Ideen gegen Langeweile mit 21 Monaten

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Tiere zum Hinterherziehen können noch immer spannend sein
Tiere zum Hinterherziehen können noch immer spannend sein
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 04.03.2019Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Langeweile beim Kind ist in der Regel das Ende jeglicher Ruhe und Harmonie. Kinder, denen langweilig ist, können zu richtigen kleinen Tyrannen mutieren. Dabei gibt es einige simple Dinge, die man sicher als Alzweckwaffe bezeichnen kann.
Was du hier lesen kannst:
  • Spielzeug, das sich ziehen lässt
  • Haushaltsgegenstände
  • Bilderbücher
  • Bälle
  • Sandkasten
  • Plastikgeschirr
  • Puzzle

Spielzeug, das sich ziehen lässt


Viele Kinder ziehen immer noch gerne Dinge hinter sich her, auch wenn es schon einige gibt, die diese Spiele langsam als uninteressant zu empfinden scheinen. Hat man kein geeignetes Spielzeug zur Verfügung, so kann man dies recht einfach improvisieren, indem man ganz einfach ein Stofftier an eine Schnur bindet und dieses hinterherzieht. Dies macht in der Regel den Kindern sehr viel Spaß und reicht auch vollkommen aus, um das Kind zu beschäftigen. Sollte dein Kind allerdings zu den späten Läufern gehören, so kann ein "echtes" Hinterherzieh-Spielzeug durchaus noch eine interessante Anschaffung sein, denn gerade dann, wenn die Kinder halbwegs sicher laufen können, experimentieren sie sehr gerne mit Spielzeugen herum, die ihnen quasi folgen. Wer hierfür kein Spielzeug verwenden möchte, der kann dem Kind auch einfach ein langes Band in die Hand geben, wenn man eine Katze zu Hause hat, da diese in der Regel auch sehr viel Spaß daran hat, hinter dem Band herzulaufen. Sollte dies aufgrund des Charakters der Katze oder ihrer Spielgewohnheiten nicht möglich sein, so kann man das Band ebenfalls einem älteren Geschwisterkind in die Hand geben oder vielleicht hältst du es selbst in der Hand und lässt dich von deinem Kind quasi einmal Gassi führen. Das klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber die meisten Kinder haben daran sehr viel Spaß.

Haushaltsgegenstände

Auch die Haushaltsgegenstände bleiben uns mit 21 Monaten wieder erhalten. Viele Kinder sind sehr kreativ, wenn es darum geht, mit einfachen Haushaltsgegenständen wie Töpfen, Pfannenwendern, Schalen, Sieben, Kellen oder Kinderbesteck irgendwie herum zu spielen. Haushaltsgegenstände - gerade dann, wenn sie aus einem Material bestehen, das recht unempfindlich ist - können vor allem dann ein sehr interessanter Spielzeugersatz sein, wenn man irgendwo zu Besuch ist und es kein Spielzeug zu entdecken gibt und das mitgebrachte Spielzeug vielleicht schon wieder langweilig geworden ist. Bei Haushaltsgegenstände muss man eigentlich nur darauf achten, dass man dem Kind nur jene zur Verfügung stellt, mit denen es tatsächlich gefahrfrei spielen kann. Es sollte sich an dem Gegenstand nicht die Finger klemmen oder sich schneiden können und die Gegenstände auf der anderen Seite aber auch natürlich nicht kaputtmachen können. Somit schließt sich das Spiel mit Pfannen in der Regel aus. Wenn du nicht gerade im Besitz einer Edelstahlpfanne bist, denn du solltest das Kind nicht mit beschichteten Pfannen spielen lassen. Beschichtete Pfannen sind sehr stoßempfindlich und überleben das Spiel von einem Kind in der Regel nicht besonders lange. Darüber hinaus ist die Teflonbeschichtung auch nicht gerade gesund, sodass die Pfanne nicht nur aus Haltbarkeitsgründen auf keinen Fall in Kinderhände gehört.

Bilderbücher

Wie schon in den Monaten zuvor steigert sich auch in diesem Monat wieder die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes und so kannst du damit rechnen, dass es zunehmend geduldiger beim gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern oder beim Vorlesen von kleinen Geschichten ist. Auch kann es passieren, dass du feststellst, dass dein Kind ein ganz besonderes Interesse für irgendetwas hat und es vielleicht andere Dinge gibt, die es überhaupt nicht interessieren. Auch ist es in diesem Alter nicht verwunderlich, wenn das Kind ein Lieblingsbuch hat, das es wieder und wieder vorgelesen bekommen möchte und welches du in dieser Zeit vermutlich auswendig herunterbeten kannst. Man sollte es vermeiden, dem Kind etwas anderes aufzudrängen, wenn man merkt, dass es mit dieser Geschichte einfach noch nicht fertig ist. Es gibt durchaus einige sehr positive Aspekte, die das zig-fache Vorlesen der immer selben Geschichte mit sich bringen kann. Zum einen sorgt die Wiederholung dafür, dass sich das entsprechende Vokabular des Buches besser beim Kind einprägt und es Stück für Stück mehr von der eigentlichen Geschichte versteht.
Du musst dir darüber keine großen Sorgen machen, auch wenn dein Kind das Buch mehrfach am Tag über einige Wochen hinweg immer wieder und wieder vorlesen lässt. Irgendwann ist der Tag gekommen, wo dein Kind das Interesse an diesem Buch verliert und sich einem neuen zuwendet. Es ist nicht unbedingt gesagt, dass auch das nächste Buch wieder so häufig gelesen werden muss und tatsächlich scheint es eher so zu sein, dass mit zunehmendem Alter des Kindes die Wiederholungsrate der Bücher im Normalfall abnimmt. So kann es durchaus passieren, dass du das nächste Buch nur noch halb so lange wiederholen musst und irgendwann der Tag kommt, wo du es plötzlich gar nicht mehr wiederholen musst, weil dein Kind es viel interessanter findet, etwas Neues vorgelesen zu bekommen.

Auch bei Bilderbüchern sollte man, wie bei quasi jedem anderen Kinderspielzeug auch, darauf achten, dass es auf der einen Seite natürlich an das Alter des Kindes angepasst ist, auf der anderen Seite du aber auch den individuellen Entwicklungsstand deines Kindes ebenfalls berücksichtigst. Es ist nicht schlimm, wenn du dem Kind noch Dinge zeigst und vorliest, die für jüngere Kinder gedacht sind. Dann hast du vielleicht eines der Kinder, die in der sprachlichen Entwicklung etwas langsamer sind. Genauso gut solltest du dein Kind nicht zwingen sich nur mit Büchern auseinanderzusetzen, die seiner Altersstufe entsprechen, wenn du merkst, dass diese dein Kind schon langweilen und es nach neuen Herausforderungen sucht.

Bälle

Mit 21 Monaten gibt es auch im Bereich der Bälle wieder einige interessante Neuerungen. So kann man beobachten, dass viele Kinder Spaß daran haben, mit den Bällen und den Möglichkeiten, die ihnen die Bälle zur Verfügung stellen, herum zu experimentieren. Waren die Kinder lange Zeit sehr auf sich selbst fixiert und haben eigentlich immer so vor sich hin gespielt, passiert es nun schon deutlich häufiger, dass das Kind sich auch auf Spiele einlässt, die es nicht mehr alleine spielt. So kann es dir passieren, dass dein Kind nun ernsthaft beginnt, nach einem Spielpartner für das Spiel mit Bällen zu suchen. Es spielt hierbei auch wieder keine große Rolle, um was für Bälle es sich genau handelt. Weiche Bälle sind bei den meisten Kindern genauso beliebt wie Tischtennisbälle, harte Tennisbälle, große Gymnastikbälle oder herkömmliche Plastikbälle. Das Kind hat mittlerweile raus, wie man diese wirft, wie man diese über den Boden rollt, wie es diese springen lassen kann und wie man diese durch die Gegend schließt. Es hat womöglich auch schon gelernt, dass einige der Bälle schwimmen, während andere untergehen und experimentiert vielleicht gerade damit herum, wie hoch es einen Ball in die Luft werfen kann, bevor er wieder herunterfällt.
Was genau du mit dem Kind und dem Ball anstellst, ist letztendlich euch überlassen und solange die Regeln des Spiels möglichst einfach sind oder es sogar gar keine Spielregeln gibt, werden die meisten Kinder sehr viel Spaß an dem gemeinsamen Spiel haben.

Sandkasten

Auch der Sandkasten bleibt immer noch sehr interessant. Hier geht es vor allem noch eine ganze Weile nur darum, den Sand von A nach B zu bewegen und mit diesem zu experimentieren. So kannst du zunehmend beobachten, dass sich das Kind mehr für die Dinge zu interessieren beginnt, die es mit dem Sand tatsächlich noch tun kann. Formen helfen dem Kind dabei, mit dem Sand etwas Zielgerichtetes zu tun. Vielleicht versucht das Kind ja schon, seine erste Sandburg zu bauen oder es freut sich darüber, wenn die Sandtürmchen lustige Gebilde ergeben. Das Schöne bei solchen Sandkastenformen ist in der Regel die Tatsache, dass man sie nicht nur im Sandkasten, sondern auch im Planschbecken und sogar in der Badewanne hervorragend nutzen kann. Die meisten Kinder haben sehr viel Spaß damit und es ist in der Regel eine Anschaffung, die noch für eine längere Zeit interessant bleibt.
Wer keinen Zugang zu einem Sandkasten hat und keinen Garten besitzt, der kann sich einen Sandkasten im Koffer zulegen. Hierzu benötigt es einen großen Reisekoffer, etwas Sand und eine Plane, mit deren Hilfe man den Sand, der beim Spiel aus dem Koffer gefallen ist, wieder in den Koffer bekommt.

Plastikgeschirr

Kinder mit 21 Monaten haben in der Regel viel Spaß daran, Dinge nachzumachen - und darunter fällt auch, das Essen zu servieren. Mithilfe von einigen Plastiktellern, Plastikschalen und Plastikbechern lässt sich dieses gefahrlos umsetzen. Vielleicht macht ihr einmal ein Picknick auf dem Fußboden im Wohnzimmer und du lässt dein Kind das vorgeschnittene Essen servieren. Hierbei kann in der Regel nicht viel passieren, aber dem Kind macht dieses neue Spiel sehr viel Spaß. Du solltest nur darauf achten, dass du dieses Spiel am besten immer mit etwas besonderem verbindest, damit es nicht womöglich Stress beim Abendessen gibt, weil das Kind plötzlich nicht mehr versteht, warum es mal etwas servieren darf und mal nicht. Besser ist es, dafür zu sorgen, dass das Kind ein ganz besonderes Spiel daraus gemacht bekommt, sodass es immer genau auseinanderhalten kann, wann es Zeit ist, dass du etwas tust und wann es an der Zeit ist, dass es selbst wieder etwas tun darf.

Puzzle

Puzzle werden von Kindern wie auch von vielen Erwachsenen mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet. Während die einen nicht genug von Puzzlespielen bekommen können, können die anderen diese überhaupt nicht ausstehen. Zu welcher Sorte dein Kind hier tendiert, kannst nur du wissen, doch darauf muss man bei Puzzlespielen definitiv Rücksicht nehmen. Jemand der kein Interesse am Puzzeln hat und diese auch nicht leiden kann, dem macht man mit einem Puzzle keine Freude und so ist dies natürlich auch bei Kleinkindern. Mit fast zwei Jahren sind die meisten Kinder schon in der Lage, einigermaßen komplexe Puzzle zu lösen und je nach persönlichen Vorlieben bevorzugen sie hierbei unterschiedliche Dinge. Die einen spielen immer noch sehr gerne mit den sehr einfachen Holzpuzzlen, während die anderen womöglich schon viel mehr Interesse an jenen Puzzlen haben, die wir Erwachsenen unter dem Wort verstehen. Auch die Komplexität und Größe der Teile ist wieder sehr stark davon abhängig, wo die Vorlieben deines Kindes liegen und wie geschickt es beim Puzzeln ist. So ist es durchaus möglich, dass ein Kind in diesem Alter schon Puzzle löst, die für Dreijährige gedacht sind, während ein anderes Kind womöglich noch mit den leichtesten Puzzles beträchtliche Schwierigkeiten hat.

Wie bei vielen Dingen, sollte auch hier wieder auf den individuellen Entwicklungsstand des Kindes geachtet werden und dieser als Maßgabe dafür genommen werden, wie komplex oder einfach das Spielzeug gewählt werden muss. Sollte das Kind gar nicht auf Puzzle stehen, so kannst du natürlich immer wieder zwischendurch welche anbieten. Aber wenn du merkst, dass ein Kind einfach keinerlei Interesse am Spiel mit diesem Spielzeug hat, dann solltest du es womöglich gut sein lassen und darauf warten, ob das Kind nicht gegebenenfalls von sich aus in einigen Wochen Interesse an dieser Beschäftigung zeigt. Ist dies nicht der Fall, so ist dies nicht weiter wild, denn genau wie es bei uns Erwachsenen viele gibt, die das Puzzeln nicht besonders mögen, gibt es durchaus einige Kinder, die mit dieser Art der Freizeitbeschäftigung eben nichts anfangen können und das sollte man einfach akzeptieren.
[KaKra]

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