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Das „Alles oder Nichts – Prinzip“

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Endlich schwanger!
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AutoreninfoNatalija Krenz
aktualisiert: 27.12.2011Online Redakteurin
Gesundheit und Erziehung
Viele Frauen machen sich Sorgen, wenn sie erfahren, dass sie schwanger sind und sich daran erinnern, dass sie vor wenigen Tagen Alkohol getrunken, viel geraucht oder auch Medikamente oder andere Schadstoffe zu sich genommen haben.

Bei einem positiven Schwangerschaftstest machen sie sich Sorgen und fragen sich dann, ob mit dem heranwachsendem Baby wohl trotzdem alles in Ordnung ist?


Ist meine Schwangerschaft gefährdet?

Die gute Nachricht, es gibt grundsätzlich keinen Grund zur Sorge. Da sind sich Forscher und Frauenärzte einig. Wenn eine Schwangerschaft bereits so "fortgeschritten" ist, dass die Schwangere sie feststellen kann , gilt was die Gesundheit des Babys anbelangt für die ersten Wochen das sogenannte "Alles oder Nichts - Prinzip".

Dieses besagt, dass wenn in diesem Stadium eine Schwangerschaft besteht, es dem Baby auch gut geht. In diesen ersten Wochen entscheidet sich die Natur oftmals selbst, ob das Kind lebensfähig ist, unabhängig davon, ob man aus Versehen Alkohol getrunken hat oder nicht. Entweder ist bis dahin eine "gesunde Schwangerschaft", oder es kommt zu einem Abort (Fehlgeburt), in dieser Phase auch als "natürlicher Abgang" bezeichnet.

Wie lange gilt das "Alles oder Nichts - Prinzip"?

Das Alles-oder-Nichts-Prinzip gilt in den ersten 4 bis 5 Wochen einer Schwangerschaft. Die Empfindlichkeit des Embryos gegenüber von außen zugeführten "Giften" (exogene Noxen) hängt von dem Entwicklungsstadium des Embryos ab. Ist die Störung nicht letal und können die geschädigten Zellen noch ohne Funktionsverlust durch andere Zellen im embryonalen Zellverband ersetzt werden, kann sich der Embryo ganz normal weiterentwickeln.

Dass das funktioniert liegt vor allem daran, dass die Zellen in diesem Stadium noch nicht auf ihre spätere Funktion festgelegt sind, d.h. sie können intern einfach durch andere (ebenfalls nicht festgelegte Zellen) ersetzt werden. Dies wird auch als "Omnipotenz" bezeichnet.

Alkohol gilt in dieser Schwangerschaftsphase daher als weitestgehend ungefährlich.

Die Phase der Organbildung

Die Phase der Omnipotenz hört ab dem Zeitpunkt der Organbildung auf. Die bis dahin undifferenzierten Zellen legen sich fest (können also nicht mehr so einfach ersetzt werden, und verlieren damit ihre "Omnipotenz". Ab dieser Phase kann es v.a. bei einem ungesunden Lebenswandel der Mutter deutlich einfacher zu Fehlbildungen oder Störungen beim Embryo kommen.

Lesetipp: Lebensmittel und Genussmittel die Schwangere meiden sollten.

Beachte: In der Phase der Organbildung (ab der 5. bis zur 12. SSW) und deren Ausreifung ist der Embryo am empfindlichsten gegenüber Störungen von außen.

Der natürliche Abgang

Falls die Entwicklung des Babys wegen externer Faktoren gravierend gestört wurde, noch bevor die Schwangere die Schwangerschaft bemerkt hat, kommt es meistens zu einem natürlichen Abgang (Abort). Viele Frauen merken dann oft nicht mal, dass sie schwanger waren und halten den Abgang für eine verspätete Monatsblutung.

(mmh)

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