Wenn Mütter Hilfe im Haushalt annehmen

haushaltshilfe
Eine Haushaltshilfe schafft mehr Zeit für die Familie.
0
0
0
0
Eine Haushaltshilfe schafft mehr Zeit für die Familie.

Viele Frauen kennen das Gefühl, dass ihnen manchmal Haushalt, Kinderbetreuung und vielleicht noch die eigene Berufstätigkeit über den Kopf zu wachsen scheinen.

Mütter wollen alles perfekt machen, sind bestrebt jederzeit alle Bedürfnisse der Familie zu erfüllen und andere Familienmitglieder zu entlasten. Doch Mütter sind keine wartungsfrei laufenden Maschinen mit unbegrenzter Energieversorgung. Nur wenige nutzen die Möglichkeiten zur eigenen Entlastung.

Andere schaffen das auch

Fragt man nach den Gründen, warum Frauen sich weigern, Hilfe anzunehmen, dann ist das häufigste Argument: "Andere Mütter schaffen es ja auch!". Doch wer sagt uns, dass diese anderen Mütter keine Unterstützung bekommen? In der Gesellschaft besteht oft noch die Erwartung, dass eine Mutter Haushalt und Kinder allein zu bewältigen hat und möglichst zusätzlich noch arbeiten gehen soll.

Keine vollwertige Arbeitskraft?

Da die wenigsten Frauen diese Aufgaben auch aufgrund der mangelnden Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem Ganztagsjob vereinbaren können, arbeiten viele Teilzeit oder in Halbtagsjobs. Dadurch fühlen sie sich wiederum minderwertig oder haben das Gefühl zu versagen. Früher, ja früher führten doch die Frauen ihre Haushalte noch ohne jegliche Hilfe, hatten oft noch Vieh oder Nutzgärten zu versorgen und zogen mehr Kinder als heutige Durchschnittsfamilien groß. Wie kann man dann heute die Arbeit nicht schaffen?

Ganz einfach: Zwar haben Frauen und Mütter heute Erleichterungen im Haushalt und ziehen durchschnittlich weniger Kinder groß, dafür haben sie andere Aufgabengebiete zu erledigen. Frauen sind heute trotz Familie meist berufstätig. Und die Kinder, die früher nach der kurzen Schullaufbahn daheim mitarbeiten mussten, sind heute anderweitig beschäftigt. Eltern legen sehr viel Wert auf die Bildung und versuchen ihren Nachwuchs bestmöglich zu fördern, sowie Freizeitaktivitäten anzubieten. Kinder sind heute keine Familienarbeitskräfte mehr, die dann früh heiraten und die Familie verlassen. Und das ist auch gut so!

Die Aufgabenverteilung

Die Aufgabenverteilung in der Familie wurde also zum Großteil allein der Mutter zugeschoben, die nun aber oft auch noch berufstätig ist, was zwar zum Familieneinkommen beiträgt, jedoch auch die Zeit nimmt, die Frauen früher für die Erfüllung ihrer häuslichen Pflichten zustand. Ist der Vater nun voll berufstätig, kann auch er die Mutter nicht unbedingt viel entlasten und somit zeigt sich schnell, dass auch in Zeiten des technischen Fortschritts die Frau als Haushaltsführende nicht weniger Aufgaben innehat, als Frauen früherer Generationen.

Nimmt nun die Frau Hilfe an, indem sie sich beispielsweise eine Haushaltshilfe leistet, wird sie von Anderen oft skeptisch beäugt. Moralische Vorwürfe stehen im Raum, die der Mutter Desinteresse oder sogar Versagen ihrer Familie gegenüber unterstellen. Die Vorhaltungen kommen dann auch vor allem von anderen Frauen, die sich doch genau der Zerrissenheit einer Mutter, durch ihre eigene Situation, bewusst sein müssten. Und nun stellt sich die Frage, warum und mit welchem Recht Frauen und Mütter, die sich Hilfe holen, moralisch verurteilt werden.

Sind Frauen Roboter?

Wir sind uns einig, dass Frauen keine Roboter sind. Wir Mütter haben keine unbegrenzte Energie und sich Hilfe zu holen, ist keine Schande. Es ist nicht einmal ein Hinweis, dass wir teilweise versagen. Nein, uns Hilfe zu holen, wenn wir diese Möglichkeit haben, ist ein Zeichen, dass wir uns bewusst sind, dass wir  über unsere Fähigkeiten nicht unbegrenzt verfügen können. Die Zeit, die wir durch die Hilfe sparen, kommt unseren Familien zu Gute, ermöglicht uns Freizeit, in der wir Kraft sammeln können und lässt uns Raum, uns öfter uneingeschränkt unseren Lieben zu widmen.

So ist sich Hilfe zu holen kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, weil wir erkannt haben, wo die Prioritäten sind: Nicht darin, für wie perfekt uns Andere halten, sondern wie gut wir, zu Gunsten unserer Familie, organisieren können, damit unsere Partner und Kinder mehr von uns haben, als eine ausgepowerte Putzmaschine, die zwar funktioniert, aber keine Zeit und Kraft hat.


[SyKo]

Dein Kommentar

noch 1000 Zeichen.

Magazin durchsuchen

Verlinke mich

eXtra: Elternzeit/Elterngeld
quelle

Magazin durchsuchen

Verlinke mich

eXtra: Elternzeit/Elterngeld
uploading