geht es so schnell, dass viele Eltern Schwierigkeiten haben, dieser Entwicklung zu folgen, weil sie keine Zeit lässt, Gewohnheiten zu etablieren, denn kaum hat man sich an eine Sache gewöhnt, ist das Kind schon zwei Schritte weiter und man muss sich an die nächsten Dinge gewöhnen.

Das Säuglingsalter

Natürlich gibt es von Seiten des Kindes auch sehr viel auf der Welt, was entdeckt werden will. Damit die Kinder ihren Forscherdrang nachgehen und tatsächlich alles entdecken können, was sie für ihr späteres Leben einmal brauchen, muss das Baby bei seiner Entwicklung ordentlich Gas geben. Gerade die Motorik macht in den ersten zwei Jahren große Fortschritte und auch die Sprache bildet sich langsam heraus. Darüber hinaus wird auch die Wahrnehmung über die Sinnesorgane deutlich präziser und natürlich beginnt das Baby auch schon Stück für Stück eine Identität und eine Persönlichkeit zu entwickeln. Gerade auch im Bereich der Kommunikation vollführen Babys in der Regel wahre Glanzleistungen. Vom Schreien geht es ins Plappern über und aus dem Plappern werden relativ schnell einzelne Worte und Zweiwortsätze. Auch in der Motorik tut sich einiges, denn während es zum Anfang nur den Greifreflex gibt, entwickelt sich hieraus bald der Pinzettengriff und dieser wird perfektioniert und immer weiter geschult, bis Tassen gehalten und Buchseiten umgeblättert werden können. Auch das Klatschen und Winken sowie das Lächeln kommt hinzu und ersetzen schon bald das vergnügte Strampeln. Das beeindruckendste für die meisten Eltern ist, wenn das Kind zu Krabbeln beginnt oder die ersten Schritte macht.

Phase 1

Die erste Phase der Entwicklung eines Babys beginnt direkt mit der Geburt und dauert bis zum Ende des dritten Lebensmonats an. Diese Phase kann man auch als Neugeborenen Zeit bezeichnen. Mit der Neugeborenen Zeit ist das Kind plötzlich mit all den Dingen konfrontiert, die außerhalb der geschützten Umgebung der Gebärmutter warten. Plötzlich ist es darauf angewiesen, dass es selbst auch funktioniert. Es muss selbstständig atmen, muss essen, muss seine Körpertemperatur regulieren, das Herz muss schlagen und den Kreislauf entsprechend stabilisieren. Das Neugeborenen muss also auf vielen Ebenen gleichzeitig plötzlich aktiv werden. Ob es darum geht, die Muttermilch durch das Saugen an der Brust zu sich zu nehmen, sie hinterher zu verwerten und natürlich auch wieder auszuscheiden. Das ist ziemlich viel, was ein kleiner Säugling plötzlich auf einmal erledigen muss. Kein Wunder also, dass die erste Zeit für die meisten Kinder sehr anstrengend ist und sie dementsprechend häufig diese auch nicht besonders gut gelaunt sind und manchmal regelrecht überfordert wirken. Man kann beobachten, wie sich die Kinder durchaus immer wieder versuchen, selbst zu organisieren, obwohl sie meistens ihre Gliedmaßen und Ähnliches noch nicht unter Kontrolle haben. Man kann auch beobachten, dass die Kinder während des Stillens immer wieder einschlafen, was nicht unbedingt daran liegt, dass sie permanent müde sind, sondern lediglich daran, dass das alles furchtbar anstrengend für sie ist. Das visuelle Interesse des Neugeborenen nimmt in der Regel sehr schnell sehr stark zu, sodass das Baby schon bald das Gesicht seines Gegenübers genau studieren wird. Da die Augen eines Babys in der Regel noch nicht so anpassbar sind, ist der perfekte Abstand, um etwas zu begutachten, etwa 20-25 cm. Alles was weiter entfernt ist es für das Kind kaum sichtbar. In diesem Alter bevorzugen Kinder in der Regel ganz deutliche Konturen, da sie nur diese wirklich scharf sehen können. Man kann beobachten, dass wenn eine Kontur das Interesse des Babys geweckt hat, es dieser schon versucht mit den Augen zu folgen. Hierbei funktionieren natürlich nur langsame Bewegungen, sonst verliert das Kind die Kontur wieder aus dem Blick. Vertrauen und Neugier sind hier elementare Bestandteile bei der Entwicklung. Schließlich kann man in diesem Zeitfenster auch schon die ersten Lallversuche des Kindes mitbekommen.

Phase 2

Ab drei Monaten wechseln Kinder dann über in die nächste Phase und beginnen mit der Entdeckung ihrer Umgebung und werden dabei deutlich aktiver, als sie es bisher waren. Es kann mittlerweile einen Reizpunkt fixieren und ihm mit dem Kopf sogar verfolgen. Sobald es den Kopf länger oben halten kann, bedeutet das eine deutliche Ausweitung seiner Möglichkeiten. Auch der Greifmechanismus wird immer weiter ausgebaut und ab dem vierten Monat verbindet sich der Schau- und Greifraum zu einem Aktivitätssystem. In der Regel heißt das nichts anderes, als dass das Baby etwas sieht und gezielt auch danach greifen kann. Natürlich braucht dies in der Regel etwas Übung. Bevor dies tatsächlich funktioniert, kann das Kind ein halbes Jahr alt sein und kann in der Regel auch schon frei sitzen. Auch vom Sitzen aus lässt sich die Umgebung natürlich schon wesentlich besser erforschen. Allerdings wird sich das Kind damit nicht zufriedengeben und anfangen den nächsten Schritt zu gehen und das Krabbeln für sich zu entdecken. Mithilfe dieser Fortbewegungsart, wie auch immer sie genau aussehen mag, gelingt es dem Kind sich auf das Objekt seiner Begierde zu zu bewegen und dieses dann genauer zu untersuchen. Hat man erst dabei herausgekommen, wie man sich richtig bewegt und verlagert bekommt, ist teilweise die Bewegung an sich Grund genug, sich weiter zu bewegen. Mit etwa 8-10 Monaten kann man wiederum beobachten, dass die Fortbewegungsarten kreativer werden. Hier kann man beobachten, dass das Kind anfängt, zu robben, zu rollen oder zu rutschen. Grundsätzlich sind die Kinder in diesem Alter extrem anhänglich, aber in der Lage eigene Raumerfahrungen zu machen. Auch die Orientierung wird in der Regel deutlich besser und die Neugier für Unbekanntes wächst ebenso, wie die Freude am Entdecken. Hierbei kann man allerdings beobachten, dass für all das die Nähe der Mutter noch immer wichtig ist, denn damit sich das Kind wirklich sicher und beschützt fühlt, muss die räumliche Distanz zwischen ihr und dem Kind in der Regel relativ gering sein. Man kann hierbei beobachten, dass der suchende Blick des Kindes immer wieder zur Mutter gehen wird, um deren Anwesenheit bestätigt zu wissen. Geht die Mutter fort, bricht für das Kind nicht selten eine Welt zusammen. Interessant ist auch, dass das Kind nun so langsam beginnt Vorstellungen von Gegenständen und seiner Umwelt zu entwickeln und somit nach ihnen suchen kann. Du solltest einfach mal versuchen, ein Tuch über einen Gegenstand zu legen und beobachten, was dein Kind damit tut. Bis das Kind versteht, dass ein Objekt immer noch vorhanden ist, auch wenn es das Objekt nicht mehr direkt sieht, vergeht eine ganze Weile. Die meisten Kinder beginnen mit etwa einem Jahr sich an einem Gegenstand hochzuziehen und schließlich auch ihre ersten Gehversuche zu unternehmen. Dies ist auch wichtig, denn schließlich wollen die Kinder ja irgendwann noch mehr erkunden gehen und dafür sind die vorangegangenen Bewegungsmöglichkeiten einfach nicht sinnvoll geeignet. Gerade in der Anfangszeit heißt das für die meisten Eltern, dass sie stark aufpassen müssen, da die Kinder hier nicht besonders sicher auf ihren beiden Beinen stehen. Ansonsten neben der Tatsache, dass man das Kind permanent im Auge haben sollte, ist es ebenso wichtig, dass man versucht, es tatkräftig bei seinen Erkundungszügen zu unterstützen.

 

[KaKra]

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