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Was versteht mein kleines Kind schon?



Sprachentwicklung
Mama, was hast du gesagt?

Wenn Kleinkinder anfangen zu sprechen, schauen Eltern oft mit Staunen zu und wundern sich, wie rasant ihr Kind soviele Begriffe lernt. Aber sie sprechen lange Zeit in der Anwesenheit ihres Kindes noch so, als wäre das Kleine gar nicht da. Aber was versteht eigentlich so ein kleiner Zwerg aus der Kommunikation, die rund um ihn stattfindet? Was kann er überhaupt davon mitbekommen?





Bereits ein Neugeborenes erkennt die Töne und Stimmen, die es aus dem Mutterleib kennt. Wenn das Baby ein halbes Jahr alt ist, kann es auch schon aus unserem Tonfall raushören, ob wir eine eher wütende oder friedliche Laune haben. Bis zum ersten Geburtstag hört es schon mit ziemlicher Sicherheit auf den eigenen Namen, sucht mit den Augen nach dem Ball, nach der Puppe oder nach dem Hund, wenn wir danach fragen, bzw. ihm diese Wörter sagen.

Der Wortschatz wird um so schneller ausgeprägt, je mehr Dinge wir für das Kind benennen. Wir können beobachten, was es alles versteht, wenn wir zum Beispiel gemeinsam im Bilderbuch blättern und das Kind bitten, uns bekannte Gegenstände zu zeigen. Das Kind schüttelt den Kopf, wenn wir das Wort „nein“ sagen, geht in Richtung Tür los oder holt seine kleinen Schuhe, wenn wir es zu einem Spaziergang einladen.

Wenn das Kind zwei Jahre alt ist, versteht es alles, mit dem es im Alltag konfrontiert wird. Auch in den Gesprächen von Erwachsenen hört es Sachen raus, die es bereits kennt, wie zum Beispiel den eigenen Namen.

Unser Kind bekommt darum auch mit, wenn wir über ihn Geschichten erzählen, uns über seine Machenschaften beschweren oder wenn wir besorgt über gewisse Vorfälle oder fehlende Fähigkeiten sprechen.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollten wir aufhören, über unser Kind so zu sprechen, als wäre es gar nicht anwesend. Vergessen wir das dann doch ab und zu, ist es kein Problem. Doch dann sollten wir ihm ein Zeichen geben, dass wir auf es aufpassen, dass wir es sehen und wir über es nicht wie über ein Objekt sprechen, sondern dass es uns trotz allem bewusst ist, dass es da ist.

Erzählen wir Anekdoten oder Geschichten über unser Kind, wenn es dabei ist, sollten wir es in die Erzählungen mit einbeziehen (wenn es Lust dazu hat).

Sollten wir uns aber über etwas Sorgen machen oder mit irgend etwas unzufrieden sein und wollen das mit Familienmitgliedern oder Freunden besprechen, dann nur, wenn unser Sprössling nicht dabei ist und uns nicht hört. Wenn er nämlich mitbekommt, dass wir negativ über Sachen reden, die ihn direkt betreffen, dann verunsichert es ihn umso mehr. Es besteht die Gefahr, dass das Kind über sich denkt, dass es ungeschickt, dumm oder schlecht ist. 



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Kommentare

1

fand ich sehr hilfreich,da mein sohn darauf immer traurig reagiert hat nun weiß ich warum.

von maxi17 am 29.12.2010 23:05




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