Die Gebärmutterhalskrebs-Impfung: Schutz vor Humanen Papillomviren (HPV)

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HPV-Impfung: Schutz für Mädchen
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HPV-Impfung: Schutz für Mädchen

Jährlich erkranken alleine in Deutschland etwa 6200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, circa 1660 sterben daran. Verursacht wird die Erkrankung in den meisten Fällen durch eine beim Geschlechtsverkehr übertragene Infektion mit Humanen Papillomviren (auch: Papillomaviren) (HPV).

Diese können über Jahre in der Gebärmutterschleimhaut überleben und diese krankhaft verändern. Im Jahr 2006 kam ein Impfstoff auf den Markt, der gegen die beiden gefährlichsten Unterarten HPV 16 und 18 schützt. Seither wird die HPV-Impfung für Mädchen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr empfohlen.

Papillomviren

Insgesamt sind bisher etwa 120 verschiedene Arten von Humanen Papillomviren bekannt, von denen jedoch nur wenige als gefährlich eingestuft sind. HPV 16 und 18 konnten jedoch in fast 70 Prozent aller untersuchten Gebärmutterhalstumore nachgewiesen werden. Außerdem werden die HPV-Typen 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 66 von der WHO als krebserregend eingestuft, treten allerdings deutlich seltener auf. Andere Arten wie HPV 6 oder 11 sind Verursacher von Feigwarzen im Genitalbereich, die lästig, aber nicht krebserregend sind.

Wie kommt es zum Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist eine schleichende Erkrankung, die sich erst in sehr späten Krankheitsstadien durch Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder gelb-braunen Ausfluss bemerkbar macht. Eine HPV-Infektion, die beim Sex übertragen wird und auch mit Kondomen nicht sicher zu verhindern ist, verläuft stets unbemerkt und wird in vielen Fällen vom Körper erfolgreich abgewehrt. Überleben die Viren hingegen in der Gebärmutterschleimhaut, führt dies bei jeder 10. infizierten Frau nach und nach zu Zellveränderungen. Werden diese zu spät behandelt, entsteht nach einigen Jahren schließlich Gebärmutterhalskrebs, der sich vom Gebärmutterhals (Zervix) aus schnell auf angrenzende Organe wie Harnleiter, Harnblase, Nieren oder den Enddarm ausbreiten kann. Auch Zellveränderungen in der Scheide und im äußeren Vaginalbereich können die Folge sein.

Zwei Impfstoffe

Seit 2006 sind zwei Impfstoffe zugelassen, die vor den beiden besonders aggressiven Virentypen 16 und 18 schützen sollen. Sie sind aus Virus-ähnlichen Partikeln hergestellt, die aus einem Protein der Virushülle bestehen. Hierdurch regen sie die Bildung von Antikörpern an, können aber keine Infektion mehr auslösen, da sie keine Erbinformationen des Virus enthalten.

Für die HPV-Impfung gibt es einerseits einen Zweifach-Impfstoff, der für Mädchen und Frauen zwischen 10 und 25 Jahren zugelassen ist und vor HPV 16 und 18 schützt. Empfohlen ist die Impfung für 12- bis 17-jährige Mädchen, nach Möglichkeit vor dem ersten Sexualkontakt. Inwieweit eine Impfung für Frauen ab dem 18. Lebensjahr sinnvoll ist, sollte individuell mit dem behandelnden Arzt geklärt werden. Ein Vierfach-Impfstoff, zugelassen für 9- bis 26-jährige Frauen, verhindert zusätzlich zu HPV 16 und 18 die Entstehung von Feigwarzen durch HPV 6 und 11.

Die HPV-Grundimmunisierung

Eine HPV-Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen, von denen die zweite mit 2 Monaten, die dritte mit 6 Monaten Abstand zur ersten Spritze verabreicht werden sollte. Die Impfung ist auch in Kombination mit anderen Impfstoffen wie Diphterie, Tetanus oder ähnlichen möglich. Als vorübergehende Nebenwirkungen können Schwellung, Rötung und Jucken der Impfstelle, in einigen Fällen auch Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen oder Magen-Darm-Probleme auftreten. Relativ selten kommen allergische Reaktionen wie Nesselsucht infolge einer Unverträglichkeit gegenüber dem Impfstoff vor.

[BS]

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