Moro Reflex – Das Baby zuckt zusammen

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Wenn das Baby zusammenzuckt
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Wenn das Baby zusammenzuckt

Viele Mütter beobachten bei ihren neugeborenen Kindern, dass sie oft mit den Armen in die Luft greifen, als würden sie nach etwas greifen oder sich festhalten wollen.

Manche beschreiben das als Zusammenzucken des Babys. Im Hintergrund dieser Beobachtung steht der sogenannte Moro-Reflex (Klammerreflex), der bei Babys angeboren ist und bis zum dritten oder vierten Lebensmonat durch die Reifung des Nervensystems allmählich verschwindet.

Der Moro-Reflex ist lebenswichtig

Der Reflex ist lebenswichtig für das Neugeborene, weil er unter anderem den ersten Atemzug ermöglicht und dafür sorgt, dass die Luftröhre geöffnet wird, falls das Baby in Erstickungsgefahr ist.

Dieses Phänomen wird von Kinderärzten bei den ersten U-Untersuchungen getestet, dabei lassen sie das Baby fest mit den Händen umklammert kurz nach hinten fallen. Ist der Reflex ausgelöst, streckt das Baby seine Arme ruckartig vor sich und seine Finger sind dabei gestreckt. Der Mund öffnet sich rasch (man hört einen kleinen Seufzer) und kurz darauf werden die Arme wieder zurückgezogen und das Baby macht einen festen Faustschluss.

Warum gibt es diesen Reflex?

Warum der Reflex so abläuft, versteht man schnell, wenn man an Tragetiere denkt. Der evolutionäre Ursprung dieses Reflexes liegt im Festhalten an der Mutter (oder dem Vater) begründet. Bei Tragetieren, die also ihren Nachwuchs auf dem eigenen Körper transportieren, sorgt der Reflex dafür, dass das Kind nicht herunterfallen kann. Spürt das Baby, dass es fällt oder hat es das Gefühl, dass es runterfallen könnte, löst sich der Reflex automatisch aus und das Baby bleibt weiterhin am Körper (oder wenigstens an der Körperbehaarung) des tragenden Elternteils hängen.

Schrecksituationen

Der Moro-Reflex, oft auch Schreckreflex genannt, löst sich beim Baby auch in Schrecksituationen aus, sogar während des Schlafs. Nicht nur Geräusche oder andere Störfaktoren können den Reflex auslösen, sondern auch der Übergang zwischen den unterschiedlichen Schlafphasen. Wenn das Baby nach der ersten REM Schlafphase in den Tiefschlaf sinkt, nach circa einer halben Stunde, hat es oft das Gefühl, wortwörtlich in den Tiefschlaf "zu stürzen". Der Moro-Reflex wird dadurch ausgelöst, die Mütter empfinden das als Zuckungen während des Schlafs, und das Baby wacht oft auf.

Da kleinen Babys noch nicht bewusst ist, dass ihre Extremitäten ihnen selbst gehören, werden sie von den neben dem Kopf fuchtelnden Gegenständen, nämlich von den eigenen Armen erschreckt. Der Schlaf ist vorbei, bevor es so richtig losgegangen wäre. Wenn solche Fälle bei einem Säugling oft vorkommen, hilft das sogenannte Pucken, bei dem das Baby eng in eine Deccke eingewickelt wird, damit es einen ruhigen Schlaf hat.

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