Entspannung: Eine gute Vorbereitung
Grundsätzlich gibt es keine garantierte Methode, wie eine Mutter ihrem Kind helfen kann, in die bestmögliche Geburtslage zu gelangen. Es ist möglich, durch bestimmte Techniken unterstützend zu helfen. Aber in welche Position sich das Kind letztendlich drehen wird, ist von Faktoren abhängig, die vom Zufall bis hin zur genetischen Veranlagung der Mutter reichen.
Zum Ende der Schwangerschaft wird es dem Baby eng im Bauch. Es hat nicht mehr viel Bewegungsfreiheit und nimmt spätestens um die 37./38. Schwangerschaftswoche die Geburtsposition ein. In manchen Fällen kann sich die Kindslage noch bis kurz vor der Geburt ändern, jedoch kommt dies selten vor.
Für die Mutter ist kurz vor der Geburt fast jede Körperhaltung beschwerlich. Der Bauch drückt bei vielen Bewegungen und auch die Belastung für den Rücken kann sehr schmerzhaft sein.
Einige Übungen, die eine Mischung aus leichter Gymnastik und Atemtechniken sind, können vorübergehend Druck und Schmerz lindern.
Die Schwangere empfindet für einen gewissen Zeitraum die Belastung nicht mehr so schwer. Und genau dieser Umstand erleichtert auch dem Baby die Haltung im Bauch der Mutter. Sind Spannung und Druck nicht so groß, kann sich das Kind optimal in seine Geburtsposition drehen.
Somit sind entlastende Übungen nicht nur ein Vorteil für die werdende Mutter, sondern ebenso für das Kind, das vorübergehend etwas Platz gewinnt, um seine Lage zu verändern.
Es gibt verschiedene Gymnastik- und Haltungsarten. Einige werden in Kursen angeboten und können in Hebammenpraxen erlernt werden. Dazu zählen unter anderem auch die übliche Schwangerschaftsgymnastik bis hin zur wenig bekannten Methode nach Zilgrei. Interessiert sich die Schwangere für eine bestimmte Methode, zu der keine Kurse angeboten werden, kann sie die Hebamme beraten. Zwar werden nicht alle Techniken der Hebamme bekannt sein, doch sind viele Geburtshelferinnen neuen Methoden gegenüber aufgeschlossen.
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb