Wenn das Kind etwa jeden Abend im Kinderwagen oder sogar im Auto herumgefahren wird, bis es endlich die Äuglein schließt. Oder aber, wenn das Baby an der Brust einschläft und dann schlafend in sein Bettchen gelegt wird, dann wird sich das Kind an diese Einschlafhilfen gewöhnen und sie immer wieder lautstark einfordern. Es empfiehlt sich daher, auf Einschlafrituale zurückzugreifen, die Eltern dauerhaft aufrechterhalten können und auch sollten.
Generell sollte die letzte Stunde vor dem Schlafengehen nicht vor dem Fernseher oder dem Computer verbracht werden. Denn der Tag war schließlich aufregend genug. Weiters sollten Einschlafrituale weder mit Zwang noch mit Druck ausgeübt werden, um keinen unnötigen Stress aufkommen zu lassen. Vielmehr sollte Ruhe einkehren um dem Kind ein Gefühl von Nähe und Geborgenheit zu vermitteln. Alle Beteiligten können gemeinsam mithelfen herauszufinden, welches Einschlafritual angewendet werden soll. Ganz wichtig dabei ist Konstanz, um das Kind an die Situation zu gewöhnen und ihm das Signal für das Zubettgehen zu geben. Läuft nämlich jeder Abend anders ab, kann das Kind keine Erwartungen entwickeln und somit nie genau wissen, wann Schlafenszeit ist.
Der Klassiker unter den Einschlafhilfen ist
sicherlich die Gute-Nacht-Geschichte, die dem Kind vorgelesen
oder frei erzählt wird. Das gemeinsame Anschauen eines
Bilderbuches oder ein
kurzes Spiel sind weitere beliebte Methoden, um das Kind
entspannt auf das Einschlafen einzustimmen. Für Kinder gibt es neben
der körperlichen Nähe nichts Schöneres als die Stimme der
Eltern. Nach dem Hinlegen empfiehlt es sich also, eine beruhigende
Melodie zu summen, ein Schlaflied zu singen oder eine
Spieluhr aufzuziehen. Bei älteren Kindern kann auch
eine Kassette oder ein Hörspiel angehört werden.
Hierbei können dann Schnuller, Teddy oder andere Kuscheltiere, Windel oder Puppe sinnvoll in das Einschlafritual eingebunden werden, um dem Kind dabei zu helfen, schnell einzuschlummern.
Eine kleine Lampe oder ein Licht mindern etwaige Ängste des Kindes vor der Dunkelheit und eine angelehnte Tür vermittelt dem Kind das Gefühl, weiterhin Teil des Geschehens zu sein. Denn es hört so aus der Ferne die Stimmen der Eltern und fühlt sich nicht allein gelassen.
Auch eine kurze Massage oder ausgiebiges Kuscheln können für Kinder jeden Alters wohltuend und entspannend sein. Viele Eltern nutzen außerdem gerne die Möglichkeit eines gemeinsamen kurzen Gebets, eines wohltuenden Bades oder das gemeinsame Zähneputzen, um den Abend einzuläuten.
Je größer die Kinder sind, desto wichtiger werden auch abendliche Gespräche mit den Eltern, in denen der Tag und etwaige Sorgen besprochen werden können. Ganz wichtig: Niemals den Gute-Nacht-Kuss vergessen!
[AKH]